Gerta Ital

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Gerta Maria Luise Karoline Ital (* 7. Juli 1904 in Hannover; † 21. Juli 1988 in München) war eine deutsche Künstlerin, Schauspielerin, Autorin, Zen-Buddhistin und Mystikerin.

Gerta Ital trug neben Eugen Herrigel, Hugo Makibi Enomiya-Lassalle S.J. und Karlfried Graf Dürckheim entscheidend dazu bei, dass der Zen-Buddhismus in Europa bekannt wurde.

Schauspielerisches Wirken in Dresden und Berlin. Liederabende und Konzerte mit Generalmusikdirektor Leo Blech, Wilhelm Furtwängler und Richard Strauss. Erkrankung über sieben Jahre (Tumor am Hals) mit vorübergehendem Verlust der Stimme und Beendigung der künstlerischen Laufbahn.

1926 Beginn des Weges nach Innen. Studium der Ägyptologie und in Heidelberg der Indologie bei Heinrich Zimmer. 1953-1955 Schülerin von Eugen Herrigel. März 1963 Reise nach Japan. Als erster westlicher Frau wird ihr erlaubt, in einem japanischen Zen-Kloster gleichwertig mit den Mönchen zu leben und zu meditieren. Dauer 7 Monate. Mai 1967 Einladung durch Mumon Yamada Roshi. Gerta Ital nimmt weitere 7 Monate an den Meditationen im Kloster teil. Zur Härte des traditionellen Zen-Weges, die in den Büchern von Gerta Ital als eine condicio sine qua non vertreten wird, nimmt Osho in seinem letzten Vortrag am 10. April 1989 Stellung.[1]

Unterweisung Suchender

Ab 1970 unterrichtet Gerta Ital spirituell Suchende unter der Zielsetzung: "Wie mache ich Gott in mir lebendig?" Die Zen-Meditation wird den Notwendigkeiten der Westlichen Gesellschaft angepasst. "Was wir gemeinsam üben, ist 'ZEN', es ist Meditation. Jedoch nicht genau das Zen, wie es in den Klöstern geübt wird, weil ich Sie vorerst nicht mit dem 'Nichts' konfrontieren werde. Warum? Ich selber weiß als westlicher Mensch, dass wir, die wir von der Gesamtstruktur anders sind als der östliche Mensch, erst langsam in dieses Nichts hinein entwerden müssen, um, durch das Nichts hindurch, von der Allheit Gottes empfangen und durchdrungen zu werden".[2]

Auf Wunsch der Schüler werden die in den Meditationen gegebenen Anleitungen zusammengefasst herausgegeben.

Werke[Bearbeiten]

  • Der Meister die Mönche und ich, eine Frau im Zen-Buddhistischen Kloster
    • 1966 Otto Wilhelm Barth Verlag; weitere Auflagen im Scherz Verlag
    • 1987 englische Ausgabe The master, the monks and I, durch die Thorsons Publishing Group, ISBN 0-85030-565-9, Übersetzung durch Timothy M. Green.
  • Auf dem Weg zu Satori, übersinnliche Erfahrungen und das Erlebnis der Erleuchtung
    • 1971 Otto Wilhelm Barth Verlag: ISBN 387041-240-2
    • 1990 englische Ausgabe On the way to satori durch Element Books Limited ISBN 1-85230-155-4, Übersetzung durch Timothy M.Green.
  • Meditationen aus dem Geist des Zen. Die große Umwandlung zur Selbstbefreiung. Walter Verlag, 1977, ISBN 3-530-39510-2.
  • Auf dem Weg zu Satori, erweitert um ein Nachwort mit einer Stellungnahme zum Zweiten Vatikanischen Konzil und der nachfolgenden Abwendung vom Beschluss zur Ökumene. 1980 Wilhelm Goldmann Verlag, ISBN 3-442-11701-1.

Personenstand[Bearbeiten]

  • Änderung von Gertrud in Gerta am 27. Juli 1982 (Berlin, Bezirksamt Wilmersdorf)
  • Protestantin; Austritt aus der evangelischen Kirche am 23. Juli 1987 (Amtsgericht Charlottenburg, Berlin, A 834/87).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Osho’s Last Discourse
  2. Meditationen aus dem Geiste des Zen, Seite 96

Weblinks[Bearbeiten]