Georg Braun (Fußballspieler)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Georg "Schurl" Braun (* 22. Februar 1907 in Wien; † 22. September 1963 in Linz) war ein österreichischer Fußballspieler, Trainer und Mitglied des Wunderteams.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Georg Braun war Sohn eines Wiener Straßenbahners aus der Wehlistraße und wuchs, wie viele gute Fußballer damals, in der Nähe des Praters auf. Seine Karriere begann der „Schurl“, wie er von seinen Freunden genannt wurde, als Stürmer bei Donaustadt, bevor er 1923 zum Zweitligisten SV Straßenbahn und 1925 zum Wiener AC wechselte. Dort perfektionierte er seine Fähigkeiten und wurde ein technisch erstklassiger Läufer und ausdauernder Kämpfer. Mit dem Wiener AC holte sich Braun 1931 den österreichischen Cupsieg und erreichte mit den Schwarz-Roten noch drei mal (1928, 1932 und 1935) das Pokalendspiel.

1928 wurde Braun erstmals in die österreichische Nationalmannschaft einberufen. Sein Debüt gab er am 6. Mai 1928 beim Auswärtsspiel gegen Ungarn in Budapest. Georg Braun war zwar ein solider und verlässlicher Spieler, konnte sich aber gegen seine Teamkonkurrenten noch nicht durchsetzen. Es dauerte drei Jahre, bis Braun am 16. Mai 1931 sein zweites Spiel für Österreich bestreiten durfte. Für das Länderspiel gegen Schottland war der mittlerweile 24-jährige Wiener von Hugo Meisl als Ersatz für den erkrankten Johann Mock in die neu formierte Mannschaft aufgenommen worden und konnte diesmal auf Anhieb überzeugen. Insgesamt bestritt Georg Braun von 1928 bis 1935 13 A-Länderspiele für Österreich und war auch Teilnehmer an der Fußballweltmeisterschaft von 1934. Daneben wurde er noch 25 mal in die Wiener und Niederösterreichische Auswahl einberufen.

Im Frühjahr 1935 wechselte er kurzzeitig zum SC Wacker Wien, wo er aber nur bis Saisonende blieb und danach bis 1939 beim französischen Klub Stade Rennes tätig war. Nach seiner Rückkehr aus Frankreich übernahm er im Jahr 1939 das Amt des Spielertrainers beim Linzer ASK.

Im Zweiten Weltkrieg war Braun im Fronteinsatz und geriet in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Rückkehr aus der Sowjetunion übte er bis 1952 das Traineramt beim Linzer ASK aus und wurde schließlich oberösterreichischer Verbandstrainer. Danach betreute er als Teamchef die äthiopische Nationalmannschaft, bevor er 1956 seine Trainertätigkeit beim Landesligisten SK VOEST Linz aufnahm. Zum Schluss betreute er noch die Mannschaft des SV Micheldorf in Oberösterreich. 1963 erlag Georg Braun im Alter von 56 Jahren einem Krebsleiden. Eine interessante Fußnote ist, dass Brauns Sohn lange Jahre beim Linzer ASK in der höchsten österreichischen Spielklasse als Fußballer aktiv war.

Stationen als Spieler[Bearbeiten]

Erfolge (als Spieler)[Bearbeiten]

Stationen als Trainer[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]