Georg H. Schnell

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Georg Heinrich Schnell; auch G. H. Schnell (* 11. April 1878 in Tschifu,[1] heute Yantai, China; † 31. März 1951 in Berlin) war ein deutscher Schauspieler, der hauptsächlich in Chargenrollen zu sehen war.

Leben[Bearbeiten]

Der Sohn eines Lieferanten der chinesischen Armee kam bereits als Kind nach Deutschland. Nach dem Schulabschluss arbeitete er im Kolonialdienst und war Holzfäller in Florida. 1900 nahm er an der Niederschlagung des Boxeraufstands teil. Nach Schauspielunterricht erhielt Schnell 1903 am Stadttheater von Elbing sein erstes Engagement. Weitere Stationen seiner Theaterlaufbahn waren unter anderem Straßburg und München. 1914 bis 1918 nahm er am Ersten Weltkrieg teil.

1919 wurde er Schauspieler in Berlin und trat vor allem in modernen Gesellschaftsstücken und Operetten auf. Unter Max Reinhardts Regie agierte er in Maughams Regen (1925) und Tolstois Der lebende Leichnam (1928). Er spielte in vielen großen Klassikern der 1920er bis 1940er Jahre mit, darunter in Nosferatu, eine Symphonie des Grauens als Reeder wie auch international in Alfred Hitchcocks Filmdebüt Irrgarten der Leidenschaft. Einen seiner letzten Filmauftritte hatte er neben Heinz Rühmann als eines der Mitglieder der berühmten Bowlenrunde in der Komödie Die Feuerzangenbowle.

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1919: Die rollende Kugel
  • 1920: Die Tarantel
  • 1920: Alkohol
  • 1920: Moral
  • 1921: Der Frauenarzt
  • 1922: Das Geheimnis der Santa Maria
  • 1922: Der Abenteurer
  • 1922: Der falsche Dimitri
  • 1922: Nosferatu, eine Symphonie des Grauens
  • 1922: Kinder der Zeit
  • 1922: Lucifer
  • 1922: Marie Antoinette - Das Leben einer Königin
  • 1924: Die blonde Hannele
  • 1924: Die Tragödie einer Liebesnacht
  • 1925: Irrgarten der Leidenschaft (The Pleasure Garden)
  • 1925: Aus der Jugendzeit klingt ein Lied
  • 1925: Freies Volk
  • 1925: Verborgene Gluten
  • 1926: Der gute Ruf
  • 1926: Die Mühle von Sanssouci
  • 1927: Bigamie
  • 1927: Hast Du geliebt am schönen Rhein?
  • 1928: Der alte Fritz - 2. Ausklang
  • 1928: Hurrah! Ich lebe!
  • 1930: Das Donkosakenlied
  • 1930: Der unsterbliche Lump
  • 1930: Der Weg zur Schande
  • 1930: Ihre Majestät die Liebe
  • 1931: Emil und die Detektive
  • 1931: Danton
  • 1931: Im Geheimdienst
  • 1931: Meine Frau, die Hochstaplerin
  • 1931: Schatten der Manege
  • 1931: Kaiserliebchen
  • 1932: Kampf
  • 1932: Tannenberg
  • 1934: Ferien vom Ich
  • 1934: Oberwachtmeister Schwenke
  • 1934: Der Polizeibericht meldet
  • 1934: Die Reiter von Deutsch-Ostafrika
  • 1934: Wilhelm Tell
  • 1934: Die Insel
  • 1934: Der Springer von Pontresina
  • 1935: Der Ammenkönig
  • 1935: Das Mädchen vom Moorhof
  • 1935: Stradivari
  • 1936: Heiteres und Ernstes um den großen König
  • 1936: Heißes Blut
  • 1936: Moral
  • 1936: Das Schloß in Flandern
  • 1936: Schloß Vogelöd
  • 1937: Alarm in Peking
  • 1937: Die gläserne Kugel
  • 1937: Die Korallenprinzessin
  • 1937: Die Kronzeugin
  • 1937: Madame Bovary
  • 1937: Der Mustergatte
  • 1937: Sieben Ohrfeigen
  • 1937: Ein Volksfeind
  • 1937: Wenn Frauen schweigen
  • 1938: Am seidenen Faden
  • 1938: Die kleine und die große Liebe
  • 1938: Das Mädchen von gestern Nacht
  • 1938: Pitty
  • 1938: Das Recht auf Liebe
  • 1938: Stärker als die Liebe
  • 1938: Die Nacht der Entscheidung
  • 1938: Der unmögliche Herr Pitt
  • 1939: Das Gewehr über
  • 1939: Die Frau ohne Vergangenheit
  • 1939: In letzter Minute
  • 1939: Ein Mann auf Abwegen
  • 1939: Der Polizeifunk meldet
  • 1940: Die Rothschilds
  • 1940: Leidenschaft
  • 1941: Carl Peters
  • 1941: Ohm Krüger
  • 1943: Der ewige Klang
  • 1943: Titanic
  • 1944: Nora
  • 1944: Die Feuerzangenbowle

Weblinks[Bearbeiten]

Anmerkung[Bearbeiten]

  1. In Wenigers Filmlexikon wird die Ortsangabe Tschiefu geschrieben.