Gerhard Schröder (CDU)
Gerhard Schröder (* 11. September 1910 in Saarbrücken; † 31. Dezember 1989 in Kampen auf Sylt) war ein deutscher Politiker (CDU). Der studierte Jurist war von 1953 bis 1961 Bundesminister des Innern, von 1961 bis 1966 Bundesminister des Auswärtigen und von 1966 bis 1969 Bundesminister der Verteidigung.
Schröder galt als dynamisch und höchst kompetent, aber etwas distanziert. Als Außenminister prägte er insbesondere die Ostpolitik und die Partnerschaft der Bundesrepublik Deutschland zu den USA und Großbritannien (Westintegration). Bei der Wahl des deutschen Bundespräsidenten 1969 unterlag er knapp dem SPD-Kandidaten Gustav Heinemann.
[Bearbeiten] Jugend und Elternhaus 1910-1929
Gerhard Schröder war der erstgeborene Sohn des Eisenbahnbeamten Jan Schröder aus Ostfriesland, der beruflich bedingt zur Zeit der Geburt des Sohnes im Saargebiet lebte. Gerhard Schröder hatte noch eine jüngere Schwester und einen jüngeren Bruder. Seine Schulzeit verbrachte er am Ludwigsgymnasium Saarbrücken, in Friedberg, dem Landgraf-Ludwigs-Gymnasium Gießen und absolvierte das Abitur in Trier im Jahr 1929. Seine Begabungen lagen im geisteswissenschaftlichen Bereich, Mathematik und Physik waren nur genügend benotet worden. Schröder beherrschte aus der Schulzeit folgende Fremdsprachen: Latein, Alt-Griechisch, Englisch, Französisch und freiwillig noch dazu Spanisch.[* 1]
Ein früh prägendes Erlebnis der Jugend Gerhard Schröders war der verlorene Erste Weltkrieg, den er in Saarbrücken auch durch französische Luftangriffe als Kind miterlebt hatte. Die Besetzung des Saargebietes durch die französische Siegermacht musste er ebenso miterleben. Sein Vater war im Kriege an der Ostfront im Feldbahnwesen eingesetzt. Als Kriegsheimkehrer wurde er von Saarbrücken nach Trier versetzt.[* 2]
[Bearbeiten] Studium und Hochschulpolitik 1929-1933
Daraufhin begann er das Studium der Rechtswissenschaft in Königsberg. Er entschied sich für Königsberg, da es der am weitesten entfernte Studienort von Trier innerhalb des damaligen Deutschen Reiches war.[* 3] Er hatte in den zwei Semestern in Königsberg auch viel Kontakt zu Studentenverbindungen, trat jedoch keiner bei.[* 4]
Später studierte er weiter zwei Semester in Edinburgh. Dort gewann er Freude an der britischen Lebensart, mit der er sich sein weiteres Leben immer gern verbunden gefühlt hatte. Gerade auch der Austausch mit den vielen ausländischen Studenten war für Schröder von vitalem Interesse.[* 5]
Im Sommersemester 1931 schrieb er sich dann in Berlin ein. In der damaligen Zeit der politischen Unruhe der Weimarer Republik wurde er Zeuge der teilweise blutigen Auseinandersetzungen der radikalen Gruppierungen.[* 6]
Bald darauf wechselte er an die Universität Bonn[1], wo er das Jurastudium 1932 mit dem ersten und 1936 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen mit jeweils magna cum laude[* 7] abschloss. In dieser Zeit engagierte er sich hochschulpolitisch und war Mitglied der Hochschulgruppe der DVP. Für diese zog er auch in den AStA der Universität ein.[* 8]
[Bearbeiten] Assesorenzeit und Rechtsanwalt in Berlin 1933-1939
1933 promovierte er zum Dr. jur. über das Thema Die außerordentliche Auflösung von Tarifverträgen. Die Universität befreite ihn von der Verpflichtung, seine Doktorarbeit drucken zu lassen, da die damalige Gesetzgebung die Doktorarbeit überholt hatte und sie nur noch Makulatur war.[2]
Ab 1933 war er zunächst Assistent an der Juristischen Fakultät an der Universität Bonn. Von Oktober 1934 bis 1936 war er Referent am Kaiser-Wilhelm-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Berlin.[* 9] 1935 musste er das Referendarlager Hanns Kerrl bei Berlin für drei Monate besuchen. Nach eigenem Bekunden gefiel ihm dort nur der Sport, den er beim Abschluss mit dem SA-Sportabezichen krönte, nicht aber die politische Indoktrinierung.[* 10] 1936 dann wurde er Anwaltsassessor in einer großen Kanzlei, die jüdisch dominiert war. Sein Kanzleichef und späterer Partner, Walter Schmidt, bescheinigte ihm im Entnazifizierungsverfahren, dass er damals verfolgten und jüdischen Mandanten hilfreich zu Seite gestanden habe, so dass er des öfteren mit dem Nationalsozialistischen Rechtswahrerbund Probleme gehabt habe.[* 11] Dort war er unter Mitgliedsnummer 013115 geführt worden.[2] 1939 wurde er fertiger Rechtsanwalt mit der Spezialisierung auf Steuerrecht.[* 12][2]
[Bearbeiten] Zweiter Weltkrieg 1939-1945
Im September 1939 wurde er zur Wehrmacht eingezogen und als Funker in der Nähe von Berlin ausgebildet.[* 13] Von September 1940 bis Mai 1941 erhielt er eine Freistellung von der Wehrmacht und war dann in seiner Kanzlei in Berlin tätig.[* 14] Daraufhin wurde er ins besetzte Dänemark nach Silkeborg und auf die Insel Fanø kommandiert.[* 15] Im Russlandfeldzug wurde er im Kessel von Cholm stationiert und dort durch einen Granatsplitter im rechten Unterschenkel verletzt, so dass er bis 1943 kriegsuntauglich war.[* 16] Daraufhin war er Funklehrer in der Nähe von Berlin und ergab sich den US-amerikanischen Truppen 1945 bei Calbe. Er wurde in ein britisches Kriegsgefangenenlager bei Bad Segeberg verlegt und war dort Übersetzer. Bereits im Juni 1945 wurde er aus der Gefangenschaft entlassen.[* 17]
