Gerberoy

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Gerberoy
Wappen von Gerberoy
Gerberoy (Frankreich)
Gerberoy
Region Picardie
Département Oise
Arrondissement Beauvais
Kanton Songeons
Koordinaten 49° 32′ N, 1° 51′ O49.5341666666671.8497222222222175Koordinaten: 49° 32′ N, 1° 51′ O
Höhe 111–201 m
Fläche 4,51 km²
Einwohner 88 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 20 Einw./km²
Postleitzahl 60380
INSEE-Code
Website www.gerberoy.fr
.

Gerberoy ist eine französische Gemeinde mit 88 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Oise in der Region Picardie. Sie gehört zum Arrondissement Beauvais und zum Kanton Songeons.

Gerberoy ist als eines der Plus beaux villages de France (schönste Dörfer Frankreichs) klassifiziert[1].

Herkunft des Ortsnamens[Bearbeiten]

Gerboredum 1015, germanischer Personenname: Gerbold und Keltisch rito- Furt (z.B.:Kymrisch rhyd Furt). Dieses Wort hat auf Pikardisch als roy (z.B. im Dorfnamen Roy-Boissy 10 km weit von Gerberoy) sehr lange überlebt. Viele gallische Städte enthielten das Sprachelement rito-: Augustoritum (Limoges), Novioritum (Niort), u.s.w. Gerberoy liegt zwar nicht in einem Tal, aber das Dorf ist vielleicht infolge unvorhergesehener Umständnisse (Überschwemmung des Thérain, Krieg) verlegt worden.

Geschichte[Bearbeiten]

885 ließ Foulques, erster Herr von Gerberoy, Vasall des Grafen von Beauvais, die erste steinerne Burg bauen, und ersetzt dadurch eine aus Holz. 912 erlangte durch den Vertrag von Saint-Clair-sur-Epte die Festung, die an der normannischen Grenze liegt, strategische Bedeutung.

Ende Januar oder Anfang Februar 1079 trifft Wilhelm der Eroberer bei Gerberoy auf seinen aufständischen Sohn Robert Courteouse, der sich in der Burg verschanzt hat; bei einem Ausfall wird Wilhelm verwundet. Während des Hundertjährigen Kriegs findet 1435 hier die Schlacht von Gerberoy statt. Im Zuge der Französischen Revolution wurde Gerberoy 1793 aus antiroyalistischen Gründen in Gerbe la Montagne umbenannt, weil „-roy“ (mod. roi) als „König“ interpretiert wurde.

Heute wird der Ort vor allem durch Touristen genutzt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

(nur Einwohner mit Erstwohnsitz)

  • 1962: 93
  • 1968: 113
  • 1975: 108
  • 1982: 108
  • 1990: 136
  • 1999: 111

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Der Park Jardins Henri Le Sidaner
  • Die Stiftskirche Saint-Pierre, 11. und 15. Jahrhundert
  • Das Rathaus Halle-Hôtel de ville, 18. Jahrhundert
  • Das Ortsmuseum Musée communal

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gerberoy auf Les plus Beaux Villages de France (französisch)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gerberoy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien