George H. W. Bush

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George H. W. Bush (1989)
Unterschrift G.H.W. Bush

George Herbert Walker Bush, KBE, meist einfach George Bush, (* 12. Juni 1924 in Milton, Massachusetts) ist ein US-amerikanischer Politiker der Republikanischen Partei und war von 1989 bis 1993 der 41. Präsident der USA. Bevor er Präsident wurde, war er unter Ronald Reagan der 43. Vizepräsident der USA. Ebenso war er Abgeordneter im Repräsentantenhaus für Texas, Botschafter der Vereinigten Staaten bei der UNO, Leiter des Verbindungsbüros der USA in China sowie Direktor der CIA.

Er ist der Vater des ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush und des ehemaligen Gouverneurs von Florida, Jeb Bush.

Inhaltsverzeichnis

Frühe Jahre [Bearbeiten]

Der Name George Herbert Walker Bush ist eine Reminiszenz an den Großvater mütterlicherseits, George Herbert Walker. George Bush ist Sohn von Prescott Bush, dem ehemaligen Senator von Connecticut. Er wuchs in Greenwich auf und besuchte die Phillips Academy in Andover, wo er Kapitän des Baseball-Teams war.

George Bush (1943)

Einsatz während des Zweiten Weltkriegs [Bearbeiten]

Nachdem er im Juni 1942 seinen Abschluss gemacht hatte, entschloss er sich aufgrund des Angriffs auf Pearl Harbor, der US Navy beizutreten.[1] Kurz vor seinem 19. Geburtstag wurde ihm der Eid abgenommen, welcher ihn zum damals jüngsten Piloten der US Navy machte.[1] Im September 1943 wurde Bush als Teil einer Grumman TBF-Staffel auf die USS San Jacinto versetzt.[1] Dort war er als fotografischer Offizier eingesetzt[1] und flog mit seinem Flugzeug aufklärende Flüge über feindliches Gebiet. Er war durchaus auch in Luftkämpfe mit Gegnern, unter anderem Japanern, verwickelt. So zwangen die Japaner ihn beispielsweise in einem Luftkampf am 19. Juni 1944 das Flugzeug notzuwassern. Bush konnte von der Besatzung der USS Clarence K. Bronson gerettet werden.[1] Am 1. August wurde er zum Lieutenant Junior Grade befördert.[1] Für sein Verhalten in einem Luftkampf am 2. September erhielt er das Distinguished Flying Cross, das Flugverdienstkreuz.[1] Er führte einen Verbund von 4 Grumman TBF in einen Luftkampf. Er überlebte als Einziger der vier Piloten.[1] Ebenso erhielt Bush 3 Air Medals und die Presidential Unit Citation.[1] Bush flog noch einige Einsätze an verschiedenen Orten, bevor er Anfang 1945 an die Naval Station Norfolk in Norfolk versetzt wurde. Nach der japanischen Kapitulation wurde er im September 1945 ehrenhaft aus der US Navy entlassen.

George und Barbara Bush mit ihrem ersten Sohn George W. (1947)

Studienzeit und Heirat [Bearbeiten]

Am 6. Januar 1945 heiratete er Barbara Pierce. Die beiden haben sechs Kinder:

  • George W., geboren 1946 (der 43. US-Präsident)
  • Pauline Robinson (Robin), geboren 1949, gestorben 1953 an Leukämie
  • John (Jeb), geboren 1953 (1998 bis 2007 Gouverneur Floridas)
  • Neil, geboren 1955
  • Marvin, geboren 1956 und
  • Dorothy, geboren 1959.

Nach seinem Einsatz während des Zweiten Weltkrieges besuchte er die Yale University und wurde Mitglied der akademischen Gemeinschaft Phi Beta Kappa. Bereits vor seinem Kriegseinsatz wurde er an der Yale University akzeptiert[2]. Nach seiner Rückkehr aus dem Krieg und seiner Heirat trat er sein Studium in Yale an.[2] Er schrieb sich in ein spezielles Programm ein, das ihm erlaubte in zweieinhalb Jahren statt vier Jahren sein Studium zu absolvieren.[2] Bush wurde Kapitän der Yale Baseball-Mannschaft.[2] 1948 verließ Bush Yale mit einem Bachelor of Arts in Wirtschaftswissenschaft.[2]

Tätigkeiten in Wirtschaft und Politik [Bearbeiten]

Es gab und gibt kaum Familien in den USA, die derart viele Ämter vereinten: Sein Vater Prescott Bush war Senator, er selbst Präsident und Vize-Präsident, sein Sohn George W. Präsident und Gouverneur von Texas und Sohn Jeb Gouverneur von Florida. Nur die Familie von John Adams und die Kennedys wären vergleichbar. Bush ist der zweite Präsident nach John Adams, dessen Sohn ebenfalls Präsident wurde.

