Georges Candilis

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Georges Candilis (auch Georgios Kandylis griechisch  Γεώργιος Κανδύλης, * 9. April 1913 in Baku; † 10. Mai 1995 in Paris) war ein griechischer Architekt, Stadtplaner und Mitglied des Team 10, einer von 1953 bis 1981 bestehenden Architektengruppe, auch Team X oder Team Ten genannt.

Leben[Bearbeiten]

1925 zog er mit seiner Familie von Russland nach Athen, wo er an der Technischen Universität Architektur studierte.

Ab 1945 arbeitete er mit Le Corbusier in Paris zusammen. Dort blieb er und eröffnete 1954 sein eigenes Büro, später (1975) kam ein weiteres Büro in Athen hinzu. Candilis richtete sein Hauptaugenmerk auf den Sozialwohnungsbau, sowie den Wohnungsbau im Allgemeinen. Sein wohl bedeutendstes Gebäude in Deutschland ist das Hauptgebäude der geistes- und sozialwissenschaftlichen Institute der Freien Universität Berlin, das nach einem internationalen Architektenwettbewerb 1963, den Candilis zusammen mit dem Team 10 gewann, ab 1967 ausgeführt wurde. Auf Grund seiner ganz in Cortenstahl ausgeführten, rostroten Aussenfassade wird es in der Berliner Lokalpresse häufig scherzhaft die Rostlaube genannt.

Werke/Projekte[Bearbeiten]

Quartier Mirail in Toulouse
  • Trabantenstadt von Toulouse le Mirail, 1962–1977
  • diverse Schulen in Frankreich
  • Ferienanlagen in Frankreich sowie in anderen europäischen Ländern
  • Bewerbung Athens für die Olympischen Spiele 1996, Städtebaulicher Beitrag der auch bei der späteren Bewerbung berücksichtigt wurde.

Weblinks[Bearbeiten]