Georg Bötticher
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Georg Bötticher (* 20. Mai 1849 in Jena; † 15. Januar 1918 in Leipzig) war ein deutscher Grafiker, Schriftsteller und Literaturwissenschaftler.
Bötticher, der Vater des Kabarettisten Joachim Ringelnatz, war erfolgreicher Musterzeichner und bekannter Verfasser von vor allem humoristischen Schriften, die er teils in sächsischem Dialekt verfasste. Anerkennung trug ihm seine Fachpublikation Original-Compositionen zu Flachmustern ein. Als Schriftsteller für Kinder und Jugendliche debütierte er in der Zeitschrift Deutsche Jugend. Es folgten Texte für mehrere Bilderbücher, so beispielsweise zu Das chinesische Buch mit Abbildungen von Rudolf Alfred Jaumann sowie zu Spatz, Ente u. Has’ und Wie die Soldaten Tiere werden wollten, jeweils mit Illustrationen von seinem Freund Fedor Flinzer. Ferner war Bötticher mehrere Jahre als Herausgeber von Auerbach’s Deutschem Kinder-Kalender tätig. Darüber hinaus widmete er sich literaturgeschichtlichen Beiträgen über Johann Wolfgang Goethe und Joseph Victor von Scheffel. Außerdem arbeitete er für die humoristischen Zeitschriften Fliegende Blätter und Meggendorfer-Blätter sowie für Die Jugend. Bötticher nahm aktiv am kulturellen Leben seiner Zeit teil und war unter anderem befreundet bzw. bekannt mit Adolph Menzel, Max Klinger, Conrad Ferdinand Meyer, Theodor Fontane, Paul Heyse, Julius Lohmeyer, Victor Blüthgen und Julius Kleinmichel.
1909 gründete er gemeinsam mit Edwin Bormann und Arthur von Oettingen den Leipziger Künstlerbund der Leoniden, die ihm und Bormann 1919 eine Gedenktafel am Leipziger Rathaus stifteten.
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bötticher, Georg |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Grafiker, Schriftsteller und Literaturwissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 20. Mai 1849 |
| GEBURTSORT | Jena |
| STERBEDATUM | 15. Januar 1918 |
| STERBEORT | Leipzig |

