Gernot Langes-Swarovski
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Gernot Langes-Swarovski (* 13. Oktober 1943 in Wattens, Tirol ist ein österreichischer Unternehmer. Er war bis 2002 35 Jahre lang geschäftsführender Gesellschafter des Tiroler Konzerns Swarovski KG und ist mit 17 Prozent größter Einzelgesellschafter. Er ist Urenkel von Daniel Swarovski, dem Gründer des Unternehmens.[1]
[Bearbeiten] Karriere bei Swarovski
Gernot Langes-Swarovski trat Mitte der 1960er Jahre als Kommanditist und Geschäftsführer in das seit 1895 bestehende Familienunternehmen ein.
1974, als Swarovski nach dem Ölpreisschock mit drastischen Umsatzeinbrüchen im Zuge der allgemeinen Wirtschaftsschwäche zu kämpfen hatte, übernahm er gemeinsam mit Christian Schwemberger-Swarovski sowie den Brüdern Helmut und Gerhard Swarovski die Führung im etwa zweihundert Familienmitglieder umfassenden Familien- Konzern. Als direkte Nachfolger des Gründers werden etwa 50 Personen betrachtet.
1978 kaufte er gemeinsam mit Christian Schwemberger-Swarovski die Aircraft Innsbruck, die spätere Tyrolean Airways die mittlerweile zur Austrian Airlines Group gehört. Die heutige Tyrolean Jet Services wurde von diesem Unternehmen abgespalten und ist seit 1988 wieder im Alleinbesitz der Fa. Swarovski.
1979 begann die Produktion der weltweit bekannten Kristallglasfiguren, die heute den Löwenanteil des Umsatzes ausmachen. Diese unternehmerische Entscheidung hatte größte Auswirkung – negativ und positiv – auf die weitere Entwicklung der Firma.
1987 brachte er mit der Übernahme der tausende Verkaufslokale umfassenden US-Schmuckhandelskette Zale gemeinsam mit dem kanadischen Partner Peoples Jewellery das Unternehmen Swarovski in allergrößte wirtschaftliche Schwierigkeiten.[2] 1991 musste das US- amerikanische Tochterunternehmen mit umgerechnet 1,1 Milliarden Euro Schulden Konkurs anmelden. Die daraus resultierenden Verluste – angeblich rund 150 Millionen Euro – belasteten die Konzernbilanzen vieler Jahre.
2002 gab er seine Funktionen im Konzern – Verkauf und Marketing – an seinen Sohn Markus ab. Sein Erbe: 1,7 Milliarden Euro Umsatz, die Verantwortung für rund 14.000 Mitarbeiter weltweit und das Museum Kristallwelten in Wattens bei Innsbruck.[3]
[Bearbeiten] Sonstige wirtschaftliche Aktivitäten
Der persönliche Freund des verstorbenen Bundespräsidenten Thomas Klestil engagiert sich besonders im Weinbau und bei Bio-Produkten, bereits in seiner Jugend feierte Gernot Langes Swarovski sportliche Erfolge. So war er 1949 Wattener Schülerschimeister, mit dem FC Swarovski Tirol setzten sich seine sportlichen Aktivitäten fort.
- Das 700 Hektar große Weingut Bodega Norton in Argentinien, eine Weinbau-Schule.
- Beteiligung an einer großen Wein-Vertriebsfirma in China.
- Beteiligung an dem in Spittal an der Drau angesiedelten Papierunternehmen PAP-Star.
- Beteiligung an der Woolin Group Naturprodukte GmbH – einem Hersteller von Dämmstoffen aus Schafwolle.
- Beteiligung an dem in Spittal an der Drau ansässigen Hersteller von Inkjet-Tinten „SEPIAX Ink Technology“
- Beteiligung an einem Yachthafen in der Bucht von Triest.
- Eine Eigenjagd „Villa Rosa“ in der „Argentinischen Schweiz“ Bariloche.
- Beteiligung an der EP Naturprodukte von „Bio-Guru“ Engelbert Perlinger.
- Eine Insel bei Venedig.[4]
- 1986 Gründung des FC Swarovski Tirol (Auflösung des Vereins Ende der Saison 1991/92).
- Skilifte im Bezirk Reutte (Biberwier und Lermoos).
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Swarovski: Jetzt kommt die fünfte Generation, WirtschaftsBlatt, 22. November 2000
- ↑ Weltweit glitzerndes Netzwerk einer Familie, WirtschaftsBlatt, 2. Dezember 2003
- ↑ T-Online Portrait, Quelle APA
- ↑ T-Online Portrait, Quelle APA
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Langes-Swarovski, Gernot |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Unternehmer |
| GEBURTSDATUM | 13. Oktober 1943 |
| GEBURTSORT | Wattens, Tirol |

