Gerald Strickland, 1. Baron Strickland

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Gerald Strickland, 1. Baron Strickland

Gerald Strickland, 1. Baron Strickland (* 24. Mai 1861 in Valletta; † 22. August 1940 in Attard, Malta) war ein britischer Kolonialbeamter, Politiker sowie maltesischer Politiker und Premierminister von Malta.

Studium und frühe politische Tätigkeiten in Malta[Bearbeiten]

Nach dem Studium in Malta, Großbritannien und Italien nahm er früh am politischen Leben Maltas teil. So war er Begleiter einer Delegation um Fortunato Mizzi, die in London um die Errichtung einer Gesetzgebenden Versammlung bat. Das Ergebnis dieser Bitte war die neue Verfassung des Jahres 1887. Noch im gleichen Jahr wurde er dann als Vertreter des Adels und der Landbesitzer in den Regierungsrat gewählt. Von 1888 bis 1902 war er dann Leitender Regierungssekretär.

Strickland war zudem Eigentümer und Direktor einer Druckereigesellschaft sowie der Tageszeitung „The Times of Malta“.

Britischer Kolonialbeamter und Politiker[Bearbeiten]

1902 trat Gerald Strickland in das britische Kolonialministerium (Colonial Office) ein. Zunächst war er bis 1904 Gouverneur der Leeward Islands in Westindien. Anschließend ging Strickland nach Australien und wurde nacheinander Gouverneur von Tasmanien (1904 bis 1909), Western Australia (1909 bis 1912) sowie von New South Wales (1912 bis 1917). 1924 war er zudem als Vertreter der Conservative Party Mitglied des britischen Unterhauses für den Wahlkreis Lancaster.

Oppositionsführer und Premierminister[Bearbeiten]

Nach der Rückkehr nach Malta nach der Garantie der Selbstverwaltung gründete Strickland 1921 die Anglo-Maltese Party, die sich nach wenigen Monaten mit der Maltese Constitutional Party (MCP) zur Conservative Party (CP) unter seinem Vorsitz zusammenschloss. Als solcher war er von 1921 bis 1927 Oppositionsführer.

Bei der Parlamentswahl 1927 erzielte seine CP die Mehrheit, so dass er die sogenannte „kompakte“ Allianz der Regierung der Labour Party mit seiner CP beenden konnte. Von August 1927 bis Juli 1932 war er dann als Nachfolger von Ugo Pasquale Mifsud. Während seiner Amtszeit war die Errichtung des St. Luke’s Hospital eines seiner wichtigsten Projekte. Andererseits führte die Einführung des Briefpatents zu einem erheblichen Konflikt mit dem Senat sowie später mit den kirchlichen Autoritäten. Dieses führte schließlich zum Verfassungsstreit 1930.

Nach der Wahlniederlage gegen Mifsud im Juli 1932 wurde er erneut Oppositionsführer. Dieses Amt behielt er bis zur vorläufigen Beendigung der Selbstverwaltung im November 1933. Nach der erneuten Garantie der Selbstverwaltung durch die neue Verfassung wurde er 1939 zum Vorsitzenden der gewählten Mehrheitsfraktion im Regierungsrat gewählt.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]


Vorgänger Amt Nachfolger
Sir Henry Jackson Gouverneur der Leeward Islands
1902–1904
Sir Clement Knollys