Geraldo Geraldes, o Sem Pavor

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Geraldo im Stadtwappen von Évora

Geraldo Geraldes (genannt Geraldo Sem-Pavor oder Geraldo, O Sem Pavor, zu Deutsch: Geraldo der Furchtlose) war ein Abenteurer, der während der Reconquista der portugiesischen Gebiete als Anführer von städtischen Milizen im Alentejo mehrere Städte von maurischer Herrschaft befreite.

Geraldo ist eine kontroverse Figur der portugiesischen Geschichte. Einerseits wird er als Held der portugiesischen Reconquista und wichtiger Helfer des ersten Königs von Portugal, Afonso Henriques, ja sogar als eine Art portugiesischer Cid, gefeiert, andererseits vermuten einige portugiesische Historiker, dass er als Anführer einer Bande von Räubern und Abenteurern, die eines Tages beschlossen hatten, sich zu rehabilitieren und weniger für die portugiesische Sache, sondern vielmehr auf eigene Faust und für den eigenen Vorteil kämpfte, gesehen werden müsse. Der Historiker Prof. José Hermano Saraiva dagegen behauptet, dass Geraldo nur oberflächlich gesehen für sich selbst arbeitete, in Wirklichkeit aber dem König Afonso Henriques einen großen Dienst erwies, indem er in Gebieten kämpfte, in denen politische Kompromisse (u.a. mit dem König von Kastilien) den Monarchen davon abhielten, selbst zu operieren.

Im Jahre 1161 begann die christliche Offensive in den Gebieten des Alentejo, die bis ins Jahr 1167 andauerte. Während dieser Periode wurden die Angriffe nicht vom portugiesischen König oder seinen Militärs angeführt, sondern von städtischen Truppen, die von lokalen Anführern, wie zum Beispiel Fernando Gonçalves aus Santarém, der Beja im Jahre 1162 einnahm, angeführt wurden. Geraldo eroberte im November des Jahres 1165 Évora zurück und hat darüber hinaus nahezu alle anderen Burgen im Alentejo wiedererobert und somit einen großen Beitrag zur Erweiterung des jungen portugiesischen Reiches geleistet. Sicher ist, dass die Taktik der steten Überraschungsangrife auf die von den Mauren besetzten Burgen äußerst erfolgreich war.

Im Jahre 1166 bezog er das Castell von Juromenha, von wo aus er konstante Angriffe auf Badajoz, das wichtigste militärische Zentrum des arabischen Andalusien lenkte. Diese Operation sollte sich im Jahre 1169 als militärisches Desaster erweisen, nicht nur für Geraldo selbst, der als Konsequenz fast alle seine Besitztümer verlor, sondern auch für den portugiesischen König Afonso Henriques.

Eine Quelle behauptet noch, dass sein abenteuerliches Naturell Geraldo als eine Art Spion im Auftrag von Afonso Henriques in das maurische, später portugiesische Ceuta, an der Küste Nordafrikas, geführt habe. Dort soll er, als seine geheime Mission den Arabern bekannt wurde, hingerichtet (1170/1174) worden sein.

Als zentrale Figur der Ikonographie der Stadt Évora wurde er im Stadtwappen, als Reiter mit gezücktem Schwerte, verewigt.