Georg Klein (Biologe)

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Georg Klein
Photo: Bengt Oberger

Georg Klein, auch George Klein, (* 28. Juli 1925 in Budapest) ist ein ungarischstämmiger schwedischer Zellbiologe und Krebsforscher, der am Karolinska Institut bei Stockholm als Professor für Tumorbiologie wirkte.

Georg und Eva Klein, Stockholm 1979

Klein kam als Flüchtling nach dem Zweiten Weltkrieg nach Schweden, nachdem er schon in Budapest Dozent[1] für Histologie und Pathologie war. Er promovierte 1951 in Medizin (M.D.) am Karolinska Institut und war dann dort Assistenzprofessor für Zellforschung. Von 1957 bis 1993 war er Professor für Tumorbiologie und Leiter der Abteilung Tumorbiologie am Karolinska Institut. Er war unter anderem Gastprofessor an der Stanford University (1961) und 1973 bis 1993 an der Hebräischen Universität in Jerusalem. 1972 war er Fogarty Scholar an den National Institutes of Health.

Klein befasste sich unter anderem intensiv mit dem Epstein-Barr-Virus und seiner Rolle bei der Krebsentstehung (Burkitt-Lymphom), mit der Rolle weiterer Krebsviren und mit der Genetik von Krebs. Er ist Verfasser und Ko-Autor von mehr als 1280 wissenschaftlichen Arbeiten.

Er ist Ehrendoktor der University of Chicago (1966), in Debrecen, an der Universität Tel Aviv, an der Hebräischen Universität, der Universität Osaka und der University of Nebraska. Er ist Mitglied der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften, der National Academy of Sciences, der American Academy of Arts and Sciences, der American Philosophical Society und Ehrenmitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften. Er ist Ehrenmitglied der American Association of Cancer Research (deren Clowes Memorial Lecture er 1967 hielt), der European Association for Cancer Research und der American Association of Immunologists. Von 1957 bis 1993 war er auch im Nobelkomitee.

1979 erhielt er den Alfred P. Sloan, Jr. Prize, 1975 den William B. Coley Award, 1977 den Emil-von-Behring-Preis, den Léopold Griffuel-Preis (1974), 1978 den Björken Preis, den Erik-Fernström-Preis (1983 mit Eva Klein), den Gairdner Foundation International Award (1976), die Robert-Koch-Medaille (1998), die Paracelsus-Medaille (2001) und zahlreiche weitere Preise. 1975 erhielt er den Harvey-Preis und 1973 war er Harvey Lecturer.

Klein war Herausgeber von Advances in Cancer Research.

Er ist mit der Biologin Eva Klein verheiratet.

Schriften[Bearbeiten]

  • The Atheist and the holy city. Encounters and reflections, MIT Press 1990, 1992 (Essays, als George Klein, schwedisch 1987)
  • Pieta, MIT Press 1992 (schwedisch 1989)
  • Live Now, Prometheus Books 1997
  • Herausgeber: Viral oncology, Raven Press 1980
  • Herausgeber: Advances in Viral Oncology, Raven Press, ab 1982
  • Herausgeber: Viruses as the causative agents of naturally occurring tumors, Raven Press 1985
  • Herausgeber: DNA Virus oncogenes and their action, Raven Press 1983
  • Herausgeber: Tumorigenic DNA Viruses, Raven Press 1989
  • Herausgeber: Cellular oncogene activation, Marcel Dekker 1988
  • Herausgeber: Tumor Suppression Genes, Marcel Dekker 1990
  • Herausgeber: Analysis of multistep scenarios in the natural history of human or animal cancer, Raven Press 1987
  • mit Carlo Croce Chromosome translocations and human cancer, Scientific American März 1985
  • : The approaching era of the tumor suppressor genes. In: Science. 238, 1987, S. 1539-1545. PMID 3317834.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: George Klein (biologist) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nach seinem englischsprachigen CV am Karolinska Institut Instructor