George Chrystal

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George Chrystal (* 8. März 1851 in Oldmeldrum; † 3. November 1911 in Edinburgh) war ein schottischer Mathematiker

Die Familie Chrystal zog Ende 1862 nach Aberdeen, wo Chrystal die Aberdeen Grammar School besuchte. Ab 1871 studierte er Mathematik und Naturphilosophie in Aberdeen, wurde als bester Student ausgezeichnet und gewann ein Stipendium für das Peterhouse an der Universität Cambridge. Dort wurde er 1875 bei James Clerk Maxwell promoviert, unterrichtete anschließend zwei Jahre lang Mathematik und Physik und arbeitete unter Maxwell an der experimentellen Überprüfung des Ohmschen Gesetzes. Seit 1877 hatte er den Lehrstuhl Mathematik an der Universität St Andrews inne. In St Andrews erstellte er Artikel für die Encyclopaedia Britannica über Themen zur Elektrizitätslehre. 1879 wechselte Chrystal zur Edinburgh Universität, wo er bis zum Ende seiner Karriere blieb.

Chrystal's mathematische Publikationen befassen sich mit vielen Themen, einschließlich der nichteuklidischen Geometrie, Determinanten, Kegelschnitte, Optik und Differentialgleichungen. Zudem verfasste er ein bekanntes Buch zur Algebra (Algebra. An Elementary Text-Book for the Higher Classes of Secondary Schools and for Colleges, ISBN 0-8218-1648-9).

George Chrystal wurde 1880 in die Royal Society of Edinburgh gewählt. Er war Ehrenmitglied der Edinburgh Mathematical Society, an deren Entwicklung er sich maßgeblich beteiligte. Für seine hydrologischen Untersuchungen an den Lochs Earn, Tay und Lubnaig erhielt er den Gunning Victoria Award der Royal Society of Edinburgh. Die königliche Bestätigung zur Verleihung der Royal Medal der Royal Society traf erst zwei Stunden nach seinem Tod ein.

Joseph Wedderburn war sein Schüler.

Quellen[Bearbeiten]