[Bearbeiten] Ferntrauung und Karrierefolgen in der Wehrmacht 1941
Seinem Antrag auf Ferntrauung wurde im Mai 1941 stattgegeben. Seine Ehefrau Brigitte Schröder, deren Bruder ein Freund und Studienkollege Schröders war, galt nach den Nürnberger Gesetzen als „Mischling I. Grades“, da ihr Vater „Halbjude“ war. Die Hochzeit war daher nur mit einer Ausnahmegenehmigung der Wehrmacht möglich. Schröder musste schriftlich auf eine militärische Karriere verzichten; deshalb war der höchste Rang, den er in der Wehrmacht bekleidete, der eines Obergefreiten.[* 18][2]
[Bearbeiten] In der Besatzungszeit und deren Folgen 1945-1953
Nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft traf er seine Frau, die aus Schlesien vom Rittergut ihrer Eltern vor der Roten Armee mit den gemeinsamen Kindern geflohen war, in Hamburg wieder. Dort lebten sie erst einmal bei seinen Eltern. Sein Vater Jan starb dort am 24. November 1945.[* 19]
[Bearbeiten] Als Beamter 1945-1947
Über einen ehemaligen Kommilitonen bewarb er sich erfolgreich beim Oberpräsidenten der Rheinprovinz, Hans Fuchs, in Düsseldorf. Er erhielt eine Anstellung als Oberregierungsrat. Diese behielt er auch, nachdem die britische Besatzungsmacht Fuchs durch Robert Lehr ersetzt hatte. In dieser Zeit knüpfte er auch Kontakte zu Konrad Adenauer und Kurt Schumacher.[* 20]
Zum Jahreswechsel 1945 auf 1946 wurde er Leiter des deutschen Wahlrechtsausschusses in der britischen Besatzungszone. Dieser Ausschuss hatte die Aufgabe, der britischen Besatzungsmacht Vorschläge zum Ablauf der ersten Kommunalwahlen zu unterbreiten. Dabei lernte er auch persönlich General Robertson kennen, den späteren Hohen Kommissar, der sich danach sehr anerkennend über Schröders Arbeit geäußert hatte.[* 21]
Mit der Gründung des Landes Nordrhein-Westfalen wurde er ins Innenministerium versetzt und war dort auch für Wahlfragen auf Landesebene zuständig. Mit dem damaligen SPD-Minister Walter Menzel kam es zu keiner konstruktiven Zusammenarbeit, was maßgeblich an dessen Festhalten am Verhältniswahlrecht lag.[* 22] Schröder äußerte sich mehrmals in Zeitungsartikeln enttäuscht über die deutschen Politiker der damaligen Zeit.[* 23] Als ein ehemaliges Mitglied der SS namens Zech-Nenntwich, der unter seinem neuen Namen Nansen als britischer Agent tätig war, Berater des Innenministers wurde, sorgte Schröder für dessen Entlassung, quittierte aber selbst daraufhin den Dienst, da das Vertrauensverhältnis zu seinem Dienstherren nicht mehr gegeben war. Zech-Nenntwich wurde später wegen Kriegsverbrechen rechtskräftig verurteilt.[* 24]
[Bearbeiten] North German Iron and Steel Control 1947-1953
Ab 1947 arbeitete er bis 1953[1] als Rechtsanwalt und als Abteilungsleiter bei der „North German Iron and Steel Control“. Er war der Berater von Heinrich Dinkelbach, dem Chef der NGISC. Er war in dieser Zeit auch Mitglied der Aufsichtsräte zweier Stahlunternehmen geworden, des Hüttenwerkes Haspe AG in Hagen und der Duisburger Ruhrort-Meiderich AG. Aus dieser Zeit stammte auch seine Ablehnung gegenüber der KPD, die in beiden Aufsichtsräten stark vertreten war.[* 25]
1948 wurde Elisabeth Nuphans seine engste Mitarbeiterin, die bei ihm bis 1980 tätig gewesen ist.[* 26]
[Bearbeiten] Parteien 1933-1989
[Bearbeiten] NSDAP 1933-1941
Am 1. April 1933 trat Schröder unter der Mitgliedsnummer 2177050[2] in Bonn in die NSDAP ein. Gedrängt vom Präsidenten des Oberlandesgerichts, wurde er gemeinsam mit allen anderen Referendaren auch Mitglied der SA.[* 27]Beim Wechsel nach Berlin 1934 erneuerte er seine Mitgliedschaft jedoch nicht.[* 28] Am 1. Mai 1941 trat Schröder nach Begegnungen mit Mitgliedern der Bekennenden Kirche und aufgrund der erlebten Kriegsgräuel samt Rassenwahns aus der NSDAP aus.[* 29]
Sein Vater war als Staatsbeamter 1937 der NSDAP beigetreten.[* 30]
[Bearbeiten] CDU 1945-1989
1945 gehörte Schröder zu den Mitbegründern der CDU. In der Zeit bis 1949 galt er als der Wahlrechtsexperte der Partei, so dass er den Arithmetischen Ausschuss 1948 leitete, der der CDU das Eintreten für ein Mehrheitswahlrecht empfahl.[* 31]
Von 1950 bis 1979 gehörte er dem geschäftsführenden Vorstand der Rheinischen CDU an.[* 32]
Von 1967 bis 1973 war er Stellvertretender Bundesvorsitzender seiner Partei. Von 1955 bis 1978 leitete er den Evangelischen Arbeitskreis von CDU und CSU, um die katholisch dominierte Union interkonfessionell zu öffnen. Schröder war einer der wichtigsten Repräsentanten des protestantischen Teils der Union.[1][* 33] Sein Nachfolger wurde der spätere Bundespräsident Roman Herzog.
Schröder gehörte dem Auswahlgremium der beiden Unionsparteien an, das am 24. Februar 1959 Ludwig Erhard als Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten vorschlug, was dieser jedoch ablehnte.
Zur Bundestagswahl 1972 gehörte Schröder neben Franz Josef Strauß und Hans Katzer zur Kernmannschaft des CDU-Kanzlerkandidaten Rainer Barzel, der auf ein Schattenkabinett verzichtet hatte.
[Bearbeiten] Abgeordneter 1949-1980
[Bearbeiten] Vor der Bundesministerzeit im Bundestag 1949-1953
Von 1949 bis 1980 war Schröder Mitglied des Deutschen Bundestages. Seine erste Rede im Bundestag hielt er am 15. November 1949.[* 34] In der ersten Legislaturperiode setzte er sich sehr erfolgreich für die Ernennung von Gustav Heinemann als protestantischen Bundesinnenminister ein.[* 35] Weniger erfolgreich war sein Einsatz gegen die Wahl von Theodor Heuss zum ersten Bundespräsidenten, denn anfangs hielt Schröder ihn für zu alt und gleichzeitig für einen Vertreter des gescheiterten Weimarer Systems. Diese Meinung änderte er aber schnell wieder.[* 36]
Hier war er vom 29. März bis zum 27. September 1950 Vorsitzender des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses zur Überprüfung der Verhältnisse auf dem Gebiete des Kraftstoffvertriebs.
Durch seine vorherige Arbeit bei der Stahltreuhandverwaltung geprägt, setzte sich Schröder innerhalb der CDU-Bundestagsfraktion sehr für das Betriebsverfassungsgesetz ein, das am 14. November 1952 beschlossen wurde. Ihm lag sehr viel daran, dass die Arbeiter und Angestellten in großen Betrieben im Aufsichtsrat mitbestimmen sollten.[* 37]
1952 gehörte Schröder zu einer Gruppe von 34 Abgeordneten der CDU/CSU-Fraktion, die einen Gesetzentwurf zur Einführung des relativen Mehrheitswahlrechts in den Bundestag einbrachten und damit auch die Stabilität der Koalition gefährdeten. Schröder brachte zur Rettung der Koalition schlussendlich einen Antrag ein, der eine Sperrklausel bei Bundestagswahlen vorsah, da die Kleinparteien ein Mehrheitswahlrecht nicht unterstützen wollten, für das sich Schröder vehement eingesetzt hatte. Das heute gültige Wahlrecht zum Bundestag basiert auf seinem Antrag.[* 38][* 39]
Vom 24. Juni 1952 bis zum 20. Oktober 1953 war stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Dieses Amt gab er auf, da er Bundesinnenminister wurde.[* 40]
Im der Zeit von März bis Mitte April 1953 folgte er mit einigen jungen Politikern der Regierungskoalition einer Einladung des State Departments in die USA. Es war seine erste Auslandsreise als Abgeordneter. Diverse Besuche bei dortigen Regierungsbehörden und auch militärischer Einrichtungen folgte als Höhepunkt eine kurze Audienz beim damaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten, General of the Army Dwight D. Eisenhower.[* 41]
[Bearbeiten] Nach der Bundesministerzeit im Bundestag 1969-1980
Von 1969 bis 1980 war er Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses. In dieser Eigenschaft war er der erste bundesdeutsche Spitzenpolitiker, der eine Einladung aus China erhielt. Dort verhandelte er mit dem chinesischen Premierminister Zhou Enlai über die später erfolgte Aufnahme von diplomatischen Beziehungen.[3]
Nachdem Rainer Barzel den Fraktionsvorsitz am 9. Mai 1973 niedergelegt hatte, kandidierte Schröder am 17. Mai 1973 gegen seinen ehemaligen Staatssekretär Karl Carstens um dieses Amt, unterlag aber deutlich[1].