Bush versuchte sich erfolgreich im Ölgeschäft in Texas, er gründete 1953 die Firma Zapata Oil.

Seine politische Karriere begann 1962 als Vorsitzender der Republikanischen Partei im texanischen Harris County. 1964 kandidierte er für den Senat und verlor gegen seinen demokratischen Konkurrenten Ralph Yarborough knapp. 1966 wurde Bush als Abgeordneter eines Bezirks in Houston in das US-Repräsentantenhaus gewählt und 1968 wiedergewählt. 1970, mit Unterstützung Nixons, unternahm einen erneuten Versuch, zum Senator gewählt zu werden. Er scheiterte gegen Lloyd Bentsen, der das Amt bis 1993 innehatte.

In den 1970er Jahren bekleidete er zahlreiche wichtige Ämter: Von 1971 bis 1973 war er US-Botschafter bei der UNO für Präsident Nixon und 1973/74 Vorsitzender des Republican National Committee, 1974/75 Leiter des amerikanischen Verbindungsbüros in Peking für Präsident Ford und damit diplomatischer Vertreter der USA in China sowie in den Jahren 1976 und 1977 Direktor des Geheimdienstes CIA. Von 1977 bis 1979 war Bush einer der Direktoren des Council on Foreign Relations[3], eines der einflussreichsten privaten Think Tanks der USA.

Offizielles Porträt von Präsident Reagan und Vizepräsident Bush 1981

1980 bewarb sich Bush um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner, unterlag jedoch in den Vorwahlen gegen Ronald Reagan. Er gewann allerdings nach Reagan die zweithöchste Anzahl von Bundesstaaten in den Primaries. Reagan bot ihm an, an seiner Seite als Vizepräsident zu kandidieren. Zusammen gewannen sie die Wahl gegen den amtierenden Präsidenten Jimmy Carter und dessen Vizepräsidenten Walter Mondale.

Ronald Reagan und George Bush 1984 im Oval Office

Vizepräsident [Bearbeiten]

Bush orientierte sich als Vizepräsident an der Vizepräsidentschaft von Richard Nixon, der unter Eisenhower als Vizepräsident amtierte. Das bedeutete, er wollte dem Präsidenten loyal und beratend zur Seite stehen und sich nicht auf dessen Kosten profilieren. Im Februar 1984 nahm Bush im Kreml als Vertretung für Präsidenten Ronald Reagan an der Trauerfeier des verstorbenen sowjetischen KPdSU-Generalsekretärs Andropow teil.[4][5]

Bei der Präsidentschaftswahl im November 1984 wurden George H. W. Bush und Ronald Reagan wiedergewählt.

Als Vertretung des Präsidenten reiste er im März 1985 erneut zu einer Trauerfeier[6] nach Moskau. Beim Begräbnis des verstorbenen sowjetischen Generalsekretärs Tschernenko traf er als erster ranghoher US-Vertreter den neuen Generalsekretär Michael Gorbatschow. Bush telegraphierte Reagan, um ihm mitzuteilen, dass es sich bei Gorbatschow um einen neuen Typ von Sowjetführer handelte.

Während Reagan sich im Juli 1985 einer Krebsoperation[7] unterzog, amtierte[8] er für einige Stunden als „Acting President“ gemäß des 25. Zusatzartikel der US-Verfassung. 1988 - Reagan durfte kein drittes Mal kandidieren - bewarb Bush sich um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner und gewann diese. Auf dem Nominierungsparteitag der Republikaner machte er das Versprechen, als Präsident gegen Steuererhöhungen sein Veto einzulegen („Read my lips: no new taxes“ (Lest es von meinen Lippen: Keine neuen Steuern)). Bei der Präsidentschaftswahl 1988 zog Bush mit dem Vize-Kandidaten Dan Quayle in seinen eigenen Wahlkampf, den er gegen die Demokraten Michael Dukakis und Lloyd Bentsen mit 426[9] gegen 111 Wahlmännerstimmen klar gewann. Bei den gleichzeitig stattfindenden Kongresswahlen behielten die Demokraten ihre Mehrheit in beiden Kammern des Kongress.

