Georg Friedrich Sartorius

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Georg Friedrich Sartorius

Georg Friedrich Sartorius seit 1827 erblicher bayerischer Adel Freiherr von Waltershausen (* 25. August 1765 in Kassel; † 24. August 1828 in Göttingen) war ein deutscher Historiker und Professor an der Universität Göttingen.

Werdegang[Bearbeiten]

Sartorius wurde in Kassel geboren, wo er am Gymnasium Carolinum sein Abitur ablegte. Anschließend studierte er in Göttingen Theologie und auch Orientalistik (Letzteres bei Michaeli). Er gewann eine gewisse Nähe zum jungen Göttingen und verfasste auch mehrere Beiträge zum Göttinger Musenalmanach, die allerdings bereits damals unbeachtet blieben. Später wechselte er zum Fach Geschichte und begann frühzeitig als Mitarbeiter der Göttinger Universitätsbibliothek, deren Kustos er 1794 wurde. 1797 wurde er zum außerordentlichen Professor an der Philosophischen Fakultät ernannt und im Jahr 1802 wurde er in Göttingen zum ordentlichen Professor für Geschichte berufen. Zahlreiche Rufe anderer Hochschulen lehnte er zeitlebens ab.

Titelblatt Band III 1808

Sein Hauptwerk ist die Geschichte des Hanseatischen Bundes. die in drei Bänden von 1802 bis 1808 erschien. Seine Forschungen zu diesem Thema begründeten die umfangreichen Forschungen zum Thema Hanse im 19. Jahrhundert, das insbesondere im Zuge der Reichseinigung der zweiten Hälfte dieses Thema mit zeitweilig verklärter Euphorie aufnahm. Eine zweite von Sartorius selbst noch vorbereitete Auflage des Werks erschien post mortem im Jahr 1830. Er wurde auch als Übersetzer von Adam Smith Wealth of Nations bekannt. Als Wirtschaftshistoriker und Ökonom hielt er auch Vorlesungen zum Steuer- und Abgabenrecht.

Familie[Bearbeiten]

Goethe war Taufpate seines zweiten Sohnes, des Geologen und bekannten Ätnaforschers Wolfgang Sartorius von Waltershausen.

Kurz vor seinem Tode erwarb Sartorius das unterfränkische Schloss Waltershausen im Grabfeld nebst den dazugehörigen umfangreichen Gutsländereien aus Mitteln eines seiner Ehefrau zugefallenen Erbes. Ursprünglich war Waltershausen im Besitz der Familie von Kalb gewesen. Mit dem erworbenen Gut war der Erwerb des Freiherrenstandes des erblichen bayerischen Adels verbunden. Die Familie nannte sich fortan Sartorius von Waltershausen oder schlicht von Walterhausen. Das Anwesen blieb bis in das 20. Jahrhundert in der Familie. Das Schloss wurde 1944 von der Reichspost als Erholungsheim übernommen.

Literatur[Bearbeiten]