Georg von O’Byrn

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Grab von Georg Baron O’Byrn auf dem Alten Katholischen Friedhof in Dresden

Friedrich Eduard Georg Baron O’Byrn (* 10. August 1864 in Dresden; † 1. Juli 1942 ebenda) war ein sächsischer Offizier, zuletzt Generalmajor, sowie Kabinettschef.[1]

Leben[Bearbeiten]

Die Barone von O’Byrn entstammen dem irischen Adel. Im Kurfürstentum bzw. Königreich Sachsen unterhielten sie seit 1747 gute Beziehungen und dienten in verschiedenen Staatsämtern. Auf Grund ihrer erfolgreichen Dienste erwarben sie sich ein hohes Ansehen. Familiär verzweigten sie sich unter anderen mit den Familien Karl von Amira und Bernhard von Lindenau. Seine Mutter Johanna Maria O`Byrn ist die Schwester von Heinrich von Treitschke.[2]

O’Byrn trat 1884 als Offiziersanwärter in das Grenadier-Regiment „Kaiser Wilhelm, König von Preußen“ (2. Königlich Sächsisches) Nr. 101 der Sächsischen Armee ein. Im weiteren Verlauf seiner Militärkarriere war er als Major (seit 21. September 1907) Flügeladjutant von König Friedrich August III. sowie Militärgouverneur der Prinzen Friedrich Christian und Ernst Heinrich.[3] Nach Ende des Ersten Weltkriegs verblieb er bis 1921 im Dienst und wurde dann als Generalmajor verabschiedet. Für seine Verdienste erhielt O’Byrn u. a. den Hausorden der Rautenkrone.

Bereits 1899 hatte O’Byrn in Dresden Maximilie Marie Gabriele (1874–1954), eine Tochter des sächsischen Kriegsministers Paul von der Planitz, geheiratet. Er verstarb am 1. Juli 1942 in Dresden und wurde auf dem Alten Katholischen Friedhof beigesetzt. Der Dresdner Bildhauer Georg Wrba schuf für sein Grabmal eine Bronzebüste.[4] O’Byrns Grabstätte steht unter Denkmalschutz.

Detailaufnahme von Grabstein und Büste

Eintragungen im Sächsischen Adelsbuch[Bearbeiten]

  1. Bescheid des königlich-sächsischen Ministeriums des Innern, Dresden, 21. April 1904: Aufnahme der Familie O’Byrn in das sächsische Adelsbuch.
  2. Bescheid des königlich-sächsischen Ministeriums des Innern, Dresden, 12. August 1904: Aufnahme der Familie O’Byrn in das sächsische Adelsbuch.
  3. Bescheinigung über die Trauung von Friedrich Konstantin Wenzeslaus O’Byrn und Laura Klara von Ziegesar, Dresden, 18. Oktober 1902.
  4. Bescheinigung über die Taufen von Friedrich August, Alfred Karl und Johann Nepomuk O’Byrn, Dresden, 15. April 1847.
  5. Bescheinigung über die Trauung Johann Nepomuk und Johanna Maria O’Byrn, Dresden, 4. Oktober 1895.
  6. Taufschein Friedrich Eduard Georg O’Byrn, 29. September 1900.
  7. Taufzeugnis Johann Jakob O’Byrn, Dresden, 28. September 1875.
  8. Trauschein Friedrich Eduard Georg O’Byrn und Maximiliane von der Planitz, Dresden, 18. Oktober 1902.
  9. Beglaubigte Abschrift aus dem Adelsbuch für das Königreich Sachsen, Dresden, 11. August 1904.
  10. Bescheid des königlich-sächsischen Ministeriums des Innern, Dresden, 8. Juli 1905: Aufnahme der Familie O’Byrn in das sächsische Adelsbuch.
  11. Sterbeurkunde Johanna Maria O’Byrn, Dresden, 14. März 1913.

(Wiedergabe gemäß dem Familiennachlass im Hauptstaatsarchiv Dresden[2])

Schriften[Bearbeiten]

  • Zur Erinnerung an die 250-jährige Gründung der sächsischen Grenadierbrigade, Dresden 1920.
  • Die Feierlichkeiten in Dresden am 22. und 23. Februar 1932, [Manuskript] Dresden 1932.

(Wiedergabe gemäß dem Familiennachlass im Hauptstaatsarchiv Dresden[2])

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. clanbyrne.com
  2. a b c Hauptstaatsarchiv Dresden: Eintrag 12603 - Familiennachlass O’Byrn und Onlinefindbuch.
  3. Rangliste der Königlich Sächsischen Armee für das Jahr 1912, Hrsg.: Sächsisches Kriegsministerium, Abteilung für die persönlichen Angelegenheiten, C. Heinrich, Dresden 1912, S. 7.
  4. Vgl. dresdner-stadtteile.de.