Gertie Honeck
Gertie Honeck (* 1945 in Thedinghausen; eigentlich Gerda-Emma-Elise) ist eine deutsche Schauspielerin und Synchronsprecherin.
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[Bearbeiten] Werdegang
Gertie Honeck wurde in Thedinghausen bei Bremen geboren. Sie schloss zuerst eine kaufmännische Ausbildung ab, um dem Willen des Vaters zu genügen, um dann, gegen den Willen ihres Vaters, eine Schauspielausbildung zu beginnen. Sie erhielt ein Stipendium und arbeitete nebenbei u. a. als Mannequin für verschiedene Modehäuser.
[Bearbeiten] Theater
Nach Abschluss der Schauspielausbildung 1972 hatte sie ihr erstes Engagement in der Tribüne in Berlin in „Opfer der Pflicht“ (Stück und Regie: Eugène Ionesco). Bis 1988 spielte sie in 30 Inszenierungen an verschiedenen deutschen Theatern u. a. Renaissance-Theater in Berlin, Ernst Deutsch Theater und Thalia Theater in Hamburg und machte einige Tourneen. Dann wurde Rom für mehrere Jahre ihre zweite Heimat. Nach Beendigung der Synchronisation der Star-Trek-Serie folgten dann ab 2000 wieder Theater-Gastspiele in Düsseldorf, Bonn, Berlin, Essen und eine Tournee.
[Bearbeiten] Synchronisationen
Bei einem Gastspiel „Wenn der junge Wein blüht“ von Björnstjerne Björnson (Regie: Boleslaw Barlog) im „Kleinen Theater im Zoo“ in Frankfurt am Main synchronisierte sie 1976 Meredith Baxter Birney in „Die Katzengöttin“. Es war ihre erste Synchron-Hauptrolle, zahlreiche Produktionen folgten.
Vielen Fernsehzuschauern ist deswegen vor allem ihre Stimme bekannt: Sie sprach die Figur der Captain Kathryn Janeway, gespielt von Kate Mulgrew, in der deutschen Version der amerikanischen Science Fiction-Serie Star Trek: Raumschiff Voyager (1994–2001) und dem Kinofilm Star Trek: Nemesis (2002). Sie synchronisierte ebenfalls Patricia Clarkson (in Vicky Cristina Barcelona, Married Life, Lars und die Frauen, The Station Agent, Dogville, Dem Himmel so fern und Ein Leben voller Leidenschaften), Judy Davis (in Barton Fink und Naked Lunch), Shohreh Aghdashloo (u. a. in 24) sowie Miranda Richardson, Allison Janney, Jane Alexander, Marie-Christine Barrault, Hanna Schygulla und andere.
[Bearbeiten] Lesungen
Sie hielt Lesungen im Meistersaal, Neue Gesellschaft für Literatur, Q-ulturtage im Q205 und eine Lesung zur Förderung Jugendlicher, jeweils in Berlin. Sie nahm an der Preisverleihung für Jugendliteratur in Limburg und Lit.Cologne 2006 teil.
In der Villa Massimo in Rom las sie 1993 gemeinsam mit dem Schriftsteller Hans-Christian Kirsch aus seinen Werken. 2005 folgte eine gemeinsame Lesung an drei Abenden mit Texten aus seinem Roman „Traumklänge oder das längste Märchen, das es ja gab" zu den Märchentagen in Reichelsheim. Nach seinem Tod hielt sie zum 1. Todestag am 31. Mai 2007 eine Gedenklesung in Limburg.
[Bearbeiten] Filmographie (Auswahl)
- 1974: Unter Ausschluss der Öffentlichkeit – „Revolte im Sonnenhof“
- 1979: Direktmandat
- 1980: Kreuzberger Liebesnächte
- 1981: Denkste – Die Mauerbande
- 1982: Heimat, die ich meine
- 1984: Freund mit Rolls Royce
- 1985: Schwarzer Lohn und weiße Weste
- 1986: Praxis Bülowbogen (3 Folgen)
- 1986: Ein Heim für Tiere (3 Folgen)
- 1988: Justitias kleine Fische (2 Folgen)
- 1988: Fabrik der Offiziere – „Die Ehre der Mörder“
- 1988: Petticoat (4 Folgen)
- 1989: Geld macht nicht glücklich
- 1991: Zwei Schlitzohren in Antalya
- 1991: Unser Lehrer Dr. Specht – „Der Sitzenbleiber“
- 1991: Der Landarzt – „Familienanschluß“
- 1992: California Dreaming
- 1993: Auf eigene Gefahr – „Im Wein liegt Wahrheit“
- 1994: Verliebt, verlobt, verheiratet – Pilot „Ausgerechnet Florenz“
- 1994: Tödliche Besessenheit – Das Geheimnis der Martha E.
- 1995: Jugendanwalt Wolkenstein – „Geile Gefahr“
- 1995: Kurklinik Rosenau – „Kurschatten“
- 1995: Rosamunde Pilcher – „Schneesturm im Frühling“
- 1996: Weißblaue Geschichten – „Ein unbeschriebenes Blatt“
- 1996: Der Mond scheint auch für Untermieter – „Herzalarm“
- 1996: OP ruft Dr. Bruckner – „Das verschenkte Herz“
- 1996: Polizeiruf 110 – „Gänseblümchen“
- 1996: Park Hotel Stern – „Die Sternfahrt“
- 1997: Chainsmoker
- 1998: Der Mann für alle Fälle – „Ein ganz gewöhnlicher Totschlag“
- 1998: St. Angela – „Vater und Sohn“ und „Die Versöhnung“
- 1998: Unser Charly – „Überraschungen“
- 1998: Operation Phönix – „Nur einer kann überleben“
- 1999: Scheidung auf Rädern
- 1999: Solange es Männer gibt
- 2000: Blondine sucht Millionär fürs Leben
- 2001: Alphateam – „Countdown“
- 2001: Love Crash
- 2004: Großstadtrevier (2 Folgen)
- 2002: Der Seerosenteich
- 2006: Schmetterlinge im Bauch (13 Folgen)
- 2006: Schuld und Unschuld
- 2007: Notruf Hafenkante (5 Folgen)
- 2008: In aller Freundschaft – „Schwindendes Misstrauen“
[Bearbeiten] Weblinks
- Gertie Honeck in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database
- Gertie Honeck in der Deutschen Synchronkartei
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Honeck, Gertie |
| ALTERNATIVNAMEN | Honeck, Gerda-Emma-Elise |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Schauspielerin und Synchronsprecherin |
| GEBURTSDATUM | 1945 |
| GEBURTSORT | Thedinghausen |