Gerhard Delling

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Dieser Artikel beschreibt den Sportjournalisten Gerhard Delling. Für den gleichnamigen Theologen (1905–1986) siehe Gerhard Delling (Theologe).
Gerhard Delling (2012)

Gerhard Delling (* 21. April 1959 in Rendsburg) ist ein deutscher Sportjournalist.

Leben[Bearbeiten]

Delling wuchs in Büdelsdorf auf, besuchte das Rendsburger Gymnasium Herderschule und war ab 1977 freier Mitarbeiter bei der Schleswig-Holsteinischen Landeszeitung in Rendsburg. Nach dem Abitur studierte er ab 1980 Volkswirtschaftslehre an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und schloss sein Studium 1985 mit dem Diplom ab. Ab 1980 war er zudem freier Mitarbeiter beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) in Kiel und war an Sportbeiträgen für den Hörfunk und für die TV-Sendung Schleswig-Holstein Magazin beteiligt. Zudem war er Autor von Artikeln für das Deutsche Leichtathletik Magazin.

1984 erhielt Delling eine feste Anstellung als Sportreporter beim NDR. 1987 wurde er Sportschau- und Sport-Extra-Reporter beim Südwestfunk in Baden-Baden und war somit verstärkt im Fernsehen der ARD vertreten. Ab 1991 war er erneut für das NDR-Fernsehen im Programmbereich Sport in Hamburg tätig. Er führte Berichterstattungen über die Olympischen Spiele in Barcelona, Sydney und Salt Lake City und Grand-Slam-Turniere durch und wurde so einem größeren Fernsehpublikum bekannt. 1993 war er zudem Moderator der NDR-Talkshow und von 1994 bis 1996 der ARD-Sportgala.

In der Öffentlichkeit bekannt wurde Gerhard Delling von 1998 bis 2010 durch seine Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Fußballprofi und Nationalspieler Günter Netzer bei Präsentationen und Analysen von Fußball-Länderspielen. Für diese Art der Moderation erhielt das Team Delling/Netzer im Jahr 2000 einen Adolf-Grimme-Preis und 2008 den Medienpreis für Sprachkultur. Die Kritik des Duos war der Auslöser für den bekannt gewordenen Wutausbruch des damaligen DFB-Teamchefs Rudi Völler am 6. September 2003, nachdem die beiden Moderatoren die deutsche Nationalelf für ihre Leistung bei einem 0:0 in Island stark kritisiert hatten.

Ab dem 1. März 2003 war Delling Leiter des Programmbereiches Sport beim NDR. Diese Funktion übernahm im Januar 2007 der ehemalige DSF-Chefredakteur Axel Balkausky. Delling ist regelmäßig im Fernsehen der ARD als Moderator von Sportsendungen (Sportschau) oder Direktübertragungen (Fußball-Länderspiele, Olympische Spiele) präsent. Darüber hinaus moderierte er 2002 fast ein Jahr lang das Medien-Magazin Zapp im NDR Fernsehen. 2005 hatte er ein kurzes Gastspiel im Nachrichtenbereich und moderierte eine Woche lang als Urlaubsvertretung die tagesthemen. Seit Oktober 2007 moderierte Gerhard Delling die Magazinsendung „Dellings Woche“ im WDR-Fernsehen; die Sendung wurde aber angesichts der Einschaltquoten wegen des „überdurchschnittlichen Aufwands“ zum 17. Dezember 2008 eingestellt.[1] Am 19. Dezember 2009 moderierte Delling in den Dortmunder Westfalenhallen die Geburtstagsshow anlässlich des 100-jährigen Bestehens von Borussia Dortmund, die auch vom WDR übertragen wurde. Schon im Jahr 2000 hatte er eine Gala zum 100-jährigen Bestehen des 1. FC Kaiserslautern moderiert.[2]

Seit 2009 moderiert er auch im NDR Fernsehen die Sendung Sportclub, seit April 2011 ist er neuer Chefmoderator des ARD-Magazins Wochenspiegel.[3]

Privates[Bearbeiten]

Delling ist seit Juni 2003 zum zweiten Mal verheiratet und hat drei Töchter, davon zwei aus erster Ehe. Seine zweite Ehefrau ist die Fernsehjournalistin Isabelle Delling (geb. Wagner), die ebenfalls beim NDR arbeitet. Im Oktober 2005 war er Verfasser des im Langenscheidt-Verlag erschienenen Buches Fußball-Deutsch/Deutsch-Fußball. Delling ist aktives Mitglied der Nord-Ostsee-Auswahl.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gerhard Delling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. DWDL.de – Zu aufwändig: WDR stellt "Dellings Woche" ein
  2. Die Gala auf youtube.de
  3. digitalfernsehen.de abgerufen am 1. April 2011