Georg Schramm
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als Rentner Lothar Dombrowski
Georg Schramm (* 11. März 1949 in Bad Homburg vor der Höhe) ist ein deutscher Psychologe und Kabarettist.
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[Bearbeiten] Leben
Nach dem Abitur hat sich Schramm zunächst als Zeitsoldat bei der Bundeswehr verpflichtet. An der Heeresoffiziersschule fiel er wegen „charakterlicher Nichteignung“ durch einen Lehrgang, verließ die Armee aber schließlich doch als Offizier der Reserve. Danach studierte er Psychologie an der Ruhr-Universität Bochum und schloss das Studium mit einem Diplom ab. Von 1976 bis 1988 arbeitete er als Psychologe in einer Reha-Klinik am Bodensee, seit 1992 tritt er hauptberuflich als Kabarettist auf.
Georg Schramm lebt in Badenweiler im Markgräflerland, er ist zum zweiten Mal verheiratet und Vater von drei Kindern.[1]
[Bearbeiten] Kabarett
Schramm zeigt politisches Kabarett und zählt zu den scharfzüngigsten Vertretern seines Genres in Deutschland. In seinen polemischen Texten kritisiert er häufig den herrschenden Zeitgeist, indem er diesen mit den klassischen Bildungsidealen konfrontiert, und das kapitalistische Wirtschaftssystem. Die Grenze zwischen Spaß und Ernst wird von ihm dabei oft verwischt.
Er spielt in seinen Auftritten vor allem die Kunstfiguren
- des renitenten, einarmigen und altpreußischen Rentners Lothar Dombrowski
- des vom langen Militärdienst gezeichneten Oberstleutnant Sanftleben, Presseoffizier und Kommunikationsbeauftragter
- des mental in der Vergangenheit lebenden hessischen Sozialdemokraten und Gewerkschafters Drucker August, der bald in Rente geht (eine Figur, die in Teilen seinem verstorbenen Vater ähneln soll)
- des stets rheinischen Frohsinn versprühenden, ewig kalauernden Pharmareferenten
Schramm trat von 2000 bis 2006 als ständiger Gast in der Fernsehsendung Scheibenwischer im Ersten auf, die er nach Dieter Hildebrandts Abschied seit 2003 mit leitete. Am 24. April 2006 kündigte er nach konzeptionellen und persönlichen Differenzen mit Mathias Richling und Bruno Jonas seinen Ausstieg aus der Sendereihe an. Seine Nachfolge übernahm am 29. Juni 2006 der Kabarettist Richard Rogler.
Seit Januar 2007 empfängt Georg Schramm zusammen mit Urban Priol einmal im Monat in der Kabarett-Reihe Neues aus der Anstalt im ZDF Kollegen und Gäste und analysiert dort aus der Sicht einer psychiatrischen Tagesklinik das aktuelle politische Geschehen.[2]
Im Jahr 2004 war Georg Schramm zudem in einer kleinen Rolle in Jo Baiers Stauffenberg-Verfilmung zu sehen.
Im September 2007 erschien sein erstes Buch mit dem Titel Lassen Sie es mich so sagen – Dombrowski deutet die Zeichen der Zeit, in dem er Texte aus seinen Kabarettprogrammen von 1983 bis 2007 Revue passieren lässt.
[Bearbeiten] Auszeichnungen
Georg Schramm erhielt u. a.
- 1990 den Salzburger Stier,
- 1991 den Deutschen Kleinkunstpreis,
- 1994 den Leipziger Löwenzahn,
- 1999 den Deutschen Kabarettpreis,
- 2001 den Stern des Jahres der Münchner Abendzeitung in der Sparte Kabarett.[3]
- 2001 den Gaul von Niedersachsen (auch Gaul von Hannover)
- 2005 den Schweizer Kabarett-Preis Cornichon der Oltner Kabarett-Tage[4] und
- 2005 den Ehrenpreis Tegtmeiers Erben
- 2007 den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie Beste Comedy, gemeinsam mit Urban Priol
- 2008 den Bayerischen Kabarettpreis (Hauptpreis)
Außerdem erhielt er den Markgräfler Gutedelpreis.
[Bearbeiten] Soloprogramme seit 1985
- Solche Männer hat das Land
- Dein Platz an der Sonne
- Schlachtenbummler
- Ans Eingemachte – Best Of
- Mephistos Faust 2001 bis 2004
- Thomas Bernhard hätte geschossen (Regie: Rainer Pause) seit 2005
[Bearbeiten] Buchveröffentlichungen
- Lassen Sie es mich so sagen – Dombrowski deutet die Zeichen der Zeit, München, Karl Blessing-Verlag, 2007, ISBN 3896673483, ISBN 978-3896673480
[Bearbeiten] Weblinks
-
Wikiquote: Georg Schramm – Zitate - Literatur von und über Georg Schramm im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Offizielle Internetpräsenz von Georg Schramm
- „Neues aus der Anstalt“, ZDF-Kabarettreihe mit Georg Schramm und Urban Priol
- „»Ausbeuter!« Zum Heulen: Der Kabarettist Georg Schramm spielt den alten Sozialdemokraten August“, Die Zeit, 15. Juli 2004, Nr. 30
- Werner A. Perger: „Adieu, Scheibenwischer!“, Die Zeit, 24. April 2006
- „Immer nur am Ende draufhauen“, Interview in der Süddeutschen Zeitung von 24. Mai 2006
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ georg-schramm.de Autobiographische Angaben
- ↑ „Einer fliegt übers Grundgesetz“, Tagesspiegel, 21. Januar 2007
- ↑ Stern des Jahres 2001
- ↑ Schweizer Kabarett-Preis Cornichon 2005
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schramm, Georg |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Kabarettist |
| GEBURTSDATUM | 11. März 1949 |
| GEBURTSORT | Bad Homburg |

