Gerbera

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Gerbera
Gerbera jamesonii

Gerbera jamesonii

Systematik
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Mutisioideae
Gattung: Gerbera
Wissenschaftlicher Name
Gerbera
L.

Gerbera ist der botanische und zugleich der deutsche Name einer Pflanzengattung und ihrer Züchtungen. Die Gattung gehört zur Pflanzenfamilie der Korbblütler (Asteraceae).

Verbreitung[Bearbeiten]

Die Verbreitung ist altweltlich. Heute kommen etwa 30 Arten in der Natur vor, vor allem in Afrika, Madagaskar und im tropischen Asien. Die meisten Arten gibt es in Südafrika (Capensis). Acht Arten gibt es nur auf Madagaskar und etwa sechs Arten sind in Asien beheimatet.

Die zahlreichen Züchtungen sind meistens Kreuzungen zwischen Gerbera jamesonii und anderen südafrikanischen Gerbera-Arten wie Gerbera viridifolia. Die Kreuzungen werden Gerbera-Hybriden genannt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Gerbera-Arten und -Sorten sind mehrjährige, nicht winterharte krautige Pflanzen. Es werden Rhizome als Überdauerungsorgane ausgebildet. In grundständigen Rosetten stehen die meist fiederteiligen oder einfachen Laubblätter zusammen. Die Blattränder sind einfach, gezähnt bis gesägt. Die Blätter können behaart oder unbehaart sein.

Einzeln an langen blattlosen Stängeln stehen die körbchenförmigen Blütenstände. Es sind zwei bis drei Reihen von Hüllblättern vorhanden. Spreublätter fehlen. Die äußeren Blüten sind weiblich meist mit Staminodien, die inneren sind zwittrig oder funktional männlich. Die Kronröhre endet zweizipfelig. Die Achänen sind vier- bis zehngerippt mit einem Pappus.

Floristische Verwendung[Bearbeiten]

Zur Stabilisierung des Stängels werden die Stängel der Gerbera-Blüten mit einem Blumendraht spiralig umwunden, der oben in den Blütenkorb eingestochen wird oder er wird anders stabilisiert. Gerbera sind mit anderen Schnittblumen in Vasen gut verträglich.

Geschichte der Gerbera[Bearbeiten]

Vor 1737 ist die Gerbera als Afrikanische / Äthiopische Aster bekannt; im Jahre 1737 wurde sie erstmals vom Holländer Jan Frederik Gronovius beschrieben und erhielt von ihm zu Ehren des Mediziners und Botanikers Traugott Gerber (1710–1743) den Namen „Gerbera“. Ein Jahr später nahm dessen Freund Carl von Linné die Art in seine Systematik auf.

1884 fand Robert James, ein Pflanzenhändler aus Durban in Südafrika, die Art auf den Goldfeldern von Barberton in Transvaal. Er schenkte die „Barberton Daisy“, das Barberton-Gänseblümchen, dem Botanischen Garten in Durban; dessen Leiter erkannte in ihr die Gerbera. 1886 gelangte ein erstes Herbar-Exemplar in den königlichen Garten nach Kew bei London. 1889 wurden die ersten Gerbera registriert, beschrieben und der Öffentlichkeit vorgestellt. Diese erste wissenschaftliche Beschreibung stammt von J.D. Hooker im Curtis Botanical Magazine. Er beschreibt die südafrikanische „Barberton Daisy“ (heute Gerbera jamesonii).

1890 begannen erste Kreuzungsversuche durch Irwin Lynch am Botanischen Garten von Cambridge. 1893 gelangten die Gerbera nach Deutschland.

Die Gerbera gehört heute weltweit zu den beliebtesten Schnittblumen. Es gibt etwa 45 Arten mit diversen Hybriden. Seit den 1990er Jahren werden einige Sorten auch als Zimmerpflanzen angeboten. 2009 begannen Händler eine Art der Gerbera anzubieten, welche winterhart ist (Garvinea ®). Sie kann im Freien ungeschützt jedoch nur bis −5 °C überwintern.[1]

Artenliste[Bearbeiten]

Gerbera Jamesonii
Gerbera viridifolia

Es gibt etwa 30 Gerbera-Arten:[2]

Bilder[Bearbeiten]

Hybriden, Schnittsorte:

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. http://www.gartenfreunde.ch/kurz-vorgestellt/winterharte-gerbera.php [1]
  2. Katinas L., Pruski J., Sancho G., Tellería M. C. 2008: The subfamily Mutisioideae (Asteraceae). The Botanical Review 74: 469–716. – doi:10.1007/s12229-008-9016-6

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gerbera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien