Geoffrey FitzGeoffrey de Mandeville, 2. Earl of Essex

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Geoffrey FitzGeoffrey de Mandeville, 2. Earl of Essex und 6. Earl of Gloucester (* um 1191; † 23. Februar 1216) war ein englischer Peer und Mitglied des House of Lords. Er ist nicht zuletzt durch seine Ehe als einer derjenigen Adligen ausgewiesen, die gegen König Johann Ohneland opponierten. Geoffrey FitzGeoffey de Mandeville ist zu unterscheiden von seinem Vorgänger Geoffrey de Mandeville, 2. Earl of Essex, der bereits 1166 starb.

Geoffrey erbte die Grafschaft Essex 1213[1] von seinem Vater Geoffrey Fitzpeter. Er heiratete in erster Ehe Matilda, die Tochter von Robert FitzWalter of Woodham Walter in Essex, dem Anführer der Adelsopposition gegen König Johann, die zur Unterzeichnung der Magna Charta führte. Sie starb bereits 1212 und wurde in Dunmow Priory bestattet.

Am 20. Januar 1214 heiratete er Isabel von Gloucester, die Tochter von William FitzRobert, 2. Earl of Gloucester, nachdem ihre Ehe mit Johann Ohneland annulliert worden war; die politische Dimension dieser Heirat wird dadurch deutlich, dass Isabel deutlich älter war als Geoffrey, schätzungsweise um 15 Jahre. Sie hatte 1213 durch den Tod von Isabels Neffen Amalrich VI. von Montfort die Grafschaft Gloucester zurückerhalten, so dass Geoffrey nun auch – im Namen seiner Frau – Earl of Gloucester war.[2] Für seine Teilnahme am Kampf der Barone gegen König Johann wurde er am 16. Dezember 1215 exkommuniziert - vier Tage später, am 20. Dezember, befand sich sein Besitz bereits in den Händen von Johann Parteigänger Savary de Mauléon. Kurze Zeit später wurde Geoffrey bei einem Turnier in London tödlich verletzt.

Beide Ehen Geoffreys blieben kinderlos. Isabel schloss im September 1217 mit Hubert de Burgh, dem späteren Earl of Kent eine dritte Ehe.

Geoffrey wurde in Trinity Priory in Aldgate bestattet. Nachfolger als Earl of Essex wurde sein Bruder William FitzGeoffrey de Mandeville.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Powicke & Fryde: Handbook of British Chronology. Second Edition, London, 1961, S. 427
  2. Powicke & Fryde: Handbook of British Chronology. Second Edition, London, 1961, S. 429

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]