Gerbmittel

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Gerbmittel sind Stoffe oder Stoffgemische, die gerbend wirksame Substanzen in verwertbarer Menge enthalten. Gerbmittel dienen z. B. dem Überführen tierischer Haut in Leder. Man unterscheidet zwischen pflanzlichen, synthetischen organischen und anorganischen Gerbmitteln.

Pflanzliche Gerbmittel[Bearbeiten]

Hölzer, Rinden, Blätter, und insbesondere Gallen (krankhafte, durch Stiche der Gallwespe ausgelöster Auswuchs an Pflanzenteilen) oder deren wässrige Extrakte (Gerbextrakte), die Gerbstoffe, z. B. Tannine, ungenau auch Gerbsäuren genannt, enthalten.[1]

Synthetische Gerbmittel[Bearbeiten]

Organische Gerbmittel[Bearbeiten]

Die synthetischen organischen Gerbmitteln werden oft aus Phenolen hergestellt. Es werden auch verschiedene andere Organika als Gerbmittel benutzt, z. B. Aldehyde oder ungesättigte Fettstoffe (Trane).[1]

Anorganische Gerbmittel[Bearbeiten]

Basische Chrom(III)salze, Zirkoniumsalze, polymere Phosphate etc., die bisweilen nicht im engeren Sinne als Gerbmittel klassifiziert werden, entfalten dennoch unter geeigneten Bedingungen gerbende Wirkung.[1] Dafür ist eine Reaktionsfähigkeit mit dem Kollagen (ein Protein mit hohem Anteil der Aminosäuren L-Prolin und L-Hydroxyprolin) in der tierischen Haut erforderlich.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Brockhaus ABC Chemie, VEB F. A. Brockhaus Verlag Leipzig 1965, S. 467.