Georgi Konstantinowitsch Mossolow

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Georgi Konstantinowitsch Mossolow (russisch Георгий Константинович Мосолов, wiss. Transliteration Georgij Konstantinovič Mosolov; * 3. Mai 1926 in Ufa) ist ein ehemaliger sowjetischer Testpilot und Held der Sowjetunion.

Leben[Bearbeiten]

Mossolow kam während des Zweiten Weltkrieges mit Flugzeugen in Kontakt und lernte von 1943 bis 1946 das Segelfliegen in einem Club. Er ging zur Luftwaffe der UdSSR und beendete seine Kampfpilotenausbildung 1948. Zunächst war er als Jagdflieger, dann als Fluglehrer eingesetzt.

Seine besonderen fliegerischen Fähigkeiten erlaubten ihm zwischen 1951 und 1953 eine Ausbildung zum Testpiloten erfolgreich abzuschließen. Mossolow wurde 1959 berühmt, als es ihm am 31. Oktober gelang, mit einer als E-66 bezeichneten Rekordversion der MiG-21 den absoluten Geschwindigkeitsweltrekord (2.388, km/h) für Flugzeuge erstmals in die UdSSR zu holen.[1] Im Jahre 1960 erhielt er den Titel Held der Sowjetunion. Es gelang ihm 1961, auch den absoluten Höhenweltrekord zu brechen (34.174 m). Am 7. Juli 1962 konnte er mit einer Mikojan-Gurewitsch Je-166 den absoluten Geschwindigkeitsweltrekord auf 2.681 km/h erhöhen.

Am 11. September 1962 überlebte Mossolow schwer verletzt (Frakturen beider Arme, eines Beines, Kopfverletzungen) einen Unfall mit einer Je-8 [2], deren Triebwerk sich bei Mach 1,7 zerlegte. Bei einer Geschwindigkeit von ca. 800 km/h rettete er sich mit dem bereits veralteten und nur im ersten Prototypen verbauten Schleudersitz SK. Die Folgen dieser Verletzungen verhinderten eine Wiederaufnahme seiner erfolgreichen Tätigkeit als Testpilot. Er gab seine Erfahrung jedoch als Ausbilder von Testpiloten weiter.

Georgi Mossolow war ein enger Freund des ersten Kosmonauten Juri Gagarin, dem er im März 1961 erstmals auf seinem Heimatflugplatz Schukowski begegnete.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Karl-Heinz Eyermann, Wolfgang Sellenthin: Die Militärluftfahrt der UdSSR. Zentralvorstand der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft, 1967. S. 35.
  2. airspacemag.com: Interview mit G. Mossolow. 22. Januar 2009, abgerufen am 26. Dezember 2010 (englisch).