Gerhard Braun (Musiker)

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Gerhard Braun (* 27. Februar 1932 in Heidenheim an der Brenz) ist ein deutscher Musiker. Er lehrte an der Musikhochschule Karlsruhe Flöte.

Leben[Bearbeiten]

Gerhard Braun studierte im Hauptfach Flöte an der Stuttgarter Musikhochschule. Er genoss Kompositionsunterricht bei Professor Konrad Lechner in Darmstadt und war zugleich Leiter mehrerer Kammermusikensembles. Als Flötist wurde Gerhard Braun in den sechziger und siebziger Jahren insbesondere durch eine Reihe spektakulärer Uraufführungen avantgardistischer Flötenmusik bekannt. Dabei hatte Braun führenden Anteil an der Erweiterung spieltechnischer Möglichkeiten der verschiedensten Flöten. Internationale Konzerte, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen folgten. 1971 erhielt Gerhard Braun einen Ruf als Hochschullehrer sowohl für Querflöte als auch für Blockflöte an die Staatliche Hochschule für Musik Karlsruhe. Seine Emeritierung als Professor erfolgte 1995. Heute lebt Braun in Stuttgart.

Braun war Gründungsmitglied und Präsident der ERTA e.V. (European Recorder Teachers Association) bis 1997.

Werke[Bearbeiten]

Braun ist Mitherausgeber des Bläsermagazins Tibia. Braun veröffentlichte zahlreiche Werke und wissenschaftliche Aufsätze zu Interpretationsfragen (insbesondere moderner Flötenmusik). Zugleich trat er als Autor und Herausgeber von Schulwerken für Flöte (Quer- und Blockflöte) hervor. Braun wurde auch bekannt als Herausgeber mehrerer Reihen mit alter und neuer Flötenmusik.

Auch als Komponist betätigte sich Braun: Werke für Ballett, Vokalchor und Orchester stehen neben mehr kammermusikalischen Kompositionen. Im Mittelpunkt seines Schaffens findet sich Musik für alle Flöteninstrumente, zum Beispiel:

  • Fünf Miniaturen, 1969, für Sopran-Blockflöte, Klavier und Schlagwerk
  • Schattenbilder, 1980
  • Triptychon, 1983, für Blockflöte und Schlagzeug
  • Gärten der Nacht, 1983, Vier Canzonen für Sopran, Blockflöte und Klavier
  • Atembogen, 1987, Monologe für einen Blockflötenspieler und kleines Tam-Tam
  • Klangsplitter, 1985/1986, für Blockflötenquartett
  • Klanglandschaften mit Windmaschinen, 2008, geschrieben für das Flötenensemble "Pfeiffwerck" unter der Leitung von Beate Heutjer

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1995: Verleihung des Händel-Preises
  • 2002: Deutscher Musikeditionspreis (für das Flöten-Schulwerk)

Weblinks[Bearbeiten]