Georg Erhard Hamberger

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Georg Erhard Hamberger (* 21. Dezember 1697 in Jena; † 22. Juli 1755) war ein deutscher Arzt.[1]

Leben[Bearbeiten]

Sein Vater war der Mathematik- und Physikprofessor Georg Albrecht Hamberger (1662–1716). Ab 1714 studierte er auf Wunsch seines Vaters auch diese Fächer, erkannte aber bald seine Neigung zur Medizin und besuchte heimlich die anatomische Vorlesungen von Johann Adrian Slevogt (1653–1726). Bei einem Universitätsgärtner lernte er die Anfangsgründe der Botanik. Nach dem Tode des Vaters im Jahr 1716 wandte er sich ganz der Medizin zu. Slevogt übertrug ihm in der Anatomie die Anfertigung der für Demonstrationen bestimmten Präparate. Praktische Heilkunde lernte er bei Johann Adolph Wedel (1675–1747), dessen Tochter Sophia Margaretha er später heiratete. 1717 erwarb er seinen Magister der Philosophie und 1721 wurde er Doktor der Medizin.

1724 wurde er zum Landphysicus des Kreises Weimar ernannt und 1726 zum Prof. extraord. der Mathematik und Physik in Jena erwählt. Drei Jahre darauf wurde ihm die Verwaltung des Landphysicates übertragen. Später wurde er in Jena Hofrath und zum ordentlicher Professor der Physik ernannt. 1744 wurde er o. Professor der Botanik, Anatomie und Chirurgie und 1748, nach dem Tode seines Schwiegervaters, Rektor der Universität und Professor der Chemie und der praktischen Medizin.

Als Anhänger der Jatro-Physik (Anwendung der Physik zur Heilung) glaubte er, sämtliche Lebensvorgänge auf einfache physikalische Gesetze zurückführen zu können, und geriet darüber mit Albrecht von Haller in einen Streit. Erst auf dem Totenbett gestand er ein, dass Haller Recht hat.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. August Hirsch: Hamberger, Georg Erhard. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 10, Duncker & Humblot, Leipzig 1879, S. 470 f.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]