Geroldsgrün

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Geroldsgrün
Geroldsgrün
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Geroldsgrün hervorgehoben
50.33611111111111.596666666667606Koordinaten: 50° 20′ N, 11° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Hof
Höhe: 606 m ü. NHN
Fläche: 15,57 km²
Einwohner: 2916 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 187 Einwohner je km²
Postleitzahl: 95179
Vorwahlen: 09288, in Teilen 09267Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: HO, MÜB, NAI, REH, SAN
Gemeindeschlüssel: 09 4 75 128
Gemeindegliederung: 21 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Keyßerstr. 25
95179 Geroldsgrün
Webpräsenz: www.geroldsgruen.de
Bürgermeister: Helmut Oelschlegel (SPD)
Lage der Gemeinde Geroldsgrün im Landkreis Hof
Schwarzenbach an der Saale Zell im Fichtelgebirge Weißdorf Trogen (Oberfranken) Töpen Stammbach Sparneck Selbitz (Oberfranken) Schwarzenbach am Wald Schauenstein Rehau Regnitzlosau Oberkotzau Naila Münchberg Lichtenberg (Oberfranken) Konradsreuth Köditz Issigau Helmbrechts Geroldsgrün Gattendorf (Oberfranken) Feilitzsch Döhlau Berg (Oberfranken) Bad Steben Landkreis Kronach Hof (Saale) Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Kulmbach Landkreis Bayreuth Martinlamitzer Forst-Nord Geroldsgrüner Forst Gerlaser Forst Forst Schwarzenbach a.Wald Sachsen Thüringen TschechienKarte
Über dieses Bild

Geroldsgrün ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Hof und liegt im Frankenwald.

Geografie[Bearbeiten]

Geroldsgrün liegt im Westen des Landkreises Hof an der Grenze zum benachbarten Landkreis Kronach im Frankenwald, einem bewaldeten Mittelgebirge. Die Wasserscheide zwischen Rhein und Elbe verläuft auf der östlichen Anhöhe. Die Ölsnitz fließt durch das Ölsnitztal mit markanten Felsformationen in Richtung Rodach.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Geroldsgrün besteht aus insgesamt[2] 21 Ortsteilen:

  • Dürrenwaid
  • Dürrenwaiderhammer
  • Geroldsgrün
  • Geroldsreuth
  • Großenreuth
  • Hermesgrün
  • Hertwegsgrün
  • Hirschberglein
  • Langenau
  • Langenbach
  • Lotharheil
  • Mühlleiten
  • Neuenhammer
  • Neumühle
  • Oberhammer
  • Pfarrschneidmühle
  • Silberstein
  • Steinbach
  • Trögershäuser
  • Unterhammer
  • Untersteinbach

Die Ortsteile von Geroldsgrün sind zum großen Teil staatlich anerkannte Luftkurorte.

Klima[Bearbeiten]

Die jährliche Durchschnittstemperatur in Geroldsgrün beträgt 6,7 °C, die durchschnittliche Niederschlagsmenge 1.002 mm.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde 1323 als Gerhartsgrün erstmals urkundlich erwähnt. Bis in jüngste Zeit war Geroldsgrün immer Grenzort zwischen unterschiedlichen Hoheitsgebieten, so zwischen dem Bistum Bamberg und den Grafen von Orlamünde, später dann zwischen dem Bistum und dem Markgraftum Bayreuth-Kulmbach. Ab 1500 lag die Ortschaft im Fränkischen Reichskreis. Als Teil des seit 1792 preußischen Fürstentums Bayreuth fiel Geroldsgrün im Frieden von Tilsit 1807 an Frankreich und kam 1810 zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Bis zur Wiedervereinigung war Geroldsgrün wieder Grenzort. Bei Steinbach am Langesbühl befand sich die Station Echo 1 der Frankenwaldkaserne.

Ein dunkles Kapitel war die Hexenverfolgung, die in Geroldsgrün und Umgebung erst 1654 endete.[3]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Dürrenwaid eingegliedert.[4] Die Gemeinden Langenbach und Steinbach bei Geroldsgrün folgten am 1. Mai 1978.[5]

Wappen[Bearbeiten]

Die Gemeinde Geroldsgrün erhielt am 14. Januar 1955 ein eigenes Wappen: „Geteilt von Silber und Grün; oben ein wachsender roter Adler, unten ein goldener Pochhammer“.

Der Pochhammer deutet auf das alte örtliche Gewerbe der Eisenerzgewinnung hin. Der rote Adler war ein Hauptsymbol der Markgrafen von Bayreuth, zu deren Territorium der schon 1330 urkundlich erwähnte Ort früher gehörte. Die grüne Feldfarbe der unteren Schildhälfte weist auf den Ortsnamen hin.

Politik[Bearbeiten]

Der Gemeinderat von Geroldsgrün hat 16 Mitglieder und setzt sich wie folgt zusammen:

CSU SPD Gesamt
2014 8 8 16 Sitze

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Jakobuskirche

Liste der Baudenkmäler in Geroldsgrün


Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Faber-Castell Werk Geroldsgrün
  • Zweigwerk der Firma Faber-Castell: Das Werksgebäude ist künstlerisch gestaltet. Die Produktion in Geroldsgrün umfasst Stifte aller Art und Kosmetikartikel. Die gesamte Faber-Castell-Produktpalette wird in einem Werksverkauf angeboten.
  • Ein Holzbearbeitungswerk der Firma Graetz, später Nokia, das in früheren Jahren Fernseh- und Radio-Gehäuse fertigte, wurde inzwischen geschlossen.
Ehemaliges Holzwerk von Graetz

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20100828/153306&attr=OBJ&val=1225
  3. Der "Drudner" Johannes Junius schreibt seinen letzten Brief auf www.bezirk-oberfranken.de
  4.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 500.
  5.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 687.
  6. Herwig Wagner: Keysser, Christian. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 3, Bautz, Herzberg 1992, ISBN 3-88309-035-2, Sp. 1447–1453.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Geroldsgrün – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien