Gerhard Simon

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Gerhard Simon (* 8. September 1937) ist ein deutscher Slawist und Hochschullehrer.

Leben[Bearbeiten]

Gerhard Simon studierte Geschichte und Slawistik an den Universitäten Göttingen, Hamburg und an der Indiana University in Bloomington (Indiana).

1969 wurde er in Hamburg mit einer Dissertation zur russischen Kirchenpolitik zum Dr. phil. promoviert. Ab 1968 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien in Köln tätig. Von 1991 bis 2000 war er hier Leiter des Forschungsbereichs Russland und andere Staaten der GUS. Zuletzt war er Leitender Wissenschaftlicher Direktor im Bundesinstitut; kurz nach dessen Auflösung zum Ende des Jahres 2000 wurde er 2001 in den Ruhestand verabschiedet.

1985 habilitierte er sich an der Universität Köln für neuere und osteuropäische Geschichte und lehrte hier seit 1991 als außerplanmäßiger Professor.

Gastprofessuren führten ihn an die Universität München, die Humboldt-Universität Berlin und die Universität Mainz. Er ist Fellow of the Russian Research Center an der Harvard University und absolvierte ein Fellowship am Kennan Institute in Washington D.C..

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Konstantin Petrovič Pobedonoscev und die Kirchenpolitik des Heiligen Sinod 1880-1905. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 1969 (Kirche im Osten 7), zugl. Hamburg, Phil. F., Diss. v. 20. Aug. 1969
  • Die Kirchen in Russland. München: Manz 1970
(engl.) Church, state and opposition in the U.S.S.R. London: Hurst 1974
  • Probleme der Erforschung von Religion und Atheismus in Osteuropa. Köln: Bundesinst. f. Ostwiss. u. Internat. Studien 1971
  • Der Kampf für die Glaubenstoleranz. Köln : Bundesinst. f. Ostwiss. u. Internat. Studien 1972
  • Aktuelle Probleme der sowjetischen Nationalitätenpolitik. Köln: Bundesinst. f. Ostwiss. u. Internat. Studien 1975
  • Die nichtrussischen Völker in Gesellschaft und Innenpolitik der UdSSR. Köln : Bundesinst. für Ostwissenschaftl. u. Internat. Studien 1979
  • Nationalismus und Nationalitätenpolitik in der Sowjetunion. Baden-Baden: Nomos-Verlagsgesellschaft 1986 (Osteuropa und der internationale Kommunismus 16) Zugl.: Köln, Univ., Habil.-Schrift 1986 ISBN 3-7890-1249-1
(engl.) Nationalism and policy toward the nationalities in the Soviet Union: from totalitarian dictatorship to poststalinist society. Boulder; San Francisco; Oxford: Westview Press 1991 ISBN 0-8133-7494-4
  • (mit Nadja Simon): Verfall und Untergang des sowjetischen Imperiums (= dtv-Wissenschaft 4598). Mit zahlreichen Dokumenten. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München München 1993, ISBN 3-423-04598-1
  • Warum ging die Sowjetunion unter? Köln: Bundesinst. für Ostwiss. und Internat. Studien 1995
  • Rußländische Nation - Fiktion oder Rettung für Rußland? Köln: Bundesinst. für Ostwiss. und Internat. Studien 1999
  • (Hrg.): Die neue Ukraine: Gesellschaft - Wirtschaft - Politik (1991-2001). Köln: Böhlau 2002 ISBN 3-412-12401-X

Weblinks[Bearbeiten]