Georg Herbert zu Münster

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Wohl vor 1899: Noch als Graf (frz.: Comte) de Munster, portraitiert von Nadar in Paris, und hier als späteres Sammelbild verteilt über die Collection Félix Potin

Graf Georg Herbert zu Münster (* 29. Dezember 1820 in London; † 28. März 1902 in Hannover) (auch: Georg Herbert Fürst Münster von Derneburg) war ein deutscher Diplomat.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Georg Herbert zu Münster stammt aus dem westfälischen Adelsgeschlecht Münster. Sein Vater war der Graf Ernst Friedrich Herbert zu Münster († 1839) der als englischer Minister für Hannover in London die hannöverschen Interessen des Hauses Hannover auf dem Wiener Kongress vertreten hatte.

Bei der Derneburg teilte Georg Herbert zu Münster nicht die kunsthistorische Auffassung seines Vaters und wollte ein romantisches Schloss, wie er es aus England kannte. 1846 ließ er Georg Ludwig Friedrich Laves zwei Drittel der Klosterkirche abreißen und das geschlossene Viereck mit seinem Kreuzgang zu einem U-förmigen Bau öffnen.

Fürst Georg Münster von Derneburg

Am 11. August 1847 heiratete er die Fürstin Alexandrine Galitzin (Tochter des russischen Generalleutnants Fürst Galitzin und der Fürstin Maria Suworow), von der er 1864 geschieden wurde. Eine zweite Ehe ging er am 22. August 1865 mit Lady Harriet Elisabeth St. Claire-Erskine ein. Aus der ersten Ehe stammen die beiden Söhne Ernst (* 1856; † 1905) und Alexander (* 1858; † 1922).

Von 1857 bis 1865 war Georg zu Münster Gesandter des Königreichs Hannover in Sankt Petersburg.

1866 bemühte er sich vergeblich, König Georg V. von Hannover zu einer preußenfreundlichen Politik zu bewegen.

Später war er Botschafter des Deutschen Reiches in London und Paris, Reichstagsmitglied und Publizist. Er wurde 1899 in Potsdam in den Fürstenstand erhoben, den sein Vater für sich abgelehnt hatte.

Graf Münster war Mitglied der Corps Borussia Bonn (1841) und Lunaburgia III zu Göttingen (1842).[1]

[Bearbeiten] Werke

  • Politische Skizzen über die Lage Europas vom Wiener Congreß bis zur Gegenwart (1815–1867) nebst den Depeschen des Grafen Ernst Friedrich Herbert zu Münster über den Wiener Congreß.
  • Mein Antheil an den Ereignissen des Jahres 1866 in Hannover.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Kösener Korps-Listen 1910, 19., 186; 79., 156

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Georg Herbert zu Münster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


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