Geraldo Rivera

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Geraldo Rivera (2010)

Geraldo Michael Riviera (* 4. Juli 1943 in Brooklyn) ist ein US-amerikanischer Rechtsanwalt, Journalist, Autor, Reporter und TV-Moderator. Seit 2005 führt er durch die Sendung Geraldo at Large auf dem Fox News Channel.

Leben[Bearbeiten]

Seine Mutter Lillian Friedman war eine aschkenasische Kellnerin, sein Vater Cruz „Allen“ Rivera (1915–1987) ein puerto-ricanischer Taxifahrer. Von 1961 bis 1963 besuchte er das State University of New York Maritime College, wo er Mitglied des Ruder-Teams war.[1] [2] 1969 erhielt er seinen J.D. an der Brooklyn Law School.[3] Er ist Mitglied der Verbindung Tau Delta Phi.

Während er als Anwalt für eine Gruppe New Yorker Puertoricaner Aktivisten tätig war, erweckte er die Aufmerksamkeit des Nachrichten-Produzenten Al Primo, der ihm einen Job als Reporter anbot.[4] Im Sommer 1970 besuchte er kurz die Columbia University Graduate School of Journalism.

Geraldo Rivera begann bei WABC-TV in New York City als Reporter für die Eyewitness News. 1972 erntete er landesweite Aufmerksamkeit und gewann einen Peabody Award[5] für seinen Bericht über die Vernachlässigung und Missbrauch von geistig behinderten Patienten auf Staten Island. Nachdem John Lennon Riveras Bericht über die Willowbrook-Patienten gesehen hatte, organisierte er mit Rivera ein Benefiz-Konzert „One to One“, das 1986 als Live in New York City veröffentlicht wurde.

Als Elvis Presley 1977 starb, berichteten mehrere Medien fälschlich, dass er an einem Herzinfarkt gestorben sei. Rivera untersuchte Presleys Medikamenten-Verschreibungen und schloss daraus, dass er am Medikamenten-Konsum gestorben sei. Als Folge daraus widerriefen die medizinischen Aufsichtsbehörden von Tennessee später die Zulassung von Dr. George C. Nichopoulos wegen übermäßiger Verschreibung.

2008 veröffentlichte Rivera ein Buch mit dem Titel His Panic: Why Americans fear Hispanics in the U.S.[6] Kurt Vonnegut erwähnt Rivera wiederholt in mehreren seiner Romane, darunter Palm Sunday und Fates Worse than Death, nie in einem positiven Licht. Rivera war mit Vonneguts Tochter Edith verheiratet und wurde 1974 geschieden.

In den letzten beiden Folgen der US-Comedyserie Seinfeld sowie in zwei Folgen von Mein Name ist Earl spielt Rivera sich selbst. Außerdem tritt er in der zweiten Folge der Serie Southpark auf. Einen weiteren Gastauftritt hatte er in der US-Krimiserie Nash Bridges wo er ebenfalls sich selbst als Moderator spielte.

Am 23. März 2012 erreichte Rivera Aufmerksamkeit, als er die Erschießung des jungen Schwarzen Trayvon Martin darauf zurückführte, dass dieser einen Kapuzenpullover getragen habe. Später entschuldigte er sich dafür.[7]

Im Jahr 2013 erwog Rivera, der Mitglied der Republikanischen Partei ist, eine Kandidatur für den Senat der Vereinigten Staaten in New Jersey.[8] Letztlich verzichtete er aber darauf.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sailing Book (continues) auf Geraldo.com
  2. Fort Schuyler Maritime Alumni Association
  3. Rivera, Geraldo
  4. Urban Legend about Geraldo Rivera's name being changed from Jerry Rivers
  5. Ron Powers: The Newscasters: The News Business as Show Business. St. Martin's Press, New York: 1977, S. 185.
  6. npr.org
  7. MJ Lee: Geraldo Rivera: My own son ashamed of me. Politico. 23. März 2012. Abgerufen am 28. März 2012.
  8. The New York Times: Fox News Monitors Geraldo as He Mulls Political Office (4. Februar 2013)