Gerlos

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Gerlos
Wappen von Gerlos
Gerlos (Österreich)
Gerlos
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Schwaz
Kfz-Kennzeichen: SZ
Fläche: 118,91 km²
Koordinaten: 47° 14′ N, 12° 2′ O47.22555555555612.0341666666671247Koordinaten: 47° 13′ 32″ N, 12° 2′ 3″ O
Höhe: 1247 m ü. A.
Einwohner: 773 (1. Jän. 2014)
Postleitzahl: 6281
Vorwahl: 05284
Gemeindekennziffer: 7 09 12
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gerlos 141
6281 Gerlos
Website: www.gerlos.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Andreas Haas
(Allgemeine Liste - Liste des Bürgermeisters)
Gemeinderat: (2010)
(11 Mitglieder)
6 Allgemeine Liste - Liste des Bürgermeisters
3 Neutral für Gerlos
2 Voran stark für Gerlos
Lage der Gemeinde Gerlos im Bezirk Schwaz
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Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Stausee Speicher Durlaßboden mit der Reichenspitzgruppe der Zillertaler Alpen

Gerlos ist eine Gemeinde mit 773 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Schwaz in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Zell am Ziller.

Blick in die Hauptstraße im Ortsteil Au

Geographie[Bearbeiten]

Gerlos liegt im Gerlostal, einem Seitental des Zillertals, das bei Zell am Ziller Richtung Osten abzweigt. Die Besiedlung erstreckt sich über mehrere Weiler entlang der Straße zum Gerlospass auf dem rund 1200 m hoch gelegenen Talboden (Schwarzach, Gmünd, Ried, Au, Mitterhof, Oberhof, Innertal). Die Gemeinde grenzt im Osten an das Bundesland Salzburg. Östlich von Gerlos mündet die Schönach in den Gerlosbach.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name Gerlos ist illyrischen Ursprungs und hieß in frühen Zeiten noch „Gerlais“, der Gerlospass wurde 1154/1156 erstmals als „saltus Gerrlaise“ urkundlich erwähnt, zur gleichen Zeit auch das Waldgebiet als „silvam cui nomen Gerleis“[1]. Ab dem 9. Jahrhundert übte das Hochstift Salzburg die Grund- und Herrschaftsrechte im Zillertal (wie auch in Gerlos) aus, es entwickelte sich ein reger Handel über den Pass. Im 14. Jahrhundert wurden zinspflichtige Schwaighöfe angelegt. In dieser Zeit erlangte auch der in diesem Raum betriebene Goldbergbau eine wirtschaftliche Bedeutung.

Eine große Rolle spielte der Pass als strategisch wichtiger Übergang zwischen Tirol und Salzburg beim Tiroler Freiheitskampf 1809. Im Jahr 1816 wurde an der Passhöhe die Grenze zwischen Tirol und Salzburg endgültig festgelegt. Erst in den 1960er Jahren wurde die Gerlosstraße auf beiden Seiten ausgebaut und bietet eine Verbindung zu den bekannten Krimmler Wasserfällen. Im Zuge des Straßenausbaus wurde auch der Jahresspeicher Durlaßboden mit dem Kraftwerk Funsingau und dem Wochenspeicher Gmünd der Gerloskraftwerke angelegt (das Krafthaus steht in Rohrberg).

Wirtschaft[Bearbeiten]

Neben der Gewinnung elektrischer Energie und Landwirtschaft/Almwirtschaft spielt vor allem der Tourismus mit dem Skigebiet „Zillertal Arena“ eine Rolle, was Gerlos zur dritthöchsten Nächtigungszahl im Zillertal nach Mayrhofen und Tux verhilft.

Verkehr[Bearbeiten]

Gerlos liegt an der Gerlos Straße (B 165), die Zell am Ziller mit Mittersill verbindet. Von Zell am Ziller (Bahnstation der Zillertalbahn) besteht saisonaler Busverkehr.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Gerlos

Die einzig bedeutendere Sehenswürdigkeit im Ort stellt die barocke Kirche von 1735 dar. Sie wurde anstelle eines gotischen Vorgängerbaues aus dem 15. Jahrhundert errichtet und befindet sich an der Hauptstraße gelegen im Gemeindeteil Au.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Berthold Beitz (1913–2013), Mitbegründer des Skigebietes sowie Initiator der Jagd[2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gerlos – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Gerlos – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Salzburger Urkundenbuch II, Nr. 308
  2. Traueranzeige in der Tiroler Tageszeitung, aufgerufen am 6. August 2013