Gerhard Skiba

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Bürgermeister Gerhard Skiba (2.v.r.) überreicht Egon Ranshofen-Wertheimer Preis an Trapp Familie

Gerhard Skiba (* 1947) ist ein österreichischer Kommunalpolitiker (SPÖ). Er war von 1989 bis zu seinem Rücktritt im September 2010 Bürgermeister der Stadt Braunau am Inn[1].

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Engagement für Braunau

Mahnstein vor dem Geburtshaus Adolf Hitlers in Braunau

[Bearbeiten] Mahnstein gegen Krieg und Faschismus

Im Jahr 1989 initiierte Gerhard Skiba die Errichtung des Mahnsteins gegen Krieg und Faschismus vor dem Geburtshaus von Adolf Hitler. Jährlich wird in Braunau Anfang Mai in einer Gedenkstunde vor dem Mahnstein an die Opfer des Krieges und des Faschismus erinnert.

[Bearbeiten] Braunauer Zeitgeschichte-Tage

1992 trafen sich auf seine Einladung hin bei den 1. Braunauer Zeitgeschichte-Tagen Vertreter aus Bautzen, Mauthausen, Wunsiedel und anderen Orten mit einem „Unerwünschten Erbe“.[2]

[Bearbeiten] Climate-Star 2004

Am 25. Februar 2005 wurden in Baden bei Wien 22 europäische Kommunen mit dem Climate-Star 2004 ausgezeichnet. Es hatten sich über 200 Kommunen aus 17 Ländern mit ihren Projekten beworben. Das europäische Städtenetzwerk zum Klimaschutz "Klima-Bündnis", welche diese Auszeichnung ins Leben rief, will damit die wichtige Rolle der Kommunen bei der Verminderung von Treibhausgas-Emissionen aufzeigen. Im Zuge dieser Verleihung nahmen die beiden Bürgermeister Richard Findl und Gerhard Skiba für das Geothermieprojekt Simbach-Braunau diese internationale Auszeichnung entgegen.

[Bearbeiten] Stolpersteine

Am 11. August 2006 hat der Kölner Künstler Gunter Demnig auf Einladung von Gerhard Skiba in der Stadt Braunau am Inn vier Stolpersteine für NS-Opfer verlegt[3].

Gerhard Skiba[4], Andreas Maislinger (Gründer des Österreichischen Gedenkdienstes) und Gedenkdiener stehen vor dem Haus, in dem Hitler geboren wurde.

[Bearbeiten] Haus der Verantwortung

In der Österreichischen Tageszeitung KURIER[5] vom 11. Oktober 2009 spricht sich Gerhard Skiba erstmals für ein "Haus des Friedens" oder "Haus der Verantwortung" im Geburtshaus von Adolf Hitler aus.[6] Diese Pläne fügen sich ideal in das Konzept des Friedensbezirks Braunau.

[Bearbeiten] Antifa-Demonstration

Bürgermeister Gerhard Skiba unterstützt seit Jahren die jeweils unmittelbar vor Hitlers Geburtstag organisierte antifaschistische Demonstration des Bündnis "braunau gegen rechts"[7] und der Kommunistischen Jugend Österreichs[8].

[Bearbeiten] Auszeichnungen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Braunau: Bürgermeister Gerhard Skiba scheidet mit sofortiger Wirkung aus seinem Amt
  2. Nicht totzuschweigen - Offener Umgang mit unerwünschtem Erbe (Frankfurter Rundschau Online)
  3. Stolpersteine im Bezirk Braunau am Inn.
  4. Braunau am Inn ehrt österreichische "Gerechte", Zeitschrift Schalom (Oktober 2002)
  5. Was wird aus Hitlers Geburtshaus? (11. Oktober 2009)
  6. Haus Salzburger Vorstadt 15 - Stellungnahme Bürgermeister Gerhard Skiba zur aktuellen Situation
  7. Bündnis "braunau gegen rechts"
  8. Andreas Maislinger: Piraten in Braunau? Dorfzeitung 23. April 2009.
  9. Rotes Kreuz bietet viele Dienste an, nachrichten.at, 25. Juni 2010
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