Georg Bachmayer

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Georg Bachmayer (links) mit SS-Mann auf dem Appellplatz des KZ Mauthausen

Georg Bachmayer (* 12. August 1913 in Fridolfing (Bayern); † 8. Mai 1945 bei Münzbach, Österreich) war deutscher SS-Hauptsturmführer und der I. Schutzhaftlagerführer des KZ Mauthausen.

Biografie[Bearbeiten]

Bachmayer, gelernter Tischler, war Mitglied der NSDAP und SS. Er gehörte zunächst der 1. SS-Totenkopfstandarte "Oberbayern" an. Ab März 1940 war Bachmayer Schutzhaftlagerführer im KZ Mauthausen. Bachmayer war dort für sämtliche Häftlinge sowie für den Teil der SS-Mannschaft verantwortlich, der zur Verwaltung und innerhalb des Lagers der Bewachung der Häftlinge diente. Es gehörte ebenfalls zu Bachmayers Aufgaben, die zu Mauthausen gehörenden Außenlager zu inspizieren. Gleichzeitig leistete er Aufbauhilfe bei der Errichtung des KZ-Außenlagers Ebensee.

Bachmayer galt als extrem sadistisch und war aufgrund seiner Brutalität bei den Häftlingen gefürchtet. Er besaß zwei abgerichtete doggenartige Bluthunde, die er auf Gefangene hetzte und diese zerfleischten, was in der KZ-Sprache als „am Kuss des Hundes gestorben“ bezeichnet wurde. Es gibt eine Vielzahl von Einzelberichten, nach denen Bachmayer eigenhändig Personen umgebracht oder gequält hat. Er soll neu angekommenen Häftlingen beim Eintreffen im Lager mitgeteilt haben, dass Mauthausen noch niemals jemand lebend verlassen habe und dass der einzige Weg von dort nur durch den Kamin führe. Man täte besser daran, gleich „in die Drähte“ zu gehen, womit er die mit Starkstrom abgesicherten Zäune um das Konzentrationslager meinte.

Am 8. Mai 1945, drei Tage nach Befreiung des Lagers durch die 11. US-Panzerdivision der 3. US-Armee, tötete Bachmayer seine Frau und seine beiden Kinder. Anschließend beging er Selbstmord.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]