Gerold Reichenbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gerold Reichenbach (2014)

Gerold Reichenbach (* 28. September 1953 in Geinsheim am Rhein) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er ist seit 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Nach dem Abitur 1972 absolvierte Reichenbach ein Lehramtsstudium der Fächer Deutsch und Sozialkunde an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, welches er 1978 mit dem ersten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien beendete. Während des Studiums war er wissenschaftliche Hilfskraft bei Professor Ernst Erich Noth. Nach Ableistung des Referendariats bestand er 1980 auch das zweite Staatsexamen und war anschließend bis 1995 als Gymnasiallehrer zunächst in Darmstadt und später in Groß-Gerau tätig.

Partei[Bearbeiten]

Reichenbach trat 1976 in die SPD ein und engagierte sich zunächst bei den Jusos, deren Unterbezirksvorsitzender in Groß-Gerau er von 1980 bis 1981 war.

Von 1984 bis 1990 gehörte Reichenbach dem Vorstand des SPD-Unterbezirks Groß-Gerau an. 2008-2009 war er dort Vorsitzender, seit 2009 ist er stellvertretender Vorsitzender. Seit 2000 ist er Mitglied im SPD-Bezirksvorstand Hessen-Süd.

Abgeordneter[Bearbeiten]

Reichenbach gehörte von 1981 bis 1999 der Gemeindevertretung von Trebur an. Von 1988 bis 2010 war er Mitglied im Kreistag des Landkreises Groß-Gerau, wo er von 1994 bis 2004 stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion war. Von 1995 bis 2002 gehörte Reichenbach außerdem dem Hessischen Landtag an, in den er jeweils als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Groß Gerau I eingezogen war. Er war in dieser Zeit wohnungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.

Seit 2002 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier ist er seit 2005 stellvertretender Sprecher der Landesgruppe Hessen in der SPD-Bundestagsfraktion. Er gehört der Abgeordnetengruppe Parlamentarische Linke an.

Gerold Reichenbach ist 2002 und 2005 als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Groß-Gerau in den Bundestag eingezogen. 2009 und 2013 zog er über die Landesliste erneut in den Bundestag ein. Er ist in der 18. Wahlperiode Mitglied des Bundestags-Innenausschusses und stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses Digitale Agenda.

Ehrenamtliches Engagement[Bearbeiten]

Reichenbach ist Landesvorsitzender der Förder und Helfer des Technischen Hilfswerks e.V. in Hessen und Mitglied im Präsidium der THW-Bundesvereinigung e.V. Hilfseinsätze, unter anderem mit dem THW und der UNO, führten beispielsweise nach Costa Rica (1991), die Türkei (1999), Mostar (1994) und Mosambik (2000). Hilfe leistete er auch beim Oder-Hochwasser (1997) und dem Elbe-Hochwasser (2002). Seit dem 18. Januar 2011 ist er Bundesvorsitzender des Deutschen Komitees Katastrophenvorsorge e.V. Reichenbach ist Mitglied der SEEBA und des Katastrophenschutzstabes des Landkreises Groß-Gerau.

Karikaturist[Bearbeiten]

Reichenbach hat bisher mehr als 1000 Karikaturen gezeichnet. Einige der Werke wurden 2013 in einer Ausstellung auf Schloss Dornberg in Groß-Gerau mit dem Titel bezeichnend - gezeichnet gezeigt.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gerold Reichenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Karikaturist des Bundestags in FAZ vom 28.März 2013, Seite 56