Germanium(II)-fluorid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kristallstruktur
Strukturformel von Germanium(II)-fluorid
__ Ge2+     __ F
Allgemeines
Name Germanium(II)-fluorid
Andere Namen

Germaniumdifluorid

Verhältnisformel GeF2
CAS-Nummer 13940-63-1
PubChem 6327235
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 110,64 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

110 °C[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Germanium(II)-fluorid ist eine anorganische chemische Verbindung des Germaniums aus der Gruppe der Fluoride.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Germanium(II)-fluorid kann durch Reaktion von Germanium(IV)-fluorid mit Germanium bei 150 °C gewonnen werden.[1]

\mathrm{GeF_4 + Ge \longrightarrow 2 \ GeF_2}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Germanium(II)-fluorid ist ein weißer Feststoff, der löslich in 48%er Flusssäure ist. Er kann bei 130 °C im Vakuum destilliert werden und zersetzt sich oberhalb 160 °C unter Verfärbung. Er besitzt stark reduzierende Eigenschaften.[1] In feuchter Luft erfolgt Umwandlung zu Germanium(II)-hydroxid.[3] Germanium(II)-fluorid besitzt eine orthorhombische Kristallstruktur mit der Raumgruppe P212121 und den Gitterkonstanten a = 0,4682 nm, b = 0,5178 nm, c = 0,8312 nm, Z = 4 (vier Struktureinheiten pro Zelle). Seine Kristallstruktur besteht aus starken Polymerketten, die aus GeF3-Pyramiden bestehen, wobei eines der Fluoratome in der Kette zu zwei benachbarten Pyramiden gehört.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e  Georg Brauer: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band I, Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 230.
  2. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  3.  Dale L. Perry: Handbook of Inorganic Compounds, Second Edition. Taylor & Francis US, 2011, ISBN 143981462-7, S. 187 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. James Trotter, M. Akhtar, Neil Bartlett: The crystal structure of germanium difluoride. In: Journal of the Chemical Society A: Inorganic, Physical, Theoretical. 1966, S. 30, doi:10.1039/J19660000030.