Gerald Green

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Dieser Artikel behandelt den Schriftsteller Gerald Green. Für den gleichnamigen Basketballprofi siehe Gerald Green (Basketballspieler).

Gerald Green (* 1. Mai 1922 in Brooklyn, New York, als Gerald Greenberg; † 29. August 2006 in Norwalk im Fairfield County, Connecticut) war ein US-amerikanischer Schriftsteller.

Gerald Green absolvierte an der Columbia University sein Studium zum Journalismus. In seiner Studienzeit war er Mitglied in der akademischen Gemeinschaft Phi Beta Kappa. Während des Zweiten Weltkrieges diente er im amerikanischen Militär und kehrte anschließend nach Columbia zurück. Gerald arbeitete nach seiner Studienzeit als Korrespondent in Europa für das amerikanische Militärmagazin Stars and Stripes, bis er einer der ersten Nachrichtenschreiber des Fernsehsenders NBC wurde. Danach wurde er Mitglied der Today Show, wo er als Schreiber, Produzent und Direktor tätig war.

1950 erschien sein erster Roman Majesty O’Keefe. 1956 wurde der Roman The Last Angry Man veröffentlicht, der seine Erfahrungen im Fernsehen und die Liebe zu seinem Vater widerspiegelt, der 1952 starb. Weitere Bücher von ihm sind The Sword, The Sun und The Hostage Heart. Bekannt wurde sein Roman Holocaust[1] Dieser Roman war Grundlage eines Drehbuches. 1978 wurde sein sehr bekanntes Fernsehspiel Holocaust, das eine Emmy-Auszeichnung gewann, in den USA uraufgeführt, 1979 in der BRD. Vorbild für die Romanfigur des Malers Karl Weiss war der deutsche Zeichner Leo Haas.[2]

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1978: Holocaust
  • 1981: Tod auf dem Campus (Kent State)
  • 1985: Raoul Wallenberg (Wallenberg: A Hero's Story)
  • 1988: Der Todesengel (Fatal Judgement)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gerald Green (Dt. Übers. von Helmut Kossodo): Holocaust, „Die Endlösung“, Heyne-Verlag, München, 1987, ISBN 3-453-01185-6
  2. Wolf H. Wagner: Der Hölle entronnen. Stationen eines Lebens. Eine Biografie des Malers und Graphikers Leo Haas, Henschel Verlag, Berlin, 1987, ISBN 3-362-00147-5, Seite 81: „Als der US-amerikanische Autor Gerald Green in den siebziger Jahren für sein Buch über die Maler des Ghettos recherchierte, stieß er auf die »Affäre«. Er befragte auch Leo Haas und verwandte dessen Geschichte für die Person des Karl Weiß in seinem Roman »Holocaust« sowie im Drehbuch zum gleichnamigen Film.“