Georg von Békésy

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Georg von Békésy (1899–1972)

Georg von Békésy (* 3. Juni 1899 in Budapest als Békésy György; † 13. Juni 1972 in Honolulu, Hawaii) war ein ungarisch-US-amerikanischer Biophysiker, Physiologe und Nobelpreisträger für Medizin.

Leben[Bearbeiten]

Békésy schuf eine Hörtheorie, die die damals neuen Erkenntnisse über den anatomischen Aufbau des Innenohres berücksichtigte und damit die Helmholtz'sche Vorstellung der schwingenden Hörsaiten (Resonanzhypothese) ablöste. Stattdessen postulierte von Békésy die so genannte Wanderwellentheorie, die heute allerdings als nicht mehr ausreichend angesehen werden muss (siehe englischen Artikel) und inzwischen durch eine neue Theorie ergänzt wurde, die einen zellulären Verstärker (Cochlear-Amplifier) vorsieht.

Von Békésy wurde 1940 zum Professor an der Universität Budapest berufen, arbeitete allerdings nach 1947 in den USA, zunächst an der Harvard University, ab 1966 als Professor an der Universität von Hawaii.

1947 stellte Békésy ein Audiometer zur Differenzialdiagnose von Schallempfindungsstörungen vor.

1961 bekam er den Nobelpreis für Medizin für seine bahnbrechenden Arbeiten zur Theorie des menschlichen Gehörs („for his discoveries of the physical mechanism of stimulation within the cochlea“).

Georg von Békésy

Georg von Békésy war ab 1962 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Georg von Békésy: Physiologie der Sinneshemmung, Goldmann, München 1972. ISBN 3-442-50001-X
  • Georg von Békésy: Experiments in hearing, 1960

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Georg von Békésy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mitgliedseintrag von Georg von Békésy bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 12. Oktober 2012.