Germain Debré

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Germain Debré (* 1890 in Neuilly-sur-Seine; † 15. Mai 1948) war ein jüdischer Architekt, der offizieller Architekt des Consistoire Paris war und Synagogen in Paris baute.

Familie[Bearbeiten]

Germain Debré ist der Sohn des Großrabbiners Simon Debré (1854–1939) und Bruder des bekannten Arztes Robert Debré (1882–1978).

Leben[Bearbeiten]

Verzögert durch den Ersten Weltkrieg schloss Germain Debré sein Studium der Architektur 1920 ab. In den 1920er Jahren wurde er Mitarbeiter von Lucien Hesse, dessen Nachfolger als offizieller Architekt des Consistoire de Paris er im November 1929 wurde, als dieser starb. Im Auftrag der Association cultuelle israélite de Paris (A.C.I.P.) baute er die Synagogen Belleville (1930), La Varenne-Saint-Hilaire (1935), Montmartre und erweiterte die Synagoge in Neuilly-sur-Seine (1937). Debré schuf neue Formen, die bisher in der Synagogenarchitektur nicht verwendet wurden. Die Synagoge im Pariser Viertel Belleville ist terrassenförmig aufgebaut, aus Stahlbeton geschaffen, und erinnert eher an eine Schule als einen Ort des Kultus.

Debré erhielt mehrere Aufträge vom staatlichen Commissariat à l'énergie atomique für den Bau von Labors.

Die Synagoge von Neuilly; links die Fassade aus dem 19. Jahrhundert und rechts die Fassade nach dem Umbau im 20. Jahrhundert

Bauwerke[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Dominique Jarrassé: Guide du patrimoine juif parisien. Parigramme, Paris 2003, ISBN 978-2-84096-247-2
  • Jean Colson/Marie-Christine Lauroa (Hrsg.): Dictionnaire des monuments de Paris. Editions Hervas, Paris 2003 (1. Auflage 1992), S. 153, 179, 364–365, 486, 773, ISBN 2-84334-001-2

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Germain Debré – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien