Georgi Donkow

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche



Georgi Donkow
Spielerinformationen
Voller Name Georgi Dimitrow Donkow
Geburtstag 2. Juni 1970
Geburtsort SofiaBulgarien
Position Sturm
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1987–1993
1993–1995
1995–1996
1996–1998
1998–2002
2002
2002–2003
2003–2005
2005–2006
2007–2008
Lewski Sofia
Botew Plowdiw
ZSKA Sofia
VfL Bochum
1. FC Köln
Neuchâtel Xamax
Enosis Neon Paralimni
SC Paderborn 07
SV Waldhof Mannheim
FSV Oggersheim
174 (83)
53 (27)
28 (15)
53 (13)
81 (10)
8 (03)
15 (07)
50 (14)
34 (19)
30 (12)
Nationalmannschaft
1993–2000 Bulgarien 10 (2)
Stationen als Trainer
2010–2011
2012–2013
Wacker Burghausen (Co-Trainer)
Wacker Burghausen
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Georgi Dimitrow Donkow (auch Georgi Dimitrov Donkov geschrieben, bulgarisch Георги Димитров Донков, * 2. Juni 1970 in Sofia) ist Fußballtrainer und ehemaliger -spieler. Er ist Deutscher mit bulgarischen Wurzeln.

Spielerkarriere[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

Seine Profikarriere startete Donkow als 17-Jähriger bei Lewski Sofia. Mit diesem Klub wurde er drei Mal Landesmeister und vier Mal Pokalsieger. Von 1993 bis 1995 spielte er bei Botew Plowdiw, wo er in zwei Spielzeiten in der höchsten bulgarischen Liga jeweils den 3. Platz erreichte. 1995 wechselte Donkow zu ZSKA Sofia. Nach der EM 1996 bekam er Angebote vom 1. FC Köln und dem VfL Bochum. Er wechselte schließlich für 1,5 Mio. DM zum VfL Bochum unter Trainer Klaus Toppmöller. Dort etablierte er sich als Stammspieler und Torjäger. In dieser Zeit errang der VfL Bochum mit dem 5. Platz in der Bundesliga seine bis heute beste Platzierung. Im UEFA-Pokal erreichte der Verein das Achtelfinale. Der Stürmer zeigte auch hier seine Torjäger-Qualität (zwei Tore gegen den FC Brügge). 1998 holte Trainer Bernd Schuster den bulgarischen Nationalspieler zum 1. FC Köln. In seinem zweiten Jahr, unter Trainer Ewald Lienen, gelang dem 1. FC Köln der Aufstieg in die Bundesliga, wozu Donkow sechs Tore beisteuerte.

Im Mai 2002 spielte Donkow die Play-offs in der Schweizer Liga mit Neuchâtel Xamax. Von 2002 bis 2003 war er in Zypern bei Enosis Neon Paralimni aktiv. Im Sommer 2003 wechselte Donkow mit 33 Jahren zum Regionalligisten SC Paderborn 07, wo sein Landsmann Pawel Dotschew als Trainer arbeitete. Im zweiten Jahr gelang Donkow mit Paderborn der Aufstieg in die 2. Bundesliga.

2005 bekam Donkow von seinem ehemaligen Fußball-Kollegen Maurizio Gaudino das Angebot, zum SV Waldhof Mannheim zu wechseln. Trotz seiner 19 Tore in 34 Spielen scheiterte der Verein am Aufstieg. 2007 wechselte der Stürmer zum FSV Oggersheim; der Klub stieg aus der Regionalliga Süd ab.

Wegen einer schweren Verletzung beendete Donkow mit 38 Jahren seine Karriere als Profifußballer.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Donkow spielte für alle Jugend-Nationalmannschaften und wurde 1993 erstmals in das A-Nationalteam Bulgariens berufen. Er nahm mit ihr an den Qualifikationsspielen zu den Weltmeisterschaften 1994 und 1998 teil und spielte auch bei der Europameisterschaft 1996. Zu jener Zeit zählten Christo Stoitschkow, Borislaw Michajlow, Emil Kostadinow, Jordan Letschkow, Krassimir Balakow, Petar Hubtschew, Daniel Borimirow und Ljuboslaw Penew zu seinen Mannschaftskollegen.

Trainerkarriere[Bearbeiten]

Im Februar 2009 erwarb Donkow die Trainer-B-Lizenz. Im Sommer 2009 folgte die Ausbildung zum A-Lizenz-Trainer in der Sportschule Hennef. Im Sommer 2012 erwarb er die Fussballlehrer-Lizenz.

Zur Saison 2010/2011 wurde Donkow Co-Trainer bei Wacker Burghausen in der 3. Liga und arbeitete ab August 2010 an der Seite von Mario Basler. Am 14. Mai 2011 wurde Donkov nach dem sportlichen Abstieg von Wacker in die Regionalliga vorübergehend zum Cheftrainer befördert. Er betreute das Team erstmals im Toto-Pokal-Endspiel, wo man SSV Jahn Regensburg 2:1 unterlag.[1] Zur Saison 2011/2012 wurde Donkow bei Wacker Burghause Assistent des neuen Cheftrainers Rudi Bommer. Nachdem Bommer zum Jahreswechsel zum FC Energie Cottbus gewechselt war, arbeitete Donkov als Co-Trainer an der Seite von Reinhard Stumpf. Am 7. Mai 2012 wurde Donkow erneut Cheftrainer des Vereins.[2] Die erste Saison unter Donkov schloss SV Wacker auf dem 8. Tabellenplatz (Punktgleich mit 7. Tabellenplatz). Donkov wurde jedoch am 5. September 2013 entlassen.[3]

Statistik[Bearbeiten]

  • Bundesliga
    53 Spiele; 13 Tore VfL Bochum
    27 Spiele; 1 Tor 1. FC Köln
  • Regionalliga Süd
    6 Spiele; 0 Tore FSV Oggersheim

Erfolge[Bearbeiten]

  • mit Lewski Sofia (1987–1993): dreimal Bulgarischer Landesmeister und viermal Bulgarischer Pokalsieger
  • mit VfL Bochum (1996–1998): 5. Platz in Bundesliga und Achtelfinale im UEFA-Pokal
  • mit 1. FC Köln (1999–2000): Aufstieg in Bundesliga
  • mit SC Paderborn 07 (2004–2005): Aufstieg in 2. Bundesliga
  • mit FSV Oggersheim (2007–2008): Aufstieg in Regionalliga Süd
  • mit der Bulgarischen Nationalmannschaft:
    • 1996 Europameisterschaft 1996 (England)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wacker Burghausen beurlaubt Mario Basler mit sofortiger Wirkung. auf fussball.sv-wacker.de
  2. Donkov neuer Chefcoach in Burghausen. weltfussball.de
  3. SVW und Georgi Donkov gehen getrennte Wege. Mitteilung auf der Homepage des SV Wacker Burghausen vom 5. September 2013. Abgerufen am 5. September 2013.

Weblinks[Bearbeiten]