Gerbrunn
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Unterfranken | |
| Landkreis: | Würzburg | |
| Höhe: | 244 m ü. NN | |
| Fläche: | 4,58 km² | |
| Einwohner: |
6.491 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 1417 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 97218 | |
| Vorwahl: | 0931 | |
| Kfz-Kennzeichen: | WÜ | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 6 79 136 | |
| Gemeindegliederung: | 2 Ortsteile | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Stefan Wolfshörndl (SPD) | |
| Lage der Gemeinde Gerbrunn im Landkreis Würzburg | ||
Gerbrunn ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Würzburg und liegt drei Kilometer von der Stadt Würzburg entfernt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Die politische Gemeinde Gerbrunn hat zwei amtlich benannte Ortsteile[2]:
- Gerbrunn
- Gieshügel
[Bearbeiten] Etymologie
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Der Ortsname stammt aus einer Zusammensetzung von Ger (v. ahd. gêr „Wurfspieß“), weil der Ort auch topografisch bedingt in seiner Entstehungszeit dieser Form ähnlich sah, und Brunnen, nach dem Brunnen, der heute noch im Altort nahe dem Rathaus aktiv ist. Der Ziehbrunnen ist seit dem Jahr 1660 durch ein Siegel des Gerichts Gerbrunn überliefert.
Einer anderen Überlieferung zufolge hängt das "Ger" im Namen Gerbrunn nicht mit dem germanischen Wurfspieß zusammen, sondern vielmehr mit einer begüterten fränkischen Adeligen namens Gerwine, die im Ortsgebiet Gerbrunns einen Brunnen besaß ("Gerwines Brunnen").
[Bearbeiten] Geschichte
Gerbrunn wurde im Jahre 1107 erstmalig urkundlich erwähnt. Als Teil des Hochstiftes Würzburg wurde Gerbrunn 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert, dann im Frieden von Preßburg (1805) Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen, mit welchem es 1814 endgültig an Bayern zurückfiel. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Nördlich von Gerbrunn befindet sich die „Römerbrücke“, die im 18. Jahrhundert unter Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim erbaut nach nur einem Jahr wegen Baufälligkeit wieder aufgegeben wurde. Sie hätte die Straßenverbindung Frankfurt - Nürnberg - Wien verbessern sollen.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
- 1970: 4037 Einwohner
- 1987: 5791 Einwohner
- 2000: 6180 Einwohner
- 2007: 6800 Einwohner
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Die Kommunalwahl vom 2. März 2008 führte bei einer Wahlbeteiligung von 55,3 % zu folgendem Ergebnis:[3]
| Partei / Liste | CSU | SPD | FWG |
|---|---|---|---|
| Sitze | 6 | 8 | 6 |
| Stimmenanteil | 31,3 % | 39,2 % | 29,4 % |
[Bearbeiten] Bürgermeister
Bürgermeister ist Stefan Wolfshörndl (SPD). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Hans Lorke (Freie Wahlgemeinschaft) und 2008 wiedergewählt.
[Bearbeiten] Gemeindefinanzen
Im Jahr 2009 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 3.905.000 Euro, davon waren 487.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).
[Bearbeiten] Wappen
Das Wappen der Gemeinde Gerbrunn ist durch zwei Bogenlinien in drei Felder aufgeteilt: Rechts oben befindet sich das Stammwappen des Adelsgeschlechts Castell, Ortsherren von 1212 bis 1625, links oben sieht man den Fränkischen Rechen, im unteren Feld ist auf blauem Grund ein Brunnen abgebildet, der auf den Ortsnamen hinweist.
[Bearbeiten] Partnergemeinden
- Černošice, Tschechien
- Leśnica in Oberschlesien, Polen
- Mathieu in der Normandie, Frankreich
- Molsheim im Elsass, Frankreich
- Themar in Thüringen, Deutschland
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 23, im produzierenden Gewerbe 332 und im Bereich Handel und Verkehr 250 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 260 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1893. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 1 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 10 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 962 ha, davon waren 950 ha Ackerfläche und 3 ha Dauergrünfläche.
[Bearbeiten] Sport
Die Fußballmannschaft des TSV Gerbrunn war in der Saison 2003/04 als Bayernpokalfinalist für den DFB-Pokal qualifiziert. Gegen den Zweitligisten Wacker Burghausen verlor der Neuntligist sein Erstrundenspiel 0:14 - ebenso hoch wie kurz zuvor das Bayernpokal-Endspiel gegen den Oberligisten TSV Aindling.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
Gerbrunn ist Heimatort der Opernsängerin Waltraud Meier und des vierfachen Schwimmweltmeisters Thomas Lurz. Auch der ehemalige deutsche Meister über 5000m und die 10 000m der Leichtathletik Oliver Dietz wuchs in Gerbrunn auf.
[Bearbeiten] Weblinks
- Webpräsenz der Gemeinde
- Gerbrunn: Wappengeschichte vom HdBG
- Gerbrunn: Amtliche Statistik des LStDV (PDF; 1,05 MB)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111110/181105&attr=OBJ&val=1791
- ↑ Statistik kommunal 2010: Gerbrunn
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