[Bearbeiten] Wahlkreiskandidat 1949-1969
Gerhard Schröder ist zuletzt über die Landesliste Nordrhein-Westfalen (1969, 1972 und 1976) und davor stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Düsseldorf-Mettmann bzw. Düsseldorf-Mettmann II (1965) in den Bundestag eingezogen. Diesen Wahlkreis sollte ursprünglich der ehemalige Zentrumpolitiker Richard Muckermann erhalten, aber die Delegierten wählten fast einstimmig Schröder, da der katholische Muckermann im stark evangelisch geprägtem Wahlkreis chancenlos gewesen wäre. Bei der ersten Wahl (1949) hatte Schröder noch keine Listenabsicherung.[* 42][* 43]
In seinem ersten Bundestagswahlkampf 1949 als Wahlkreiskandidat hatte er im Wahlkreis die heftigsten Kämpfe mit der DKP-DRP auszutragen. Schröder hob in diesem Wahlkampf seinen Einsatz für das Mehrheitswahlrecht hervor und natürlich, dass er kein alter Parlamentarier war.[* 44] Sein Wahlkampfslogan 1949 war Für Gesundheit-Arbeit-Frieden.[* 45] Er gewann durch sein jugendliches und frisches Auftreten den sozialdemokratisch dominierten Wahlkreis mit einer stabilen Stimmenmehrheit.[* 46] Sein erstes Abgeordnetenbüro im Bundeshaus, Südflügel, Zimmer 20 hatte gerade einmal 5,04 Quadratmeter.[* 47]
Bei der zweiten Wahl zum Deutschen Bundestag erhielt er als Wahlkreiskandidat 52 Prozent der Erststimmen und somit rund 4 Prozent mehr als die CDU an Zweitstimmen.[* 48]
[Bearbeiten] Öffentliche Ämter 1953-1969
[Bearbeiten] Bundesinnenminister 1953-1961
[Bearbeiten] Amtsübernahme
Am 20. Oktober 1953 wurde Schröder von Bundeskanzler Konrad Adenauer in das Amt der Bundesministers des Innern berufen. Gründe dafür waren sein erfolgreiches Ergebnis in seinem Wahlkreis zur zweiten Bundestagswahl, die zunehmenden Alterserscheinungen seines Vorgängers, seine relative Jugend, seine juristische Ausbildung und die Tatsache, dass er Protestant war, da der Posten des Bundesinnenministers in den ersten Jahren ausschließlich an protestantische Kandidaten ging, um eine gewisse Parität zwischen den Konfessionen im Kabinett herzustellen.[* 49] Damit wurde er Nachfolger seines ehemaligen Vorgesetzten Robert Lehr.
[Bearbeiten] Der Fall Otto John
Am 17. Juli 1954 trat die zweite Bundesversammlung in Berlin zusammen zur Wiederwahl von Bundespräsident Theodor Heuss. Am 20. Juli gab es zum 10. Jahrestag des Attentats auf Adolf Hitler eine Gedenkstunde in Berlin. Schröder war aus terminlichen Gründen schon vorab nach Bonn gereist, um die siegreiche Deutsche Fußballnationalmannschaft nach dem Wunder von Bern als zuständiger Bundesminister für den Sport zu empfangen. Der Präsidenten des Bundesamts für Verfassungsschutz Otto John war als ehemaliger Widerstandskämpfer anwesend und floh in der Nacht in die DDR.[* 50] Schröder hielt an der Treue Johns lange fest und vertrat den Standpunkt, dass er entführt sein müsse, so dass er folgerichtig eine Belohnung in Höhe von 500.000 Deutschen Mark für Hinweise dazu auslobte. Die meisten Bonner Politiker folgten jedoch schon früh der Theorie, dass John freiwillig in die damalige SBZ gereist sei.[* 51] Der Bundestagsausschuss zum Schutz der Verfassung, der von Schröders ehemaligen Vorgesetzten Walter Menzel geleitet wurde, mit dem Schröder eine enge Feindschaft verband, stellt mit der SPD-Bundestagsfraktion einen Missbilligungsantrag gegen Schröder und forderte einen Untersuchungsausschuss. Die FDP war sich zu dieser Zeit nicht sicher, ob Sie Schröder stützen wollte, wurde jedoch durch das zeitgleiche Scheitern der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft dazu genötigt die Koalition zu halten und musste somit auch Schröder unterstützen, so dass der Missbilligungsantrag keine Mehrheit fand und der Untersuchungsausschuss zwei Jahre später kein Fehlverhalten Schröder attestieren konnte.[* 52] Nach Johns Rückkehr in die Bundesrepublik im Dezember 1955 und seiner Verurteilung wegen Landesverrats setzte sich Schröder später bei verschiedenen Bundespräsidenten für seine Begnadigung ein. Erst Richard von Weizsäcker begnadigte John Mitte der achtziger Jahre.[* 53] Durch dieses Ereignis sensibilisiert, war Sicherheit seine oberste Prämisse[1]. Er erwarb sich bald den Ruf eines, wie man heute sagen würde, Law-and-Order-Politikers.
[Bearbeiten] Aufstockung des Bundesgrenzschutzes
Zu Beginn von Schröders Amtszeit bestand als einzige bewaffnete Kraft im Staat, die der Bundesregierung unterstand, nur der Bundesgrenzschutz. Durch die Ereignisse des Aufstandes in der DDR wurde der Bundesgrenzschutz von 10.000 Mann auf das Doppelte aufgestockt. Mit Gründung der Bundeswehr wurde der personelle Bestand dieser Truppe von großen Teilen des BGS freiwillig gestellt. Schröder erreichte in den Verhandlungen dazu, dass der BGS nicht vollständig in der Bundeswehr aufging und die Sollstärke der Truppe bald wieder erreicht wurde.[* 54]
[Bearbeiten] Verbot der KPD
Unter anderem setzte er den Verbotsantrag gegen die KPD durch. Sein Amtsvorgänger hatte schon das Verbotsverfahren gegen die Sozialistische Reichspartei erfolgreich durchgesetzt und damals zeitgleich einen Antrag zum Verbot der KPD eingebracht, der jedoch erst unter Schröder Ägide positiv entschieden wurde. Ein Amnestiegesetz für KPD-Funktionäre wurde von Schröder erfolgreich parlamentarisch bekämpft, obwohl SPD und FDP diesen Gesetzesentwurf stützten, da Herbert Wehner in der Debatte Schröder mit dem sowjetischen Ankläger der stalinistischen Schauprozesse, Andrei Wyschinski verglich. Dieser Vorgang wurde von der CDU im Bundestagswahlkampf 1957 erfolgreich ausgeschlachtet.[* 55]
[Bearbeiten] Zivilschutz
Schröder legte besonderen Wert auf den Zivil-, Luft- und Bevölkerungsschutz. In der damaligen Zeit des Kalten Krieges mußten Einrichtungen für die Zivilbevölkerung geschaffen werden, um sie im Kriegsfalle möglichst abzusichern. Schröder unternahm deshalb 1957 eine ausgedehnte USA-Reise, um sich mit den dortigen Sicherheitsmaßnahmen vertraut zu machen. So wurden Katastrophenkrankenhäuser gebaut und in Materiallagern von BGS und Bund sich verschiedene Katastrophenzustände vorbereitet, um die Leiden der Zivilbevölkerung möglichst rasch zu lindern.[* 56]
[Bearbeiten] Kampf dem Atomtod
Als Ende der 50er Jahre der Bundestag durch die absolute Mehrheit der CDU- und CSU-Fraktion eine mögliche Bewaffnung der Bundeswehr mit Atomwaffen im Kriegsfall beschloss, formierte sich eine breite Front von SPD, GVP, DGB und FDP, um gegen dieses Gesetz unter dem Motto Kampf dem Atomtod mit einer Volksbefragung vorzugehen. Schröder war ein notorische Gegner von plebeszitären Elementen in der Bundesrepublik, da er sie aus der Weimarer Zeit kannte und wusste, wie extreme Parteien, wie die NSDAP und KPD, dieses verfassungsmäßige Mittel zum Kampf gegen die demokratische Republik genutzt hatten. Am 30. Juli 1958 gab das Bundesverfassungsgericht der Regierung Recht und erkannte damit Volksbefragungen als nicht verfassungsmäßig an. Später entschied der NATO-Rat, dass nur die USA über solch eine Maßnahme in der Krise zu entscheiden hätten, so dass das Gesetz damit wertlos war.[* 57]
[Bearbeiten] Notstandsgesetzgebung
Der Deutschlandvertrag zwischen der Bundesrepublik und den drei westalliierten Mächten sah ein Vorbehaltsrecht in Artikel 5 Absatz 2 vor, dass den Alliierten die Möglichkeit gab im Notfall die Kommandogewalt in Deutschland zu übernehmen.[* 58][* 59] Schröders Ministerium erarbeitete auf Weisung von Bundeskanzler Adenauer schon 1958 erste Gesetzentwürfe, die der SPD frühzeitig bekannt gegeben wurden, da man zu dieser Grundgesetzänderung die Stimmen der SPD-Fraktion des Bundestages und die der SPD-geführten Bundesländer brauchte.[* 60] Durch die Berlin-Krise bedingt wurde die Gesetzesinitiative gehemmt.[* 61] Schlussendlich kam es nicht zur Abstimmung über die Notstandsgesetze, da die SPD nicht dafür stimmen wollte. Aus einem vertraulichen Brief eines SPD-Funktionärs erfuhr er, dass die Führung der SPD nie ernsthaft vor hatte seinen Gesetzentwurf zu unterstützen und deswegen hinhaltend verhandelt hatte, um das Ergebnis der Bundestagswahl 1961 abzuwarten.[* 62]
[Bearbeiten] Adenauer-Fernsehen
Bundeskanzler Adenauer fühlte sich und seine CDU bei der Kontrolle der ARD ins Hintertreffen geraten. Die Kontrolle übten nur die Bundesländer über ihre eigenen Rundfunkanstalten durch. Die Exekutive des Bundes hatte fast keine Eingriffsmöglichkeiten. Adenauer ließ daher per Gesetz über das Innenministerium das Deutschland-Fernsehen gründen. Als Betreiber war der Bundesverband der Deutschen Industrie vorgesehen, der damit das erste Privatfernsehen gegründet hätte. Die SPD-geführten Bundesländer Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Hessen riefen das Bundesverfassungsgericht an, das mit dem 1. Rundfunk-Urteil vom 28. Februar 1961 Adenauers Pläne blockierte. In der Folge wurde dann das ZDF 1962 gegründet. Schröder galt als Verfechter des Adenauer-Fernsehens, da er als "Zentralist" die Macht der Bundesländer gerne erweitert beschnitten hätte.[* 63]
[Bearbeiten] Gescheiterte Initiativen
Allerdings scheiterte er vor Gericht bei dem Versuch, die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes zu verbieten. Ebenso scheiterte sein Versuch eine Bündelung der Landtagswahlen festzusetzen am Widerstand der Landesregierungen.[* 64]
Schröders Versuch ein Ein- und Ausreisegesetz gegenüber der DDR im Bundestag durchzubringen gelang nicht, wobei die DDR 1961 mit dem Mauerbau dafür sorgte, dass der Gesetzentwurf obsolet wurde.[* 65]
Gerhard Schröder ist bis heute immer noch der Bundesinnenminister mit der längsten Amtszeit, sowohl in direkter Folge als auch insgesamt.
[Bearbeiten] Bundesaußenminister 1961-1966
Nach dem Ausscheiden von Heinrich von Brentano aus der Bundesregierung wurde er am 14. November 1961 dessen Nachfolger als Bundesminister des Auswärtigen. Dieses Amt behielt er auch unter Bundeskanzler Ludwig Erhard. Schröder galt während dieser Zeit als „Atlantiker“, d. h., er trat für die Orientierung der deutschen Außenpolitik an den USA ein. Im Gegensatz dazu galt Adenauer als „Gaullist“, dem die Beziehungen zu Frankreich wichtiger schienen. Es wird angenommen, dass Adenauer zeitweilig in Schröder seinen Nachfolger als Kanzler sah, ihm jedoch aufgrund dieses Konflikts seine Unterstützung entzog.
Schröder bereitete direkt die Entspannungspolitik in Richtung Osten vor, indem er deutsche Handelsmissionen in Rumänien, Bulgarien, Ungarn und Polen einrichten ließ[4]. Sein angespanntes Verhältnis zur SPD-Opposition als Innenminister entwickelte sich in seiner Außenministerzeit zu einem kooperativen Verhältnis. Schröder ist bis heute der letzte Bundesaußenminister, den die CDU gestellt hat.[1].
[Bearbeiten] Bundesverteidigungsminister 1966-1969
Als bei der Bildung der Großen Koalition die SPD das Amt des Außenministers für ihren Vorsitzenden Willy Brandt beanspruchte, wurde Schröder am 1. Dezember 1966 im Kabinett von Kurt Georg Kiesinger Bundesminister der Verteidigung. Schröder war zuvor in der internen Abstimmung der CDU/CSU-Fraktion über ihren Kanzlerkandidaten im dritten Wahlgang Kiesinger mit 81 zu 137 Stimmen (bei 26 Stimmen für Rainer Barzel) unterlegen. Der Atlantiker-Gaullisten-Streit hatte in der Union starke Spannungen ergeben, die für seine Niederlage in der Kanzlerkandidatenabstimmung der Unionsfraktion mitverantwortlich waren[1]. Franz-Josef Strauss versagte dem Protestanten Schröder gegenüber die Unterstützung der entscheidenden Stimmen der CSU in der gemeinsamen Fraktion[4].
Ende August 1967 stürzte er auf der Treppe seines Ferienhauses Atterdag auf Sylt: Herzrhythmusstörungen und Bewußtseinstrübung diagnostizierten die Ärzte damals. Schuld daran soll ein Streit mit dem Bundeskanzler Kiesinger gewesen sein[5], der den Wehretat gegen Schröders Willen gekürzt hatte. Schröder erholte sich nie ganz davon, sein Gedächtnis verließ ihn des öfteren, seine Stimme blieb seit dem schleppend.[6][7][8]
[Bearbeiten] Bundespräsidentschaftskandidat 1969
Bei der Wahl des deutschen Bundespräsidenten 1969 trat Schröder als Kandidat von CDU und CSU gegen den SPD-Kandidaten Gustav Heinemann in der Berliner Ostpreußenhalle[9] an, unterlag jedoch im dritten Wahlgang mit 506 zu 512 Stimmen. Im Vorfeld der Bundespräsidentenwahl wurde von einigen Medien seine Vergangenheit während der NS-Diktatur und seine Mitgliedschaft in der NSDAP sowie der SA wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt.[2]
Im zweiten Wahlgang erhielt Schröder mit 507 Stimmen sein bestes Ergebnis, gewählt wurde er wohl auch von 22 Mitgliedern der NPD. Für viele CDU-Parlamentarier war im Vorfeld die Wahl ihres Bundespräsidentschaftskandidaten mit den Stimmen der NPD untragbar, Schröder sah das pragmatischer: „Die sind ja schließlich auch demokratisch gewählt.“[10]
Ziel seiner Kandidatur war ein Brückenschlag zur FDP, um bei der anstehenden Bundestagswahl die Weichen für eine erneute Koalition zwischen Union und FDP zu stellen. Da die FDP mehrheitlich der Linie ihres Parteivorsitzenden Walter Scheel gefolgt ist, musste Schröder diese bittere Niederlage einstecken[1].
Diese Niederlage bedeutete für die auf Bundesebene erfolgsverwöhnte CDU der Anfang vom Ende an der Macht. Mit dem Ende der Großen Koalition schied Schröder am 21. Oktober 1969 auch aus der Bundesregierung aus.
[Bearbeiten] Ehrenamtliche Tätigkeiten
Schröder war Präsident der Deutschen Gesellschaft für Photographie.[3]
[Bearbeiten] Privatmensch
Schröder verfügte über eine preußische Erziehung und hielt zu den meisten Menschen einen unterkühlten Abstand. Bis zu seinem Ausscheiden aus dem Bundestag 1980 duzte er sich mit keinem Mitglied der CDU-Bundestagsfraktion, nicht einmal mit Paul Lücke, mit dem er sich in Bonn eine Zeit lang ein Appartement in Wohngemeinschaft geteilt hatte.[* 66] Er galt als kühler, politischer Praktiker mit festem Kern weltanschaulicher Grundüberzeugung.[* 67] Nichtsdestotrotz bescheinigten viele Zeitgenossen ihm auch aufgeschlossenes, herzliches und charmantes Verhalten anderen Menschen gegenüber.[* 68]
1960 baute er sich auf der Nordseeinsel Sylt im Ort Kampen ein Ferienhaus, das er Atterdag nannte. Atterdag ist Dänisch und bedeutet neuer Tag, war aber auch der Beiname des dänischen Königs Waldemar IV.[11]
Auf seiner Urlaubsinsel Sylt lernte Schröder den Maler Albert Aereboe kennen, der dort lebte und arbeitete. Dadurch wurde sein Interesse an moderner Kunst geweckt. Er erwarb über die Jahre mehrere Bilder von Aereboe und anderer Künstler. Er legte immer Wert darauf, Bilder von lebenden Künstlern zu erwerben.[* 69]
[Bearbeiten] Letzte Jahre und Tod
Nach seinem Tode ehrte ihn der Deutsche Bundestag am 12. Januar 1990 mit einem Staatsakt im Plenarsaal. Dabei sprach der damalige Bundeskanzler und CDU-Vorsitzende Helmut Kohl. Gerhard Schröder wurde auf dem Friedhof der Inselkirche St. Severin in Keitum auf Sylt beigesetzt.
[Bearbeiten] Familie
Mit seiner Frau Brigitte hatte er drei Kinder:
- Christina (geb. Dezember 1941)
- Jan (geb. Mai 1943)
- Antina (geb Oktober 1945)[* 70]
[Bearbeiten] Auszeichnungen (Auszug)
- SA-Sportabzeichen (1934)[* 71]
- Eisernes Kreuz 2. Klasse (1942)[* 72]
- Verwundetenabzeichen schwarz (1942)[* 73]
- Medaille Winterschlacht im Osten 1941/42 (1942)[* 74]
- Cholmschild (1942)[* 75]
- Großkreuz des Verdienstordens der Italienischen Republik (8. August 1965) zusammen mit Willy Brandt
[Bearbeiten] Zitate
[Bearbeiten] Trivia
Am 10. Oktober 1987 sollte es im WDR II ein Interview mit dem damaligen SPD-Oppositionsführer des niedersächsischen Landtages Gerhard Schröder über die geplatzte Rot-Grüne Koalition in Hessen geben. Durch einen Fehler hatten die Moderatoren nicht den SPD-Politiker per Telefon zugeschaltet bekommen, sondern Gerhard Schröder von der CDU, der aber ebenso irritiert war, wie die Moderatoren. Die Sendung konnte trotzdem gerettet werden, da Gerhard Schröder auch zu diesem Thema seine Sicht der Dinge vortragen konnte.[* 77]
[Bearbeiten] Siehe auch
- Kabinett Adenauer II – Kabinett Adenauer III – Kabinett Adenauer IV – Kabinett Adenauer V – Kabinett Erhard I – Kabinett Erhard II – Kabinett Kiesinger
[Bearbeiten] Veröffentlichungen
- Für oder wider das konstruktive Mißtrauensvotum. In: Bonner Hefte. 1953, Heft 1, S. 22–26.
- Wir brauchen eine heile Welt. Econ, Düsseldorf/Wien 1963.
- Das Flugzeug hieß „Westward Ho“. In: Horst Ferdinand (Hrsg.): Beginn in Bonn. Erinnerungen an den ersten Deutschen Bundestag. Herder, Freiburg/Basel/Wien 1985, ISBN 3-451-08235-7, S. 139–144.
[Bearbeiten] Literatur
- Franz Eibl: Politik der Bewegung. Gerhard Schröder als Außenminister 1961–1966. In: Studien zur Zeitgeschichte. Band 60. Oldenbourg, München 2001, ISBN 3-486-56550-8
- Torsten Oppelland: Schröder, Gerhard. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 23, Duncker & Humblot, Berlin 2007, S. 562 f.
- ders.: Gerhard Schröder (1910–1989). Politik zwischen Staat, Partei und Konfession. Droste, Düsseldorf 2002, ISBN 3-7700-1887-7
- Rezension von Bernhard Löffler in sehepunkte. 3, Nr. 6, 15. Juni 2003
- A Political Bureaucrat or a Bureaucratic Politician?, Rezension von Martin Menke in H-Net Reviews, März 2004
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Fußnoten und Quellen
- ↑ a b c d e f g h Konrad-Adenauer-Stiftung, abgerufen am 17. August 2011
- ↑ a b c d e f Quittung vorhanden. In: Der Spiegel. Nr. 9, 1969, S. 36 (24. Februar 1969, abgerufen am 30. Oktober 2011, online).
