Georg Wolfgang Wedel

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Georg Wolfgang Wedel 1684
Amoenitates materiae medicae
Titelblatt (1684)

Georg Wolfgang Wedel (* 12. November 1645 in Golßen in der Niederlausitz; † 6. September 1721 in Jena) war ein deutscher Mediziner und Alchemist.[1][2]

Leben[Bearbeiten]

Der Sohn des Pastors Johann Georg Wedel studierte ab dem Alter von 16½ Jahren Heilkunde an der Universität Jena, bei Schenck und Rolfink. Ein anschließendes Auslandsstudium musste er infolge des Todes seines Vaters aufgeben und blieb in Jena, besuchte aber Schlesien, Wittenberg und Leipzig. Er praktizierte kurz in Landsberg und Züllichau, bis er 1667 als Stadtphysikus nach Gotha berufen wurde. Nachdem er 1672 in Jena die Doktorwürde erlangt hatte, übernahm er hier den Lehrstuhl der Medizin als Nachfolger des verstorbenen Rolfink.

Ab 1685 war er fürstlich sächsischer Leibarzt und seit 1694 kaiserlicher Pfalzgraf. Er war ein Anhänger der chemiatrischen Lehren des Franciscus Sylvius. Er war ein Verteidiger der Alchemie, im Gegensatz zu seinem Lehrer Rolfink, der sie ablehnte. Wie andere Alchemisten versuchte er sich an der Rätsel-Inschrift Aelia Laelia Crispis. Er schrieb auch pharmazeutische Werke. Seine Werke zeigen eine umfassende Bildung. Wedel war auch als Chemiehistoriker aktiv, z.B. an der Aufklärung der Biographie von Basilius Valentinus.

Seine Söhne Ernst Heinrich Wedel[1] (1. August 1671 – 13. April 1709) und Johann Adolf Wedel (1675–1747) wurden auch Mediziner.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Julius Pagel: Wedel, Ernst Heinrich. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 41, Duncker & Humblot, Leipzig 1896, S. 403.– Artikel zum Sohn; behandelt auch den Vater
  2. galileo.rice.edu

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Georg Wolfgang Wedel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien