Gerolsteiner Brunnen

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Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co. KG
Gerolsteiner Logo.svg
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1. Januar 1888
Sitz Gerolstein, Deutschland

Leitung

  • Axel Dahm (Vorsitzender)
  • Joachim Schwarz (kaufmännischer Bereich)
  • Ulrich Rust (Technik)
Mitarbeiter 740 (2013)
Umsatz 212,75 Mio.  (Stand: 2012)
Branche Getränkehersteller
Produkte MineralwasserVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.gerolsteiner.de
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Gerolsteiner Brunnen
Mineralwasserflasche mit sternförmigen Firmenlogo, 19. Jahrhundert

Die Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co. KG ist ein Hersteller und Vertreiber von Mineralwasserprodukten.

Mit etwa 740 Mitarbeitern und einem Umsatz von 224.1 Millionen Euro (2013) gehört das Unternehmen zu den größten der Region Trier. Gerolsteiner Brunnen ist nach eigener Aussage größter Mineralwasser-Exporteur Deutschlands und Weltmarktführer unter kohlensäurehaltigen Mineralwässern; ihre Produkte werden weltweit in über 30 Ländern verkauft. 2012 belief sich der Absatz auf 6,2 Millionen Hektoliter. Mutterkonzern des Brunnens ist die Bitburger Holding, die am Unternehmen 51 % hält. 2013 belief sich der Absatz auf 6,3 Millionen Hektoliter.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Historisches Logo

Am 1. Januar 1888 gründete der Bergwerksdirektor Wilhelm Castendyck das Unternehmen Gerolsteiner Sprudel GmbH in Gerolstein und ließ das Gerolsteiner Mineralwasser zunächst in Tonkrüge abfüllen. Im November des Jahres 1888 erlangte das Wasser den Status einer Art offiziellen Wassers der Stadt Gerolstein, das vom Geheimen Hofrat Prof. Dr. Carl Remigius Fresenius aufgrund seines hohen Gehalts an natürlicher Kohlensäure empfohlen wurde.

Das Firmenlogo, bestehend aus einem achteckigen roten Stern und dem Löwen des Gerolsteiner Stadtwappens, wurde 1889 in das Zeichenregister eingetragen und damit geschützt. Das Unternehmen exportierte bereits 1895 Wasser nach Sydney in Australien.

Im Jahre 1900 stellte das Unternehmen vom Tonkrugversand auf Glasflaschen um. Der Absatz betrug in diesem Jahr bereits 3,2 Millionen Füllungen. 1919 änderte sich die Rechtsform in eine Kommanditgesellschaft.

Mit 158.000 Flaschen begann 1928 der Export in die USA und 1934 kam die Limonade Gerri auf den Markt. 1939 wurden 15,6 Millionen Flaschen abgefüllt, damit gehörte das Unternehmen zu den zehn führenden der deutschen Brunnenindustrie.

Durch Luftangriffe an Weihnachten 1944 wurde das Gerolsteiner Werk vollständig zerstört. Bis 1946 wurden die Gebäude und Anlagen wieder aufgebaut und ab 1948 wurden wieder die ersten Flaschen gefüllt.

1953 erklärte das rheinland-pfälzische Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau und Forsten, dass es sich bei Gerolsteiner Sprudel um eine gemeinnützige Quelle handelt. Damit erhielten die Mineralquellen nach rheinland-pfälzischem Wasserrecht den Status staatlich anerkannter Heilquellen.

In den 1950er-Jahren übernahm Gerolsteiner mehrere Brunnenunternehmen und wurde zur Gerolsteiner Sprudel GmbH & Co. Am Anfang stand die Übernahme der Wilhelm Flamm & Co. 1969 folgte der Schloss-Brunnen-Gerolstein Dr. Peter Dehottay KG und 1970 schließlich die Übernahme der Rockeskyller Sprudel KG. Dabei stieg der Absatz erstmals über 100 Millionen Flaschen.

1979 trat die Bitburger Brauerei als Kommanditist in die Gerolsteiner Sprudel GmbH & Co. ein. Im gleichen Jahr wurde das St. Gero Heilwasser eingeführt.

1984 erfolgte der Zusammenschluss der beiden großen Gerolsteiner Mineralwasserbrunnen „Gerolsteiner Sprudel GmbH & Co. KG“ und „Gerolsteiner Flora-Brunnen, Rud. Buse GmbH & Co. KG“.[2]

1987 fand die Markteinführung von Gerolsteiner Stille Quelle statt. 1988 erfolgte eine Umfirmierung in Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co.

1989 begann eine Expansionsphase des Gerolsteiner Brunnen mit Erwerb der Bad Pyrmonter Mineral- und Heilquellen.

1990 wurden der Margon-Brunnen und der Glashäger Brunnen erworben.

1991 wurde der Birresborner Phönix Sprudel übernommen.

1998 führte Gerolsteiner die erste PET-Mehrwegflasche für Mineralwasser in Deutschland ein, was von Umweltverbänden stark kritisiert wurde.[3]

Ab 2003 konzentrierte sich das Unternehmen wieder auf die Dachmarke Gerolsteiner und veräußerte die Limonadenmarke Gerri an den Sinziger Mineralbrunnen und die anderen Tochtergesellschaften an Brau & Brunnen. Am 11. November 2003 wurde der Mineralbrunnen Birresborner Phönix Sprudel auf Grund von Verunreinigungen geschlossen.[4]

Chemische Zusammensetzung[5][Bearbeiten]

Stoff Menge in mg/l
Hydrogencarbonat 1816
Natrium 118
Magnesium 108
Kalium 11
Chlorid 40
Calcium 348
Sulfat 38

Produktportfolio[Bearbeiten]

Abfüllanlage von Gerolsteiner Brunnen

Die Dachmarken des Unternehmens Gerolsteiner Brunnen sind Gerolsteiner, ein natürliches Mineralwasser und St. Gero, ein Heilwasser.

Die Marke Gerolsteiner wird auch für Erfrischungsgetränke auf Mineralwasserbasis und Limonaden verwendet.

Engagement[Bearbeiten]

Radfahrerskulptur in Gerolstein

Das Unternehmen Gerolsteiner fungierte als Hauptsponsor des gleichnamigen Profi-Radteams. Des Weiteren unterstützte der Gerolsteiner Brunnen von 2006 bis 2008 die Deutschland Tour als Co-Sponsor und offizieller Erfrischungsgetränkelieferant.

Am 4. September 2007 gab das Unternehmen bekannt, nach der Saison 2008 aus dem Radsportsponsoring auszusteigen. Am 14. Oktober 2008 beendete das Team Gerolsteiner seine Tätigkeit im Radsport.[6]

Seit 2011 ist das Unternehmen wieder im Sportsponsoring tätig, als Testimonial wurde Andrea Petković unter Vertrag genommen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gerolsteiner Brunnen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.faz.net/agenturmeldungen/unternehmensnachrichten/geschaefte-bei-gerolsteiner-sprudeln-12775231.html
  2. Die Gerolsteiner „Elefantenhochzeit“
  3. PET-Flasche von Gerolsteiner eine "Flasche der Unvernunft
  4. Birresborner Phönix Sprudel
  5. Analyse des Instituts Fresenius, Taunusstein (PDF; 60 kB) abgerufen am 30. Juli 2011
  6. Gerolsteiner startet nicht mehr, Armstrong zweifelt