Gerben Karstens

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Gerben Karstens 2008

Gerben Karstens (* 14. Januar 1942 in Voorburg) ist ein ehemaliger niederländischer Radrennfahrer und Olympiasieger.

Bei den Olympischen Spielen 1964 in Mexiko errang Gerben Karstens die Goldmedaille im Mannschaftszeitfahren gemeinsam mit Evert Dolman, Bart Zoet und Jan Pieterse. Im Einzel-Straßenrennen belegte er Rang 27.

Schon als Amateur hatte Karstens mit kleineren Erfolgen auf sich aufmerksam gemacht, so gewann er 1964 die Ronde van Noord-Holland und errang Etappensiege bei der Tour de l’Avenir und bei der Belgien-Rundfahrt.

Nach dem Olympischen Spielen wurde Gerben Karstens Profi, Beiname „De Notariszoon uit Leiden“, Profi und war bis 1980 als Rennfahrer in verschiedenen Disziplinen aktiv. 1965 gewann er das Rennen Paris-Tours, 1966 die Acht van Chaam und wurde Niederländischer Meister im Straßenrennen. 1968 gewann er den Grand Prix de Fourmies und 1974 bei der Tour du Haut-Var. 1965 belegte er bei der Lombardei-Rundfahrt den zweiten Platz hinter Tom Simpson.

Zehnmal nahm er an der Tour de France teil, einmal am Giro d’Italia und sechsmal an der Vuelta a España, wobei ihm als herausragendem Sprinter mehrfach Etappensiege gelangen. Von 1976 bis 1978 fuhr er im TI-Raleigh-Team unter Peter Post gemeinsam mit Fahrern wie Dietrich Thurau und Gerrie Knetemann.

Bei der Tour de France 1974 errang Karstens bei der vierten Etappe den zweiten Platz, vergaß aber, zum Dopingtest zu gehen. Er wurde auf den letzten Platz zurückgesetzt und bekam eine Zehn-Minuten-Zeitstrafe. Am Tag darauf wurde die Strafe zurückgenommen, und er konnte das Gelbe Trikot von Eddy Merckx übernehmen.

72mal startete Karstens auch bei Sechstagerennen und gewann 1973 in London sowie 1975 in Rotterdam mit Leo Duyndam. Bei diesen Rennen war er bekannt dafür, dass er das Publikum mit Kunststücken auf dem Rad wie einem Handstand unterhielt.[1] Beim Sechstagerennen 1980 in Montréal nahm er seinen Abschied vom aktiven Radsport.

Vor seiner Radsport-Laufbahn war Gerben Karstens auch ein hervorragender Eisschnellläufer.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Peter Ouwerkerk: Op de Rotterdamse latte, Rotterdam 2006, S. 146.

Literatur[Bearbeiten]

Gian Paolo Porreca: Ti raccomando Raas, 1996

Weblinks[Bearbeiten]