Gerhard Casper

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Gerhard Casper (* 25. Dezember 1937 in Hamburg) ist ein deutscher Verfassungsjurist und Jura-Professor. Casper war von 1992 bis 2000 Präsident der kalifornischen Stanford University.

Leben[Bearbeiten]

Gerhard Casper studierte Rechtswissenschaften an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Yale University und Universität Hamburg. 1964 wurde er mit der Arbeit Juristischer Realismus und politische Theorie im amerikanischen Rechtsdenken an der Universität Freiburg promoviert.

Von 1964 an lehrte er in den USA, zunächst als Assistenzprofessor für Politikwissenschaften an der University of California, Berkeley, dann als Professor für Jura und Politikwissenschaften an der University of Chicago, an der er zwischen 1987 und 1992 als Provost (Kanzler) fungierte. Von 1992 bis 2000 war er Präsident der Stanford University, an der er seit 2001 wieder Jura lehrt.

Er hat mehrere Ehrendoktorate erhalten, darunter eines der Yale University. Er ist Mitglied der American Academy of Arts and Sciences.

Caspers Forschungsinteressen liegen im Bereich des Verfassungsrechts. Zudem trat er als Beobachter und Akteur in der bildungs- und hochschulpolitischen Debatte in Deutschland und den USA hervor.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerhard Casper: Juristischer Realismus und politische Theorie im amerikanischen Rechtsdenken. Duncker & Humblot, Berlin 1967, ISBN 3-4280-0294-6.
  • Gerhard Casper: Redefreiheit und Ehrenschutz - Anmerkungen zu den Grundlagen der neueren amerikanischen und deutschen Rechtsprechung. Müller, Karlsruhe 1971, ISBN 3-7880-0038-4.
  • Gerhard Casper, Hans Zeisel: Der Laienrichter im Strafprozess. Müller, Karlsruhe 1979, ISBN 3-8114-4077-2.
  • Willi Paul Adams, Knud Krakau, Gerhard Casper: Deutschland und Amerika : Perzeption und historische Realität. Colloquium-Verlag, Berlin 1985, ISBN 3-7678-0649-5.
  • Arnulf Melzer, Gerhard Casper: Wie gestaltet man Spitzenuniversitäten? : Antworten auf internationale Herausforderungen. Bachem, Köln 2001, ISBN 3-7616-1513-2.

Weblinks[Bearbeiten]