Georges Ohnet

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Georges Ohnet

Georges Ohnet, eigentlich Georges Hénot (* 3. April 1848 in Paris; † 5. Mai 1918), war ein französischer Herausgeber, Journalist und Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Als sich nach dem Deutsch-Französischen Krieg die politische Lage wieder normalisiert hatte, berief man Ohnet zum Herausgeber der Pariser Zeitungen Le Constitutionnel und Le Pays. Neben dieser Aufgabe konnte Ohnet aber auch journalistische Arbeiten in verschiedenen anderen Zeitungen und Zeitschriften, wie z. B. Gil Blas, veröffentlichen.

Außerdem schuf Ohnet 1875 in Zusammenarbeit mit Louis Denayrouze das Theaterstück Regina Carpi. Mit dem Bühnenstück Marthe konnten beide zwei Jahre später diesen Erfolg wiederholen.

Ohnet war ein großer Verehrer der Schriftstellerin George Sand und lehnte den zeitgenössischen „realistischen Roman“ vehement ab. Mit seinem Romanzyklus Les batailles de la vie schrieb er sich in die Herzen seines Publikums; die offizielle Literaturkritik lehnte diesen als Trivialliteratur kategorisch ab. Aber auch andere seiner Romane – auch in dramatisierter Form auf der Bühne – fielen bei der Kritik meist durch. Die Auflagen seiner Bücher sprachen eine andere Sprache, und so konnte Ohnet nach einiger Zeit das Chateau Des Bondons bei La Ferté-sous-Jouarre (Département Seine-et-Marne) kaufen.

Georges Ohnet starb fünf Wochen nach seinem 70. Geburtstag am 5. Mai 1918 in Paris und fand dort auch seine letzte Ruhestätte.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Romane
  • Der Steinbruch. Roman („La grande manière“). Engelhorn, Stuttgart 1885 (2 Bde.).
  • Serge Panin. Roman („Serge Panine“, 1881). Reclam, Leipzig 1910.
  • Der Hüttenbesitzer. Roman („Le maître des forges“, 1882). Singer Verlag, Berlin 1933.
  • Sie will. Roman („Volonté“, 1888). Engelhorn, Stuttgart 1888.
  • Letzte Liebe. Roman („Dernier amour“, 1889). Engelhorn, Stuttgart 1889.
  • Das Recht des Kindes. Roman („Le droit de l'enfant“, 1894). Engelhorn, Stuttgart 1894.
  • Die Dame in Grau. Kriminalroman („La dame en gris“, 1895). Hillger Verlag, Berlin 1902.
  • Der König von Paris. Roman („Le roi de Paris“, 1898). Weichert Verlag, Berlin 1913 (3 Bde.).
Theaterstücke
  • Regina Carpi. 1875.
  • Marthe. 1877.
  • Le Colonel Roquebrune. 1896.
  • Les Rouges et les Blanc. 1901.

Literatur[Bearbeiten]

  • Georges Grente: Dictionnaire des lettres françaises Librairie Arthène Fayard, Paris 1998.