Gerhard Fischer (Diplomat)

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Gerhard Fischer (* 20. September 1921 in Oslo; † 3. Juli 2006 in Kopenhagen) war ein deutscher Diplomat und Botschafter.

Fischer wurde als Sohn eines Diplomaten geboren. Er wuchs seit seinem fünften Lebensjahr in China auf. Nach seinem Abitur in Shanghai kehrte er 1940 zum Kriegsdienst nach Deutschland zurück. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges studierte er Rechtswissenschaften und Sinologie. 1952 trat er in den diplomatischen Dienst ein mit Aufenthalten in Addis Abeba, Hongkong, Madras, Kuala Lumpur und als "Asien-Beauftragter" im Auswärtigen Amt; später in Dublin und Den Haag. Kurz vor seiner Pensionierung, quittierte er als deutscher Botschafter in Bern seinen Dienst.

Fischer zog nach Südindien und arbeitete fünf Jahre lang in der Leprastation in Chettipatty. Danach errichtete er über die von ihm gegründete Gerhard-Fischer-Stiftung in den Vorbergen des Himalaja eigene Krankenhäuser, Werkstätten, Schulen, Brunnen und Latrinen. Fischer hat zwischen 1980 und 2000 jeweils sechs Monate im Jahr selbst in seinen Projekten gelebt.

1997 wurde ihm der Gandhi-Friedenspreis verliehen. Das damit verbundene Preisgeld von rund einer halben Million DM verwendete er für seine humanitären Projekte.

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