- ↑ a b Schreiber, Hermann: Ein Königskind auf Reisen. In: Der Spiegel. Nr. 31, 1972, S. 22-23 (24. Juli 1972, abgerufen am 30. Oktober 2011, online).
- ↑ a b c Die Zeit, abgerufen am 17. August 2011
- ↑ Schröders Kampf gegen den Kanzler. In: Der Spiegel. Nr. 32, 1967, S. 19-28 (31. Juli 1967, abgerufen am 31. Oktober 2011, online).
- ↑ Gerhard Schröder. In: Der Spiegel. Nr. 2, 1990, S. 67 (8. Januar 1990, abgerufen am 30. Oktober 2011, online).
- ↑ Whisky getrunken. In: Der Spiegel. Nr. 20, 1969, S. 34 (12. Mai 1969, abgerufen am 30. Oktober 2011, online).
- ↑ Szene verändert. In: Der Spiegel. Nr. 37, 1967, S. 24-25 (4. September 1967, abgerufen am 30. Oktober 2011, online).
- ↑ Bundestag, vom 30. Juni 2010, abgerufen am 30. Oktober 2011
- ↑ Großer Tag. In: Der Spiegel. Nr. 11, 1969, S. 23-24 (10. März 1969, abgerufen am 30. Oktober 2011, online).
- ↑ Gerhard Schröder. In: Der Spiegel. Nr. 49, 1960, S. 94 (30. November 1960, abgerufen am 30. Oktober 2011, online).
- Torsten Oppelland: Gerhard Schröder (1910-1989). Politik zwischen Staat, Partei und Konfession, Droste, Düsseldorf 2002, ISBN 3-7700-1887-7
- ↑ S. 38.
- ↑ S. 15-32.
- ↑ S. 38.
- ↑ S. 40-43.
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- ↑ S. 180-181.
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- ↑ S. 123.
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- ↑ S. 7.
Gustav Heinemann | Robert Lehr | Gerhard Schröder | Hermann Höcherl | Paul Lücke | Ernst Benda | Hans-Dietrich Genscher | Werner Maihofer | Gerhart Baum | Jürgen Schmude | Friedrich Zimmermann | Wolfgang Schäuble | Rudolf Seiters | Manfred Kanther | Otto Schily | Wolfgang Schäuble | Thomas de Maizière | Hans-Peter Friedrich
siehe auch: Amtsinhaber seit 1879
Konrad Adenauer | Heinrich von Brentano | Gerhard Schröder | Willy Brandt | Walter Scheel | Hans-Dietrich Genscher | Helmut Schmidt | Hans-Dietrich Genscher | Klaus Kinkel | Joschka Fischer | Frank-Walter Steinmeier | Guido Westerwelle
Siehe auch: Deutsche Außenminister seit 1871
Theodor Blank | Franz Josef Strauß | Kai-Uwe von Hassel | Gerhard Schröder | Helmut Schmidt | Georg Leber | Hans Apel | Manfred Wörner | Rupert Scholz | Gerhard Stoltenberg | Volker Rühe | Rudolf Scharping | Peter Struck | Franz Josef Jung | Karl-Theodor zu Guttenberg | Thomas de Maizière
siehe auch: Amtsinhaber seit 1919
Konrad Adenauer (CDU) | Franz Blücher (FDP → FVP) | Heinrich von Brentano (CDU) | Gerhard Schröder (CDU) | Fritz Neumayer (FDP → FVP) | Hans-Joachim von Merkatz (DP) | Fritz Schäffer (CSU) | Ludwig Erhard (CDU) | Heinrich Lübke (CDU) | Anton Storch (CDU) | Hans-Christoph Seebohm (DP) | Hans Schuberth (CSU) | Siegfried Balke (CSU) | Ernst Lemmer (CDU) | Victor-Emanuel Preusker (FDP → FVP) | Theodor Oberländer (GB/BHE → CDU) | Jakob Kaiser (CDU) | Heinrich Hellwege (DP) | Robert Tillmanns (CDU) | Waldemar Kraft (GB/BHE → CDU) | Hermann Schäfer (FDP → FVP) | Franz Josef Strauß (CSU) | Theodor Blank (CDU) | Franz-Josef Wuermeling (CDU)
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schröder, Gerhard |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (CDU), MdB |
| GEBURTSDATUM | 11. September 1910 |
| GEBURTSORT | Saarbrücken |
| STERBEDATUM | 31. Dezember 1989 |
| STERBEORT | Kampen auf Sylt |
- Außenminister (Bundesrepublik Deutschland)
- Innenminister (Bundesrepublik Deutschland)
- Verteidigungsminister (Bundesrepublik Deutschland)
- Bundestagsabgeordneter (Nordrhein-Westfalen)
- Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten (Deutschland)
- NSDAP-Mitglied
- SA-Mitglied
- CDU-Mitglied
- Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großkreuz)
- Träger des portugiesischen Christusordens (Großkreuz)
- Deutscher
- Geboren 1910
- Gestorben 1989
- Mann