Gerd Binnig

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gerd Binnig

Gerd Karl Binnig (* 20. Juli 1947 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Physiker und Nobelpreisträger.

Leben[Bearbeiten]

1966 absolvierte Gerd Binnig sein Abitur am Rudolf-Koch-Gymnasium in Offenbach am Main. Im Jahr 1978 wurde er in Physik mit einer Arbeit über „Tunnelspektroskopie an supraleitendem (SN)x“ an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main promoviert.

Binnig entwickelte mit dem Schweizer Heinrich Rohrer im IBM-Forschungslabor bei Zürich 1981 das Rastertunnelmikroskop. Im Jahr 1983 erhielt er dafür den Otto-Klung-Preis als bester deutscher Nachwuchswissenschaftler im Fach Physik.

1986 erhielten Binnig und Rohrer zusammen mit Ernst Ruska den Nobelpreis für Physik für die Entwicklung des Rastertunnelmikroskops. Prof. Dr. Gerd Binnig entwickelte anschließend das Rasterkraftmikroskop.

Im Jahr 1994 gründete er die Firma Delphi2 Creative Technologies GmbH, die später umbenannt wurde in Definiens GmbH, heute Definiens AG mit Sitz in München. Aus ihr ging die Definiens Imaging GmbH hervor, die mit der Software eCognition Erfolge im Bereich objektbasierter Bildklassifikation vorweist und zu deren Zielen es gehört, Krebszellen in Gewebeproben aufzuspüren.[1]

Auszeichnungen und Ehrungen[Bearbeiten]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Patent CH643397: Scanning apparatus for surface analysis using vacuum-tunnel effect at cryogenic temperatures (Gerät zur rasterartigen Oberflächenuntersuchung unter Ausnutzung des Vakuum-Tunneleffekts bei kryogenischen Temperaturen). Angemeldet am 20. September 1979, Anmelder: IBM, Erfinder: Gerd Binnig, Heinrich Rohrer.
  • Gerd Binnig, Heinrich Rohrer, C. Gerber und E. Weibel: Tunneling through a Controllable Vacuum Gap, Appl. Phys. Lett. 40, 178 (1982).
  • G. Binnig, H. Rohrer, C. Gerber, E. Weibel: Surface studies by scanning tunneling microscopy.. In: Phys. Rev. Lett. 49/1, S. 57 – 61 (1982).
  • Aus dem Nichts. Über die Kreativität von Natur und Mensch. (1997), ISBN 3-492-21486-X.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Die Weltformel zu finden, würde mich reizen“ – Interview mit Gerd Binnig, in: P.M. Magazin 05/2014, S. 36–39, hier S. 38.