Präsidentschaft [Bearbeiten]

Bush bei seiner Vereidigung als Präsident 20. Januar 1989

Am 20. Januar 1989 wurde Bush als 41. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. In seiner Rede zur Amtseinführung bekundete Bush seinen Willen zur Überparteilichkeit und betonte die Notwendigkeit der Haushaltskonsolidierung. Außerdem würde die „totalitäre Ära wegfallen, wie Blätter an einem leblosen Baum“.[10][11]

Innenpolitik

Bush Innenpolitik war gekennzeichnet von innenpolitischen Kämpfen um die Reduzierung des Haushaltsdefizit der Vereinigten Staaten. Bush wollte Kürzungen durchsetzen, während der Demokratische Kongress Steuererhöhungen anstrebte. Im Oktober 1990 einigten sich Bush und der Kongress auf einen Kompromiss.[12] Bush stimmte nun doch Steuererhöhungen zu womit er sein Wahlversprechen von 1988 brach. Hintergrund war ein drohender Government Shutdown, eine mögliche Zahlungsunfähigkeit der amerikanischen Bundesregierung, die ohne Einigung aufgrund eines früheren Haushaltsbegleitgesetzes aus dem Reagan-Aera angeordnet war.[13] Die Einigung mit dem Kongress stieß insbesondere bei konservativen und libertären Republikanern um den späteren Sprecher des Repräsentantenhaus Newt Gingrich auf Kritik.[13] In der Umweltpolitik wurde während seiner Amtszeit der Cleen Air Act verabschiedet. 1990 unterzeichnete Bush den Civil Rights Act of 1990, ein Gesetz zur Integration körperlich-behinderter in den Arbeitsmarkt.[14]

Präsident Bush bekommt von Hans-Dietrich Genscher ein Stück der Berliner Mauer überreicht (21. November 1989)
Außenpolitik

Bush war einer der wenigen Präsidenten mit außenpolitischen Erfahrungen. In den 1970er Jahren hatte er für Präsident Nixon als UN-Botschafter und später für Präsident Ford als Leiter des Verbindungsbüros der USA in China gearbeitet. Zum Außenminister nominierte er seinen engen Freund und Wahlkampfmanager James Baker. Zum Nationalen Sicherheitsberater wurde Brent Scowcroft ernannt, der schon als Stellvertreter Kissingers unter Nixon, und Sicherheitsberater für Präsident Ford gedient hatte.

Die erste Herausforderung für Bush war das chinesische Massaker von Tianameng-Square im März 1989. Entgegen der Stimmung in den Vereinigten Staaten und nicht zuletzt aufgrund seiner eigenen Erfahrungen in China entschied sich Bush, unter allen Umständen die chinesisch-amerikanischen Beziehungen aufrechtzuerhalten. Er war der Meinung, es sei für die Zukunft der USA und des Weltfriedens wichtig, Beziehungen zum bevölkerungsreichsten Land der Erde zu halten.

Bush telefoniert bezüglich Operation Just Cause, hier mit Sicherheitsberater Brent Scowcroft and Chief of Staff John H. Sununu, 1989
George H. W. Bush und Michail Gorbatschow bei der Unterzeichnung von START I in Moskau

Zu Beginn seiner Präsidentschaft war in der Vereinigten Staaten und in Westeuropa die Ansicht weit verbreitet, der Kalte Krieg sei durch Gorbatschows Reformpolitik zu Ende. Bush und Scowcroft waren wesentlich zurückhaltendender in ihrer Einschätzung der Situation. Sie begrüßten zwar die Reformbemühungen Gorbatschows, waren aber der Ansicht, der Kalte Krieg sei erst vorbei, wenn die sowjetischen Satellitenstaaten ihre volle Souveränität zurückerlangten, ohne eine Wiederholung der Ereignisse von 1968 (Prager Frühling) befürchten zu müssen.[15] Außerdem befürchteten sie, die weitreichenden Rüstungkontrollvorschläge könnten ohne substantielle Reformen in der Sowjetunion und ohne die Souveränität der Ostblockstaaten mittelfristig die Sowjetunion stärken. Schließlich führten geringere Rüstungskosten zu Stärkung der maroden Sowjetwirtschaft. Stattdessen bekundete Bush die Bereitschaft zur Zusammenarbeit, stellte aber klar, dass dies nur auf Grundlage substantieller Reformen möglich sei. Als im November 1989 die Berliner Mauer fiel, reagierte Bush vorsichtig. Er wollte die Sowjetunion in dieser Situation unter keinen Umständen demütigen und vermeiden, provokativ zu wirken. Einer Reporterin sagte er auf die Anfrage, ob er nicht nach Berlin fahren wolle, um auf der Mauer zu tanzen, er sei kein emotionaler Mensch.

