Georges-Leygues-Klasse

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Civil and Naval Ensign of France.svg Georges-Leygues (F 70)-Klasse
Jean de Vienne (D643)
Jean de Vienne (D643)
Übersicht
Typ Fregatte
Einheiten 7
Bauwerft

DCN, Brest

Bestellung 1971
Dienstzeit

Seit 1979

Technische Daten
Verdrängung

3.830 t

Länge

139 m

Breite

14 m

Tiefgang

5,7 m

Besatzung

235

Antrieb
Geschwindigkeit

30 kn

Bewaffnung
  • 1 x Creusot-Loire 100 mm Compact
  • 2 x Breda/Mauser 30 mm
  • 2 x Oerlikon 20 mm
  • 4 x 12,7 mm MG
  • 4 x Exocet
  • 1 x Crotale-Starter oder Mk-13-Starter für Standard SM1 MR
  • 2 x Torpedorohre für DTCN L5/MU90
Führungselektronik

Radar:

  • DRBV 51C See-/Luftüberwachung
  • DRBV-26 Luftsuch
  • DRBC-32D Feuerleitung
  • 2 x Decca 1226 Navigation

Sonar:

  • DUBV-23D Bugsonar
  • DUBV-43B tiefenvariabel
  • DSBV-61 Schleppsonar

Optronik:

  • CSEE Panda
Hubschrauber

Zwei Sea Lynx

Die Georges-Leygues-Klasse ist eine Klasse von U-Jagd-Fregatten der französischen Marine.

Allgemein[Bearbeiten]

Die ersten drei Einheiten (Georges Leygues, Dupleix, Montcalm) wurden 1971 in Auftrag gegeben und von 1974 bis 1975 auf Kiel gelegt. Sie wurden 1979, 1981 und 1982 in Dienst gestellt. Vier weitere Einheiten (Jean De Vienne, Primauguet, La Motte-Picquet, Latouche-Treville) folgten zwischen 1984 und 1990. Mit einer geplanten Dienstzeit von 30 Jahren werden die ersten drei Einheiten zwischen 2009 und 2012 außer Dienst gestellt.

Die zwei ersten Einheiten der Georges-Leygues-Klasse sind mit Seezielflugkörpern Exocet MM38 bewaffnet, während die übrigen Einheiten den reichweitenverbesserten MM40 aufweisen. Die Luftabwehr wird durch einen achtfachen Crotale-Starter sowie zwei Simbad Zwillingsstarter für Mistral-Raketen gewährleistet. Als Rohrwaffen dienen wahlweise zwei 30 mm bzw. zwei 20 mm MGs zur Luftverteidigung. Als Teil eines Luftabwehr-Upgrades wurden die ersten vier Einheiten mit je zwei Sadral-Sechsfachstartern für Mistral und zwei 30-mm-Breda/Mauser Geschützen ausgestattet.

Für ihre Primäraufgabe, die U-Jagd, verfügt die Georges-Leygues-Klasse über ein umfangreiches Sonarsystem und zwei feststehende Torpedorohre für den DTCN L5-Torpedo. Weiterhin besitzen die Einheiten (bis auf Georges Leygues) je zwei Sea Lynx Helikopter zur U-Jagd, die mit je zwei Mk 46-ASW-Torpedos bewaffnet sind.

Einheiten[Bearbeiten]

Kennung Name Baubeginn Stapellauf Indienststellung Außerdienststellung Heimathafen
D640 Georges Leygues 16. September 1974 17. Dezember 1976 10. Dezember 1979 30. Juli 2013 Brest
D641 Dupleix 17. Oktober 1975 2. Dezember 1978 13. Juni 1981 Sommer 2014 (geplant) Toulon
D642 Montcalm 5. Dezember 1975 31. Mai 1980 28. Mai 1982 Sommer 2015 (geplant) Toulon
D643 Jean De Vienne 26. Oktober 1979 17. November 1981 25. Mai 1984 Toulon
D644 Primauguet 17. November 1981 17. März 1984 5. November 1986 Brest
D645 La Motte-Picquet 12. Februar 1982 6. Februar 1985 18. Februar 1988 Brest
D646 Latouche-Treville 15. Februar 1984 19. März 1988 16. Juli 1990 Brest

Literatur[Bearbeiten]

  • David Miller, Chris Miller: Moderne Kriegsschiffe. Stuttgart 1990

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Georges-Leygues-Klasse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien