Georg Schramm

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Datei:Georg schramm.jpg
Georg Schramm (2006)
als Rentner Lothar Dombrowski

Georg Schramm (* 11. März 1949 in Bad Homburg vor der Höhe) ist ein deutscher Psychologe und Kabarettist.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Nach dem Abitur hat sich Schramm zunächst als Zeitsoldat bei der Bundeswehr verpflichtet. An der Heeresoffiziersschule fiel er wegen „charakterlicher Nichteignung“ durch einen Lehrgang, verließ die Armee aber schließlich doch als Offizier der Reserve. Danach studierte er Psychologie an der Ruhr-Universität Bochum und schloss das Studium mit einem Diplom ab. Von 1976 bis 1988 arbeitete er als Psychologe in einer Reha-Klinik am Bodensee, seit 1992 tritt er hauptberuflich als Kabarettist auf.

Georg Schramm lebt in Badenweiler im Markgräflerland, er ist zum zweiten Mal verheiratet und Vater von drei Kindern.[1]

[Bearbeiten] Kabarett

Schramm zeigt politisches Kabarett und zählt zu den scharfzüngigsten Vertretern seines Genres in Deutschland. In seinen polemischen Texten kritisiert er häufig den herrschenden Zeitgeist, indem er diesen mit den klassischen Bildungsidealen konfrontiert, und das kapitalistische Wirtschaftssystem. Die Grenze zwischen Spaß und Ernst wird von ihm dabei oft verwischt.

Er spielt in seinen Auftritten vor allem die Kunstfiguren

  • des renitenten, einarmigen und altpreußischen Rentners Lothar Dombrowski
  • des vom langen Militärdienst gezeichneten Oberstleutnant Sanftleben, Presseoffizier und Kommunikationsbeauftragter
  • des mental in der Vergangenheit lebenden hessischen Sozialdemokraten und Gewerkschafters Drucker August, der bald in Rente geht (eine Figur, die in Teilen seinem verstorbenen Vater ähneln soll)
  • des stets rheinischen Frohsinn versprühenden, ewig kalauernden Pharmareferenten

Schramm trat von 2000 bis 2006 als ständiger Gast in der Fernsehsendung Scheibenwischer im Ersten auf, die er nach Dieter Hildebrandts Abschied seit 2003 mit leitete. Am 24. April 2006 kündigte er nach konzeptionellen und persönlichen Differenzen mit Mathias Richling und Bruno Jonas seinen Ausstieg aus der Sendereihe an. Seine Nachfolge übernahm am 29. Juni 2006 der Kabarettist Richard Rogler.

Seit Januar 2007 empfängt Georg Schramm zusammen mit Urban Priol einmal im Monat in der Kabarett-Reihe Neues aus der Anstalt im ZDF Kollegen und Gäste und analysiert dort aus der Sicht einer psychiatrischen Tagesklinik das aktuelle politische Geschehen.[2]

Im Jahr 2004 war Georg Schramm zudem in einer kleinen Rolle in Jo Baiers Stauffenberg-Verfilmung zu sehen.

Im September 2007 erschien sein erstes Buch mit dem Titel Lassen Sie es mich so sagen – Dombrowski deutet die Zeichen der Zeit, in dem er Texte aus seinen Kabarettprogrammen von 1983 bis 2007 Revue passieren lässt.

[Bearbeiten] Auszeichnungen

Georg Schramm erhielt u. a.

Außerdem erhielt er den Markgräfler Gutedelpreis.

[Bearbeiten] Soloprogramme seit 1985

  • Solche Männer hat das Land
  • Dein Platz an der Sonne
  • Schlachtenbummler
  • Ans Eingemachte – Best Of
  • Mephistos Faust 2001 bis 2004
  • Thomas Bernhard hätte geschossen (Regie: Rainer Pause) seit 2005

[Bearbeiten] Buchveröffentlichungen

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. georg-schramm.de Autobiographische Angaben
  2. „Einer fliegt übers Grundgesetz“, Tagesspiegel, 21. Januar 2007
  3. Stern des Jahres 2001
  4. Schweizer Kabarett-Preis Cornichon 2005
Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen
Andere Sprachen