Georg Trexler

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Georg Trexler (* 9. Februar 1903 in Pirna; † 15. Dezember 1979 in Leipzig) war ein deutscher Kirchenmusiker, Musikpädagoge und Komponist.

Leben[Bearbeiten]

Grabstätte Georg Trexler auf dem Südfriedhof in Leipzig

In Plauen erhielt der Sohn eines Glasmachermeisters den ersten Musikunterricht. Bereits im Alter von 16 Jahren trat er als Dirigent von Der Freischütz und Egmont (Schauspielmusik) in Erscheinung.

Nach Abschluss einer Banklehre in Plauen und Dresden ging Trexler 1924 an die Universität Leipzig, um Volkswirtschaft und Rechtswissenschaft zu studieren.

Durch Begegnungen mit Wilhelm Furtwängler und Karl Straube fühlte er sich zunehmend zur Musik hingezogen, woraufhin er 1927 ein Studium der Kirchenmusik in den Fächern Tonsatz, Orgel- und Klavierspiel in Angriff nahm. Besonderes Interesse zeigte er an den Klavierstücken Paul Hindemiths.

Bereits als Student war Trexler als Kantor und Organist an der Liebfrauenkirche Lindenau tätig, später an der Propsteikirche St. Trinitatis Leipzig. Es folgten Vorlesungen am Kirchenmusikalischen Institut des Landeskonservatoriums, der späteren Hochschule für Musik, bis zu seiner Einberufung zur Wehrmacht im Jahre 1940. Nach seiner Rückkehr aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft unterrichtete er an der 1946 wiedereröffneten Musikhochschule Leipzig vorrangig Partiturspiel sowie auf dem Gebiet des virtuosen und liturgischen Orgelspiels.

Er wurde 1947 zum Kirchenmusikdirektor und 1948 zum Professor ernannt.

Als Komponist wurde er vor allem durch seine Orchesterwerke sowie Kantaten bekannt, die hohe Anerkennung fanden. Erfolgreich war Trexler darüber hinaus auch auf dem Gebiet der Kammermusik sowie der Musik für Kinder. Sein kompositorisches Schaffen umfasst sowohl kirchliche wie auch weltliche Werke.

1967 verlieh ihm Papst Paul VI. den Silvesterorden in Anerkennung seiner Verdienste.

Werke[Bearbeiten]

  • Chorwerke
    • Nun bringen wir die Gaben
    • Herr, was im alten Bunde
    • Mariä Wiegenlied
    • Schmach und Trübsal
    • Zwei Hymnen (1951)
    • Gnade Euch und Friede
    • Ich hörte etwas wie die Stimme vielen Volkes
    • Das Deutsche Te Deum (1976/77)
    • Zwei Motetten
    • Vater unser für zwei Chöre (1975)
    • Salve Regina (1954)
  • Meditationen über Themen des „Te Deum“ von Anton Bruckner (1967)
  • Toccata über ein Thema aus dem Gloria der Messe in e-Moll von Anton Bruckner
  • Introduktion und Passacaglia über ein Thema der VIII. Symphonie von Anton Bruckner (1949)
  • Palmsonntagsproprium
  • Deutsches Proprium zum Feste Erscheinung des Herrn (1966)
  • Deutsches Proprium vom Fest Allerheiligen (1975)
  • Kantate „Assumpta est Maria“ (1957/58)
  • Kammermusik
    • Sonatine für Viola und Klavier (1953)
    • Trio für Violine, Violoncello und Klavier (1955)
  • Missa „In te, Domine, speravi“ für 4-6stg. Chor und Orgel (1961)
    • „Spitzweg-Suite“ für Bläserquintett
  • Schriften
    • Die Musik der römischen Messe

Weblinks[Bearbeiten]