Zu einem Gipfelgespräch traf sich der Präsident mit dem sowjetischen Generalsekretär Michail Gorbatschow am 2. und 3. Dezember 1989 vor Malta. Bush unterstützte Deutschlands Wiedervereinigung als einziger Führer der vier Siegermächte (die beiden anderen waren Margaret Thathcher (GB) und François Mitterrand (F)) unter der Voraussetzung, Deutschland bliebe Mitglied der NATO. Dies wurde indirekt durch die Sowjetunion akzeptiert. Man einigte sich auf den Standpunkt, dass ein vereinigtes Deutschland souverän sei in der Frage seiner Bündniszugehörigkeit. Die Entscheidung kam bei einem Gipfeltreffen zwischen Bush und Gorbatschow in Washington im Mai 1990.

George H. W. Bush und Boris Jelzin bei der Unterzeichnung des START II-Vertrages in Moskau

Am 31. Juli 1991 unterzeichneten Bush und Gorbatschow in Moskau den Start I-Vertrag zur Reduzierung und Kontrolle von Nuklearwaffen. Im Dezember 1989 befahl er eine Militäroperation, „Operation Just Cause“, gegen den mittelamerikanischen Staat Panama[16], ließ dessen diktatorisch regierenden Machthaber Manuel Noriega verhaften und ins Bundesgefängnis nach Florida bringen.

George H. W. Bush überreicht einer Soldatin ihr Diplom, 1991

Im August 1990 überfiel der irakische Diktator Saddam Hussein Kuwait. Bush und Gorbatschow verurteilten den Überfall, mit der Begründung, in der Zeit nach dem Kalten Krieg müsse das Völkerrecht gelten. Nach einem Ersuchen von Saudi-Arabien im August 1990 entsendete Bush Truppen auf die arabische Halbinsel (Operation Desert Shield).[17] Er entschied (gegen den Rat der britischen Premierministerin Thatcher), Kuwait ohne UN-Mandat zu befreien. Die USA strebten eine Verurteilung Iraks im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen an. Im November 1990 verabschiedete der Sicherheitsrat eine Resolution, der Irak eine Frist bis zum 15. Januar 1991 setzte, sich aus Kuwait zurückzuziehen. Kurz vor Ablauf des Ultimatum im Januar 1991 schickte Bush seinen Außenminister James Baker nach Genf, um mit dem irakischen Außenminister über die Möglichkeit eines irakischen Rückzug zu verhandeln. Das Treffen scheiterte. Am 17. Januar 1991 führte eine Koalition aus 28[18] Staaten Luftschläge gegen den Irak (Operation Desert Storm). Nachdem Irak am 28. Februar 1991 die Bedingungen der UNO akzeptierte und mit dem sofortigen, bedingungslosen Rückzug aus Kuwait begann, stellte die Koalition die Kampfhandlungen ein.[19] Obwohl die Möglichkeit bestanden hätte, den Krieg weiterzuführen und Bagdad einzunehmen, entschieden sich Bush und seine Berater dagegen. Sie befürchteten, eine Besetzung des Irak würde die Möglichkeit eines irakischen Bürgerkriegs mit sich bringen, und meinten, Amerika hätte kein Sicherheitsinteresse an der Besetzung des Irak. Sie hofften, Saddam würde in der Nachkriegszeit gestürzt, was nicht eintrat.

Obwohl seine Popularität während und kurz nach dem Krieg stark nach oben schnellte, entstand während des Präsidentschaftswahlkampfes 1992 der Eindruck, Bush hätte den Kontakt zu den alltäglichen Problemen des Landes verloren, die sich durch eine Wirtschaftskrise verschärften. Zwar wurde von den meisten Amerikanern in Umfragen seine außenpolitischen Erfolge anerkannt, doch war mit dem Ende des Kalten Krieges für viele Amerikaner Außen- und Sicherheitspolitik nicht mehr wahlentscheidend. Clinton nutzte dies mit dem Slogan „It’s the economy stupid“. Unpopulär war auch der Bruch seines berühmten Wahlversprechens von 1988 „Read my lips: no new taxes“ (Lest es von meinen Lippen: Keine neuen Steuern) durch die 1990 vorgenommenen Steuererhöhungen. Außerdem bewarb sich der texanische Milliardär Ross Perot als parteiloser Kandidat um die Präsidentschaft, was eine Wiederwahl Bushs angesichts des amerikanischen Mehrheitswahlrechts nahezu unmöglich machte, da Perot insbesondere bei Republikanern populär war. Dies alles waren wesentliche Gründe für seine Niederlage[20] bei der Präsidentschaftswahl 1992 gegen den unerfahrenen, aber dynamisch auftretenden und 22 Jahre jüngeren Bill Clinton. Noch nach der Abwahl war Bush außenpolitisch aktiv: Im Dezember 1992 entsandte Bush Truppen nach Somalia zur Ausführung eines UN-Mandates.[21] Ziel war es, humanitäre Hilfe für die dortige Bevölkerung sicherzustellen (Operation Restore Hope). Am 3. Januar 1993 unterzeichneten Bush und der russische Präsident Jelzin den START II-Vertrag in Moskau, einen Vertrag zur Abrüstung von Nuklearwaffen.

Nach der Präsidentschaft [Bearbeiten]

Barack Obama und George H. W. Bush im Oval Office, Januar 2010

Die Bushs leben heute in Houston, Texas und haben mit Walker’s Point einen Sommersitz bei Kennebunkport, Maine, der schon während der Amtszeit gleichrangig neben dem offiziellen dienstlichen Sommersitz Camp David für Staatsbesuche genutzt wurde. So empfing Präsident Bush dort 1989 den damaligen französischen Präsidenten François Mitterrand. Für seine Verdienste um die Deutsche Wiedervereinigung wurde Bush am 20. Dezember 1993 mit der Sonderstufe des Großkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (höchste Ordensstufe) ausgezeichnet. 1997 nahm Bush an der Feierlichkeiten zum Jahrestag der Deutschen Einheit in Stuttgart teil und hielt eine Rede. Im selben Jahr wurde die Presidential library an der Texas A&M University eingeweiht. Bush wurde 1999 Ehrenbürger von Berlin.[22] Bei den Feierlichkeiten anlässlich des zehnten Jahrestages des Falls der Berliner Mauer am 9. November 1999 hielt Bush zusammen mit Gorbatschow und Kohl eine Rede im Deutschen Bundestag.[23][24][25] Bush erhielt 2008 in Berlin den Henry-Kissinger-Preis für seine Verdienste um die Transatlantische Partnerschaft.[26] 2009 wurde er mit dem Osgar ausgezeichnet.[27] Im November 2009 nahm Bush zusammen mit Gorbatschow und Kohl an den Feierlichkeiten zum 20. Jahrestages des Mauerfalls in Berlin teil. Am 15. Februar 2011 verlieh US-Präsident Barack Obama ihm die Presidential Medal of Freedom - die höchste zivile Auszeichnung der Vereinigten Staaten von Amerika.[28][29][30][31] Nach dem Ausscheiden aus dem Amt 1993 lehnte es Bush ab sich zu Fragen der amerikanisches Alltagspolitik zu äußern. In einem Interview 1998 betonte er die Notwendigkeit einer amerikanisch-chinesischen Zusammenarbeit und rechtfertigte seine Entscheidung die Beziehungen zu China 1989 nicht abgebrochen zu haben.[32] In zwei Abschiedsreden im Dezember 1992[33] und im Januar 1993[34] warnte Bush die USA vor Isolationismus. Seit dem Tode von Gerald Ford im Dezember 2006 ist er der älteste lebende US-Präsident.

Namensgebungen zu Ehren Bushs [Bearbeiten]

George H. W. Bush (rechts) und sein Sohn bei der Taufe des nach George H. W. Bush benannten Flugzeugträgers am 10. Oktober 2006

Siehe auch [Bearbeiten]

Schriften [Bearbeiten]

  • George H. W. Bush: All the Best, George Bush: My Life in Letters and Other Writings. Scribner, New York 1999, ISBN 0-684-83958-X.
  • George H. W. Bush, Scowcroft, Brent: A World Transformed. Knopf, New York 1998, ISBN 0-679-43248-5.

Literatur [Bearbeiten]

  • Ryan J. Barilleaux, Stuckey, Mary E.: Leadership and the Bush Presidency: Prudence or Drift in an Era of Change. Praeger, New York 1992, ISBN 0-275-94418-2.
  • Stephen J. Ducat: The Wimp Factor: Gender Gaps, Holy Wars, and the Politics of Anxious Masculinity. Beacon Press, Boston 2004, ISBN 0-8070-4344-3.
  • Michael Duffy, Goodgame, Dan: Marching in Place: The Status Quo Presidency of George Bush. Simon & Schuster, New York 1992, ISBN 0-671-73720-1.
  • Marlin Fitzwater: Call the Briefing. Times Books, New York 1995, ISBN 978-0-7388-3458-0.
  • John Robert Green: The Presidency of George Bush. University Press of Kansas, Lawrence 2000, ISBN 0-7006-0993-8.
  • Joe Hyams: Flight of the Avenger: George Bush at War. Harcourt Brace Jovanovic, San Diego 1991, ISBN 0-15-131469-1.
  • Kitty Kelley: The Family: The True Story of the Bush Dynasty. Doubleday, London 2004, ISBN 0-385-50324-5.
  • John Podhoretz: Hell of a Ride: Backstage at the White House Follies, 1989-1993. Simon & Schuster, New York 1993, ISBN 0-671-79648-8.
  • Jean Edward Smith: George Bush’s War. Henry Holt & Company, New York 1992, ISBN 0-8050-1388-1.
  • Webster G. Tarpley, Chaitkin, Anton: George Bush: The Unauthorized Biography. Executive Intelligence Review, Washington 1991, ISBN 0-943235-05-7.
  • Timothy Naftali: George H. W. Bush: The american pesidents series: The 41st president: Times Books 2007, ISBN 978-0-8050-6966-2

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: George H. W. Bush – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: George H. W. Bush – Quellen und Volltexte (englisch)

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i Lieutenant Junior Grade George H. W. Bush auf den Seiten des Naval Historical Center
  2. a b c d e Die Schulbildung der Präsidenten bei archives.gov (Englisch)
  3. History of CFR - Council on Foreign Relations
  4. http://pdfarchiv.zeit.de/1984/08/mit-tschernjenko-ganz-zufrieden.pdf
  5. http://www.zeit.de/1984/08/mit-tschernjenko-ganz-zufrieden/seite-1
  6. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8760705.html
  7. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13515649.html
  8. http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=13514724&aref=image036/2006/06/13/cq-sp198503300910093.pdf&thumb=false
  9. U. S. Electoral College
  10. The Avalon Project : Inaugural Address of George Bush
  11. Inaugural Address (January 20, 1989)—Miller Center
  12. Address to the Nation on the Budget (October 2, 1990)—Miller Center
  13. a b Timothy Naftali: George H. W. Bush: The American Presidents Series: The 41st President, 1989-1993
  14. Remarks on the Signing of the Americans with Disabilities Act (July 26, 1990)—Miller Center
  15. Commencement Address at Texas A&M University (May 12, 1989)—Miller Center
  16. Address to the Nation on Panama (December 20, 1989)—Miller Center
  17. Address on Iraq’s Invasion of Kuwait (August 8, 1990)—Miller Center
  18. Address to the Nation on the Invasion of Iraq (January 16, 1991)—Miller Center
  19. Address to the Nation on the Invasion of Iraq (January 16, 1991)—Miller Center
  20. U. S. Electoral College
  21. Address on Somalia (December 4, 1992)—Miller Center
  22. Abgeordnetenhaus von Berlin
  23. German Bundestag: Rede von George Bush (09.11.1999)
  24. Deutscher Bundestag: Rede von George Bush, ehemaliger Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika
  25. http://www.bundestag.de/kulturundgeschichte/geschichte/gastredner/bush_sen/index.html (Video)
  26. Ehrung: George Bush senior mit Kissinger-Preis ausgezeichnet - Aktuelle Nachrichten - Berlin - Berliner Morgenpost - Berlin
  27. http://www.bild.de/politik/2009/george-bush/bekommt-den-bild-osgar-7891656.bild.html
  28. Announcing The 2010 Medal of Freedom Recipients | The White House
  29. Presidential Medal of Freedom given to former president George H.W. Bush, 14 others
  30. 2010 Presidential Medal of Freedom Ceremony - YouTube
  31. 2010 Presidential Medal of Freedom Recipient - President George H.W. Bush - YouTube
  32. Charlie Rose - An hour with George H. W. Bush and Brent Scowcroft about their administration
  33. Remarks at Texas A&M University (December 15, 1992)—Miller Center
  34. Address at West Point (January 5, 1993)—Miller Center