George Town (Penang)

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5.4179527777778100.32961388889Koordinaten: 5° 25′ 5″ N, 100° 19′ 47″ O

Lebuh Pantai (ehemals Beach Street), die Bankenstraße von George Town
Die berühmte "Blue Mansion" eines chinesischen Händlers, heute Museum und Hotel
Khoo Kongsi, Klanhaus der chinesischen Khoo-Familie
Fort Cornwallis
Fort Cornwallis Leuchtturm

George Town ist die Hauptstadt der Insel Penang und des gleichnamigen Bundesstaats in Malaysia. Sie liegt an der nordöstlichen Spitze der Insel und hat 178.358 Einwohner (Stand 1. Januar 2005), überwiegend Chinesen. Rechnet man die Vororte hinzu, die zusammen mit George Town den 119 km² großen Distrikt Timur Laut bilden,[1] leben im Einzugsgebiet der Stadt insgesamt über 520.000 Einwohner (Stand 2010).[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 1786 siedelten sich Händler der britischen Ostindischen Kompanie unter der Führung von Francis Light an. Benannt ist die Stadt nach dem britischen Monarchen Georg III. Die Einheimischen nennen ihre Stadt aber „Penang“.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Innenstadt von George Town befinden sich zahlreiche Moscheen, Kirchen, hinduistische und chinesisch-buddhistische Tempel.

Erwähnenswert sind hier insbesondere die Kapitän Kling Moschee, die älteste Moschee in Penang. Ursprünglich von Mitgliedern der Ostindien-Kompanie Ende des 18. Jahrhunderts erbaut. Im November 1801 erhielt Kapitän Kling, ein prominenter Tamile und muslimischer Kaufmann, 18 Acres Land um eine neue Moschee zu bauen. 1916 ersetzte die gegenwärtige Moschee das alte Gebäude. Hier spiegelt sich islamische Architektur mit dem indischen Einfluss.

Der Hainan Tempel, ursprünglich im Jahre 1866 gegründet. Das heutige Gebäude ist aus dem Jahr 1895, es wurde 1995 restauriert.

Der Goddess of Mercy Tempel, dessen erstes Fundament 1728 von chinesischen Kolonisten gelegt wurde, ist einer der ältesten chinesischen Tempel auf Penang. Er wurde im Jahre 1801 fertiggestellt. Er ist den Buddhisten Kuan Yin und Ma Chor Poh gewidmet. Sein Originalname ist „Kong Hock Keong Tempel“.

Der Arulmigu Mahamariamman Tempel, auch Sri Mahamariamman Tempel oder Mariyamman-Tempel. Der ursprüngliche Sri Mahamariamman Schrein wurde 1833 zu einem Tempel erweitert und ist damit einer der ältesten Hindu-Tempel in George Town. Er ist der Hindu-Gottheit Sri Muthu Mariamman gewidmet. Eine im Innern des Tempels befindliche Statue des Gottes wird jedes Jahr anlässlich des neuntägigen Festes Navarithri in einer Prozession durch den Stadtteil „Little India“ gefahren. Der Mariamman Tempel hat einen 23 Meter hohen Skulpturenturm, auf dem sich 38 Statuen von Hindu-Gottheiten befinden.

Nach der Landung der Briten unter Captain Francis Light im Jahre 1786 erbauten diese hier das „Fort Cornwallis“. Es bestand ursprünglich nur aus Palisaden. 1804 wurde es dann mit massiven Steinmauern versehen. Heute befindet sich in dem Fort ein Freilichtmuseum, sowie eine Freilichtbühne. Die Kanonen stammen ursprünglich aus Holland und wurden an den Sultan von Johor geliefert. Nach einigen Umwegen wurden sie schließlich hier aufgestellt. Nordöstlich des Forts wurde 1882 das „Fort Cornwallis Lighthouse„ errichtet. Es bildete zur Kolonialzeit einen markanten Punkt. 1914 und 1928 wurde der Leuchtturm renoviert und zum Hafen-Leuchtturm umgebaut. Er hat jetzt einen weißen 21 Meter hohen Stahlfachwerk-Turm. Die Sichtweite des Leuchtfeuers beträgt 16 nautische Meilen.

Sehenswert ist auch Khoo Kongsi, das reich verzierte Haus eines chinesischen Familienclans. Das ursprüngliche Haus brannte 1884 vollständig nieder. 1902 wurde ein Neubau errichtet, der allerdings kleiner ist als es das alte Haus war. Chinesische Handwerksmeister verzierten das Haus mit feinen Ornamenten und Schnitzereien. Die Arbeiter hinterließen auch ihre Initialen.

Nahe der Landspitze befindet sich der 18 Meter hohe Uhrturm, der 1897 zum sechzigsten Thronjubiläum von Königin Victoria errichtet wurde.

Im Vorort Air Itam befindet sich mit dem Ke Lok Si der größte chinesische Tempel Malaysias. Er zählt zu den bedeutendsten buddhistischen Anlagen Malaysias.

George Town wird seit 2008 gemeinsam mit Malakka auf der Liste der Weltkulturerbe der UNESCO geführt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

George Town zählt zu den wichtigsten Häfen Malaysias und ist ein Umschlagplatz für Gummi- und Agrarprodukte. Der Ort gewann als Anlegeplatz für Handelsschiffe an Bedeutung, die zwischen dem Kaiserreich China und Indien verkehrten. 1985 wurde eine 13,5 Kilometer lange Schrägseilbrücke zum Festland eröffnet, die „Penang Bridge“. Sie ist die längste Brücke Südostasiens. 2007 wurde mit dem Bau einer weiteren, 24 Kilometer lange Brücke begonnen.

Bildung[Bearbeiten]

Georgetown ist auch Sitz einer Universität und des World Fish Centers.

Religion[Bearbeiten]

George Town ist Sitz des Bistums Penang.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Söhne/Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: George Town, Penang – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistics Yearbook Malaysia 2011: Tables. Department of Statistics Malaysia, 14. Dezember 2012, abgerufen am 11. Oktober 2013 (PDF; 2,64 MB, malaiisch, englisch; Seite 2, PDF-Seite 2).
  2. Statistics Yearbook Malaysia 2011: Tables. Department of Statistics Malaysia, 14. Dezember 2012, abgerufen am 11. Oktober 2013 (PDF; 2,64 MB, malaiisch, englisch; Seite 18, PDF-Seite 17).