Geroda (Unterfranken)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Geroda
Geroda (Unterfranken)
Deutschlandkarte, Position des Marktes Geroda hervorgehoben
50.2830555555569.9442Koordinaten: 50° 17′ N, 9° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Bad Kissingen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Bad Brückenau
Höhe: 442 m ü. NN
Fläche: 16,79 km²
Einwohner:

927 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97779
Vorwahl: 09747
Kfz-Kennzeichen: KG
Gemeindeschlüssel: 09 6 72 126
Marktgliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Kirchberg 2
97779 Geroda
Webpräsenz: www.geroda.de
Bürgermeister: Manfred Emmert (FWG)
Lage des Marktes Geroda im Landkreis Bad Kissingen
Dreistelzer Forst Forst Detter-Süd Geiersnest-Ost Geiersnest-West Waldfensterer Forst Kälberberg (Unterfranken) Mottener Forst-Süd Neuwirtshauser Forst Omerz und Roter Berg Römershager Forst-Nord Römershager Forst-Ost Roßbacher Forst Waldfensterer Forst Großer Auersberg Münnerstadt Thundorf in Unterfranken Maßbach Rannungen Nüdlingen Oerlenbach Bad Kissingen Aura an der Saale Bad Bocklet Euerdorf Sulzthal Ramsthal Elfershausen Fuchsstadt Hammelburg Elfershausen Wartmannsroth Oberthulba Oberthulba Oberthulba Burkardroth Burkardroth Zeitlofs Zeitlofs Bad Brückenau Bad Brückenau Oberleichtersbach Geroda (Unterfranken) Schondra Schondra Schondra Riedenberg Motten (Bayern) Wildflecken Hessen Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Main-Spessart Landkreis Schweinfurt Landkreis Haßberge Landkreis Haßberge SchweinfurtKarte
Über dieses Bild

Geroda ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Bad Brückenau.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Geroda liegt im Naturpark Bayerische Rhön, im Thulbatal, an den südlichen Ausläufern der so genannten Schwarzen Berge.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Die politische Gemeinde Geroda hat drei amtlich benannte Ortsteile[2]:

[Bearbeiten] Geschichte

Der Name Geroda kommt vom frühneuhochdeutschen Ger für Speer und Roda für Rodung und beschreibt eine keilförmige Rodung. Im 12. Jahrhundert wurde eine erste Kirche gebaut. Im Spätmittelalter war das Dorf in zwei Hälften geteilt, die Fuldaer Bischöfe belehnten eine Hälfte an die Familie von Bibra, die andere wechselte den Besitz zwischen Mainz, Thüngen und von der Tann. Durch seine Lage an einer Handelsstraße wurde es in Kriegen wie dem Dreißigjährigen Krieg immer wieder von durchziehenden Armeen heimgesucht.

Mindestens seit dem 19. Jahrhundert waren jüdische Familien im Ort ansässig, die im Jahre 1907 eine Synagoge errichteten. Diese wurde beim Novemberpogrom 1938 durch SA-Männer verwüstet, woran eine Gedenktafel erinnert.[3] 1910 wurde der jüdische Friedhof errichtet.

[Bearbeiten] Eingemeindungen

Im Zuge der bayerischen Gemeindereformen ging das Marktrecht des ehemaligen Marktes Platz am 1. Juli 1971 (Tag der Eingemeindung[4]) auf die neue Gemeinde Geroda über.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Marktgemeinderat

Der Marktgemeinderat von Geroda hat 9 Mitglieder einschließlich des Bürgermeisters.

Freie Wählergemeinschaft Geroda Parteilose Wählergemeinschaft Platz Gesamt
2008 6 3 9 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)

[Bearbeiten] Wappen

[Bearbeiten] Blasonierung

Durch eine eingeschweifte silberne Spitze, darin ein schwebendes schwarzes Tatzenkreuz, gespalten von Blau und Rot; vorne ein mit drei Ringen belegter silberner Schrägbalken, hinten ein gekrümmter silberner Fisch.

[Bearbeiten] Wappengeschichte

1971 wurde aus der ehemaligen Gemeinde Geroda und dem Markt Platz die Marktgemeinde Geroda gebildet. Geroda gehörte his 1803 zur Abtei Fulda, worauf im Wappen das fuldische Tatzenkreuz hinweist. Die Marktgemeinde Platz gehörte dagegen zum Hochstift Würzburg. Die Grundherrschaft in beiden Gemeinden gehörte dem Würzburger Juliusspital. Dieses veranlasste 1802 die Markterhebung der Gemeinde Platz. Im Wappen weist auf das Juliusspital der silberne Schrägbalken in Blau mit den drei blauen Ringen hin. Das Wappen des Spitals ist auch das Wappen seines Gründers Bischof Julius Echter von Mespelbrunn (1573–1617). Der silberne Fisch ist dem Familienwappen der Freiherrn von der Tann entnommen. Das Wappen wurde von der Regierung von Unterfranken am 10. Dezember 1980 verliehen.

[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen

Mitte Juni findet die Geröder Droohdeseldour und der Geröder Walking Lauf statt.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111111/224822&attr=OBJ&val=1568
  3. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 142
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 426

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Geroda – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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