Gerd Briese

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gerd Briese um 1929 auf einer Fotografie von Alexander Binder

Gerd Briese, auch Gert Briese (* 24. Dezember 1897 in Thorn, Westpreußen; † August 1957 in Berlin) war ein deutscher Schauspieler, Drehbuchautor, Regisseur und Intendant.

Leben[Bearbeiten]

Briese besuchte das Gymnasium und studierte anschließend bis zur Promotion Germanistik an den Universitäten in München, Frankfurt am Main und Rostock. 1924 begann Dr. phil Gerd Briese seine Schauspiellaufbahn vor der Kamera und versuchte sich sporadisch nebenbei als Drehbuchautor. Ende der 20er Jahre knüpfte Briese auch Kontakte zum Theater, später begann er außerdem Stücke zu inszenieren. Seine Kinolaufbahn endete abrupt mit Anbruch der Tonfilm-Ära. Fortan widmete sich Gerd Briese der Herstellung von Industriefilmen, ehe er mit Beginn des Zweiten Weltkriegs eingezogen wurde.

Nach 1945 widmete sich Briese wieder dem Theater. Zunächst wirkte er als Leiter der Abteilung Theater in der Kammer der Kunstschaffenden Berlin, von 1946 bis 1948 war er Intendant des Stadttheater Gießen. Zwischen 1949 und 1954 übernahm Briese die Intendanz des Staatstheaters Oldenburg. 1955 wechselte er als Regisseur des Schauspiels an das Theater der Jugend in Remscheid-Duisburg. In demselben Jahr sah man ihn nach langer Zeit auch wieder mit zwei Rollen in Kinofilmproduktionen.

Dr. Gerd Briese kam bei einem Verkehrsunfall in Berlin ums Leben.

Filmografie (als Schauspieler)[Bearbeiten]

  • 1924: Rosenmontag
  • 1925: Reveille, das große Wecken (auch Drehbuch)
  • 1925: Die vom Niederrhein (nur Drehbuch)
  • 1925: Frauen und Banknoten
  • 1926: Das Gasthaus zur Ehe (nur Drehbuch)
  • 1926: Die Piraten der Ostseebäder
  • 1926: Die Flammen Lügen
  • 1926: Der Seekadett
  • 1926: Verbotene Liebe
  • 1927: U 9 Weddigen
  • 1927: Ich hatte einst ein schönes Vaterland
  • 1927: Die Lindenwirtin am Rhein
  • 1927: Funkzauber
  • 1928: Freiwild
  • 1928: Geschlecht in Fesseln
  • 1929: Rosen blühen auf dem Heidegrab
  • 1929: Meineid
  • 1929: Der Sittenrichter § 218
  • 1955: Benehmen ist Glücksache
  • 1955: Es geschah am 20. Juli

Literatur[Bearbeiten]

  • Wilhelm Kosch: Deutsches Theater-Lexikon. Biographisches und bibliographisches Handbuch. Band 1: A – Hurk. Kleinmayr, Klagenfurt u. a. 1953, S. 210.
  • Kürschners Biographisches Theater-Handbuch. 1956, ZDB-ID 5206-1, S. 82.
  • Deutsches Bühnen-Jahrbuch. Bd. 66, 1958, ISSN 0070-4431, S. 95.
  • Glenzdorfs Internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 1: A – Heck. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1960, S. 194 f.

Weblinks[Bearbeiten]